Garten im August: Welche Gartenarbeiten Sie jetzt erledigen sollten

  • Der Sommer hat seinen Zenit erreicht: Im Garten blüht es goldgelb, Hecken wollen geschnitten und im Gemüsebeet darf geerntet werden.
  • Gleichzeitig beginnt für Gartenbesitzer die Vorbereitung fürs nächste Jahr.
  • Die wichtigsten Gartentipps im August.
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Hannover. Während auf den Feldern die Mähdrescher ihre Kreise ziehen, kündigen im Ziergarten ausdauernde Gräser und das warme Gold von Sonnenstauden wie Taglilien, Goldruten und Sonnenhut den Herbst an. Zur Ruhe können sich Gartenbesitzer nun trotzdem nicht setzen. Zumindest nicht, wenn sie bereits den nächsten Frühling und Sommer fest im Blick haben: Schließlich können jetzt im August Stauden wie Pfingstrosen und Christrosen geteilt werden. Am besten klappt das mit einer Grabegabel – sie verletzt weniger Wurzeln, die Pflanzen wachsen anschließend schneller an.

Blumenzwiebeln in die Erde

Ende des Monats beginnt zudem die Blumenzwiebelpflanzzeit für Spätwinter- und Frühjahrsblüher wie Narzissen, Kaiserkronen, Blausterne, Märzenbecher und Schneeglöckchen. Sie dauert bis Oktober/November. Auch kommen herbstblühende Zwiebel- und Knollengewächse wie Herbstkrokusse und Herbstzeitlose in diesem Monat in den Boden.

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Zu den anstehenden Arbeiten gehört darüber hinaus das Schneiden von Sommerstecklingen von Laubgehölzen. Sie können jetzt entweder in Töpfen bewurzelt oder direkt ins Beet gepflanzt werden. Zu den Pflegemaßnahmen im Ziergarten gehört im August, dass Verblühtes regelmäßig entfernt wird. Auch freuen sich Immergrüne wie Thujenhecken über einen Schnitt. So bleiben sie langjährig schön dicht und gleichmäßig grün. Geschnitten wird allerdings nicht bei sonnigem Wetter, da sich die Nadeln bräunlich verfärben könnten, wenn an den frischen Schnittflächen viel Flüssigkeit verloren geht.

Rückschnitt für Hecken und Lavendel

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Auch bei starkwüchsigen Gehölzen wie Liguster, Rot- und Hainbuche steht jetzt der zweite Schnitt der Saison an. Dieser sollte spätestens bis Anfang September erfolgt sein. Nur so können die Schnittwunden an den Pflanzen bis zum Winter verheilen. Die Heckenschere sollten Hobbygärtner nun zudem beim Lavendel ansetzen: Sein Blütenflor ist jetzt im Großen und Ganzen verblüht. Damit die Pflanze ihre Energie nicht unnötig in die Samenbildung investiert, werden alle Triebe um etwa ein Drittel eingekürzt.

Ist er verblüht, muss Lavendel geschnitten werden.
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Pflegekur für den Rasen

Um den Rasen zum Saisonabschluss noch einmal ordentlich zu kräftigen, sollten Gartenfreunde ihrem Rasen eine Portion Langzeitdünger gönnen. Er ist besonders geeignet, weil er die Nährstoffe langsam, aber stetig abgibt. Zeit ist es nun auch für das Nachstechen von Rasenkanten. Es soll verhindern, dass lästige Gräser in die Beete hineinwachsen.

Stärkung und Schutz für Rosen

Verblühte Seitentriebe von Rosen werden jetzt im August eingekürzt. So soll das Wachstum von kräftigen Neutrieben mit Blüten angeregt werden. Hobbygärtner sollten darauf achten, dass der Boden rund um die edlen Pflanzen gut durchlüftet bleibt, indem er nach starken Regenfällen etwas auflockert wird. Damit die Pflanzenkönigin auch künftig prächtig gedeihen kann, müssen Blätter und junge Triebe, die mit Echtem oder Falschem Mehltau befallen sind, abgesammelt und im Hausmüll entsorgt werden. Zur vorbeugenden Maßnahme gegen den fiesen Pilzbefall und zur Stärkung können Rosen zudem mit Schachtelhalmbrühe gespritzt werden. In der zweiten Augusthälfte freuen sich Rosen ein letztes Mal vor der Ruhezeit über eine Düngerzufuhr.

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Erntezeit im Gemüsegarten

Jetzt im August sind viele Auberginenarten reif für den Erntekorb. Auch bei den Gurken und Brombeeren hat die Erntezeit begonnen. Zudem kommen jetzt Kopfsalat, mittelfrühe Kartoffeln, Lauch, Zwiebeln, Möhren, Rote Beete und Hülsenfrüchte frisch auf den Tisch. Gemüseliebhaber, die sich im Herbst über leckeren Feldsalat hermachen wollen, sollten diesen bis Mitte des Monats im Beet aussäen und anschließend gut bewässern. Ab ins Beet wandern jetzt zudem Blumenkohl, Grünkohl und Kohlrabi.

Erdbeeren pflanzen

Im Obstgarten steht zu Beginn des Monats das Einpflanzen von Erdbeeren an. Dabei sollten Gartenfreunde darauf achten, die Fläche feucht und frei von Unkräutern zu halten. Damit die zarten Pflänzchen nicht faulen, sollten sie nicht zu tief in die Erde gesetzt und der Boden mit Stallmist, Torf oder gehäckseltem Stroh bedeckt werden.

Doch nicht nur gepflanzt werden kann im Obstgarten, sondern vor allem geerntet: Äpfel, Birnen, Pflaumen, Mirabellen, Aprikosen und Sauerkirschen sind reif.

Gründüngung im freien Beet

Wo die ersten Gemüsebeete frei werden und kein Herbstgemüse mehr angebaut wird, können Hobbygärtner eine sogenannte Gründüngung aussähen: Pflanzen wie Blaue Lupine, Leinen oder Bienenweide lockern den Boden auf und werden, sobald sie verblüht sind, als Pflanzenreste einfach in den Boden eingearbeitet. So reichern sie ihn ganz automatisch mit Humus an.

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