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  • Früchte im Winter: Zier-Äpfel, Hagebutten und Schneebeere trotzen der kalten Jahreszeit

Keine Tristesse im Garten: Diese Früchte trotzen dem kalten Winter

  • Wenn sich die Blätter vom Baum lösen, ist der letzte Vorhang der Gartensaison noch nicht gefallen.
  • Einige Gehölze geben eine Zugabe und zeigen Früchte, die dem Frost trotzen und den Winter über für Farbe sorgen.
  • Dazu zählen Zieräpfel, Hagebutten und Schneebeere.
Stefanie Syren
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Manche Früchte muss man ernten: Äpfel werden eingelagert, Pflaumen zu Mus eingekocht und Trauben entsaftet. Lange bevor der erste Frost kommt, muss das Obst gepflückt und gegessen oder haltbar gemacht werden. Ganz anders sieht es bei jenen Gehölzen aus, die wegen der Schönheit ihrer Früchte im Garten wachsen.

Sie zeigen Beeren, perlen- oder murmelgroße Schmuckstücke. Minusgrade machen ihren Früchten nichts aus, sondern veredeln sie im Zusammenspiel mit Raureif zu Juwelen des Winters. Der Herbst ist nicht nur jene Zeit, in der die Früchte erscheinen, sondern auch eine ideale Pflanzzeit für Gehölze.

Bunte Früchte trotzen dem Frost

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Von warmen Orange- und Rottönen, die an die Wärme der Sonne erinnern, bis hin zu fast unwirklich anmutendem Lila des Liebesperlenstrauchs (Callicarpa bodinieri) oder elegantem Weiß der Schneebeere (Symphoricarpos) und schlichtem Blauschwarz des Ligusters (Ligustrum) reicht das Farbspektrum der Früchte. Die glasig glänzenden roten Früchte von Viburnum opulus wirken besonders edel.

Umgangssprachlich wird er deshalb nicht nur Gewöhnlicher Schneeball, sondern auch Glasbeere genannt. Ebenfalls dekorativ sind seine rahmweißen Blüten, die der Strauch ab Mai zeigt. Damit gehört er zu jenen Gehölzen, die viele Monate lang eine gute Figur im Garten machen. Der erwähnte Liebesperlenstrauch wirkt ohne seine Beeren zwar unscheinbar, dafür ziehen seine Blüten im Sommer Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten an.

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Zieräpfel als Hingucker

Völlig unkompliziert sind die diversen Zieräpfel, die sich im Frühling in Blütenwölkchen hüllen und auch als Hausbaum infrage kommen. Ihre Früchte sind klein und hängen manchmal so lange am Baum, dass sich im Frühling überraschende Fotomotive ergeben: Der Zierapfel Red Sentinel trägt seine roten Früchte nach einem milden Winter manchmal noch im April, sodass Blüten und Äpfel den Baum mitunter gleichzeitig schmücken.

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Ebenfalls hübsch: Der Zierapfel Evereste, der nicht nur den Garten, sondern auch die Wohnräume schmückt. Die mit Äpfelchen geschmückten Zweige können entweder in eine Vase gestellt oder leger als Dekoration auf den Tisch gelegt werden. Ebenfalls empfehlenswert ist der Kleinfruchtige Zierapfel Malus toringo sargentii. Er trägt nur erbsengroße Früchte, die aber so zahlreich und in kleinen Bündeln am Baum hängen, dass sie schon von Weitem leuchten.

Äpfel zu Marmelade verarbeiten

Zieräpfel und die meisten anderen Fruchtschmuckgehölze bereichern den Speiseplan heimischer Vogelarten und locken sie in den Garten. Wer Lust hat, kann die Früchte einiger Arten auch selbst verkosten: Zieräpfel sind zum Beispiel essbar, schmecken allerdings deutlich herber als die großen Tafeläpfel und werden deshalb eher zu Saft oder Marmeladen verarbeitet. Gleiches gilt für die Früchte der Schlehe (Prunus spinosa) und des Sanddorns (Hippophae rhamnoides), die erst nach dem ersten Frost gezupft werden.

Exklusiv der Vogelwelt vorbehalten sind hingegen die dekorativen, aber giftigen Früchte des Pfaffenhütchens (Euonymus europaeus), Seidelbasts (Daphne mezereum) und der Eibe (Taxus baccata). Falls kleine Kinder den Garten nutzen, sollte man auf diese Pflanzen vorsichtshalber verzichten.

Hagebutten – die verkannten Früchte

In fast jedem Garten wachsen Rosen – der Blüten wegen. Doch es lohnt sich, auch auf die Früchte zu achten. Nach der Blüte bildet sich die Hagebutte, die bis weit in den Winter hält. Besonders viele Früchte bilden Rosa multiflora oder Rosa moyesii. Für große und naturnahe Gärten eignet sich die wüchsige Hundsrose, Rosa canina mit ihren imposanten Hagebutten.

Flaschenförmig und sehr dekorativ sind die Hagebutten der Strauchrose Fenja. Das Mark der Hagebutten wird durch Kochen weich und lässt sich zu Marmelade verarbeiten. Allerdings sollten die Samen aus dem Fruchtfleisch entfernt werden, was ein wenig mühsam ist und am ehesten funktioniert, wenn man die weich gekochten Früchte durch ein Sieb streicht oder eine Passiermühle nutzt.

Schon dieser Mühe wegen wird man zumindest einen Teil der Hagebutten als Fruchtschmuck an den Rosen belassen und sie den Amseln als Winterfutter gönnen.

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