Fahrradhelme: Stiftung Warentest bewertet mehr als die Hälfte mit „gut“

  • Ein sicherer Fahrradhelm muss nicht teuer sein.
  • So lautet ein Fazit der Stiftung Warentest, die 14 Modelle zwischen 35 und 160 Euro geprüft hat.
  • Auch einen Airbag-Kopfschutz testeten die Experten – attestierten ihm allerdings eine zu geringe Reaktionszeit.
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Berlin. Für sichere Helme müssen Radler nicht immer tief in die Tasche greifen. Doch Komfort kostet etwas mehr. Das hat die Stiftung Warentest in einem Test von 14 Fahrradhelmen zwischen 35 bis 160 Euro ermittelt („test“ 7/2021). Acht Modelle schneiden „gut“ und die übrigen sechs „befriedigend“ ab.

Der mit 45 Euro zweitbilligste Helm „Fischer Urban Plus“ (Note 2,4) ist „gut“ und bietet sogar den besten Unfallschutz (gut). Darin schneiden noch vier weitere der insgesamt guten Modelle gut und drei befriedigend ab. Einige der Tests seien strenger, als es die Prüfnorm für Fahrradhelme vorsehe, so die Tester.

Test-Experten: „Jeder Helm ist besser als keiner“

Die Größe lasse sich beim zweitbilligsten Modell nur schwer anpassen. Es sei aber wichtig, dass der Helm zum Kopf passe. Bei Handhabung und Komfort schneidet dieser als einziger bei den Helmen mit „gut“ daher befriedigend ab. Die anderen so benoteten Helme zeigen sich in dieser Kategorie gut, zwei sogar sehr gut.

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Auf dem ersten Platz liegt der „Uvex City i-vo Mips“ für 120 Euro (Note 1,8), gefolgt vom „Alpina Haga LED“ (1,9) und dem „Nutcase Vio Mips LED“ (2,1) für je 160 Euro. Das zweitbilligste Modell mit „gut“ ist für 60 Euro der „Specialized Align II“ (2,1). Der billigste Helm bildet das Schlusslicht, zeigt sich aber „befriedigend“ (2,9). Alle Helme schützen laut „test“ wirksam vor Kopfverletzungen. Jeder Helm sei besser als keiner.

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Airbag-Kopfschutz statt Helm?

Einige Modelle bieten ein Multi-Directional Impact Protection System (Mips). In bestimmten Aufprallsituationen soll es Rotationskräfte auf das Gehirn minimieren. Dazu gibt es an der Innenseite des Helms eine Schale aus Kunststoff, die sich unabhängig bewegt. Bei den Tests zeigte sich, dass Mips aber keine Voraussetzung für einen guten Helm sein muss. Manche Modelle schützen auch ohne gut vor Verletzungen des Kopfes, manche Modelle schneiden hier nur befriedigend ab.

Außer Konkurrenz musste sich ein sogenannter Airbag-Kopfschutz stellen. Dieses Modell wird wie ein Schal getragen und kann plötzliche Beschleunigungen etwa bei einem Sturz registrieren. Dann plustert es sich blitzschnell auf und umschließt den Kopf wie eine Haartrockenhaube. Das Modell bekam bessere Noten bei der Sicherheit als alle anderen.

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Tests zu Unfallschutz, Hitzebeständigkeit

Allerdings schreiben die Tester, dass es sich nicht in allen Situationen rechtzeitig öffnen könne. Etwa wenn sich eine Tür vom Lastwagen in Kopfhöhe plötzlich öffnet oder ein Ast den Kopf des Radlers trifft - also bevor die Sensoren eine Beschleunigung registrieren können.

Die Stiftung Warentest testete in den Kategorien „Unfallschutz“ (50 Prozent Wertung), „Handhabung und Komfort“ (40 Prozent Wertung), „Hitzebeständigkeit“ (5 Prozent Wertung)und „Schadstoffe“ (5 Prozent Wertung).

RND/dpa

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