Gute Pflege, bessere Ökobilanz: Feste Shampoos und Haarseifen im Test

  • Shampoo gibt es längst nicht mehr nur aus der Flasche.
  • Die Stiftung Warentest hat zehn Haarseifen und feste Shampoos getestet.
  • Festes Shampoo kann bei der Pflege mit herkömmlichen Produkten mithalten.
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Berlin. Feste Shampoos punkten in der Ökobilanz und dürfen beim Flug auch in großen Packungen ins Handgepäck. Beim Preis sind dagegen die flüssigen Produkte unschlagbar. Aber wie waschen sie im Vergleich?

Die Stiftung Warentest hat acht Flüssig-Shampoos mit vier Haar-Seifen und sechs Shampoo-Stücken in einigen Aspekten wie der Pflege und der Anwendung verglichen – und kommt zu einem positiven Ergebnis. Alle flüssigen und sechs feste Produkte erhielten das Gesamturteil “gut”.

Haar-Seifen pflegen weniger gut

Doch auch dreimal “befriedigend” und sogar einmal nur “ausreichend” vergaben die Tester an feste Shampoos und Haar-Seifen. Grund für die Note vier war ein allergener Duftstoff in einer Haar-Seife, der unter den Inhaltsstoffen hätte stehen müssen. Stattdessen wirbt das Produkt mit der Aussage “Frei von Duftstoffen”, berichtet die Zeitschrift “test” (Ausgabe 6/2020).

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Bei der Pflege haben die Tester sich angeschaut, wie gut sich die Haare nach dem Waschen kämmen lassen, ob sie glänzen, geschmeidig und voluminös sind. Hier schneiden flüssige wie feste Shampoos durchweg gut ab. Anders sieht das bei den Haar-Seifen aus.

Feste Shampoos und Haar-Seife ähneln sich zwar auf den ersten Blick, Letztere werden aber mit Lauge verseift. Deren hoher pH-Wert verändert das Waschergebnis: Die Haare können aufquellen oder Schaden nehmen, lassen sich schlecht kämmen, oder es bilden sich weißliche Rückstände. Gegen den letzten Punkt hilft nach dem Waschen eine extra Spülung, die Warentester raten hier zu Essigwasser.

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Ökobilanz: Feste Shampoos überzeugen

Unabhängig von dem Test der einzelnen Produkte hat sich die Stiftung Warentest die Ökobilanz angeschaut, in die viele verschiedene Faktoren mit einfließen. Hier schlägt grundsätzlich das feste Shampoo das flüssige. Die Produktion verbraucht weniger Energie, die Shampoo-Stücke kommen zudem ohne Konservierungsstoffe aus und werden oft mit weniger Duft- und Farbstoffen versetzt, erläutern die Tester.

Verpackt sind sie zudem meist in Papier oder recycelter Pappe, flüssige Mittel stecken in der Regel in Plastikflaschen. Ein weiterer Pluspunkt der stückigen Shampoos: Sie werden laut der Erfahrungen in den Haarwäschen für den Test eher weniger überdosiert, als das bei flüssigen Produkten der Fall sei.

RND/dpa

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