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Was Sie vor dem Kauf wissen sollten

Wärmegarant oder Elektroschrott? Was Heizdecken wirklich taugen

Dieser Mann würde mit einer Heizdecke vielleicht weniger frieren.

Dieser Mann würde mit einer Heizdecke vielleicht weniger frieren.

Wird es kälter, kommt die heiße Phase des Wettbewerbs: Wer hält es in seinen eigenen vier Wänden weiterhin ohne Heizung aus? Da wären die Bewegungs­enthusiasten, Wechselduscher und Asketen, die ihre Kältetoleranz unermüdlich trainieren. Auch die Menschen in Energieeffizienz­häusern haben gute Chancen, zu Hause nur mit zusätzlicher Strickjacke und allenfalls noch Pulswärmern durch den Winter zu kommen. Den anderen bleiben Wärmflasche, warme Gedanken, Ingwertee, Hühnersuppe und Chili-Chips – am besten alles auf einmal, wenn Minusgrade herrschen.

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Es gibt aber noch eine vermeintliche Patentlösung für alle: die Heizdecke. Vorausgesetzt, man legt seine Scheu vor allem ab, was irgendwie an Sanitätshaus und Seniorenstift erinnert. Ist aber gar nicht so schwer, wenn man sich aktuelle Heizdeckenmodelle anschaut. Mit dem, was einst unter Kaffeefahrtabzocke fiel, werben derzeit selbst hippe Einrichtungshäuser.

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Auch jüngere Menschen sind ins Visier der Heizdeckenhersteller geraten

Tatsächlich hat sich die Heizdecke schon vor der Energiekrise in Privathaushalten ausgebreitet, in denen das Durchschnittsalter nicht bei 80 plus liegt. Eher im Gegenteil: Junge Menschen in Singlehaushalten sind ins Visier der Hersteller geraten. Frische Farben und To-go-Modelle haben der Branche Fachleuten zufolge offenbar neue Käuferschichten erschlossen. In Werbevideos sieht man Mittzwanziger im Homeoffice, die sich in ein akkubetriebenes Flauschfaserprodukt mit Schlauchschal schmiegen wie weiland Filmdiven in ihren Nerzmantel. Auf Instagram hat der Hashtag #Heizdecke immerhin schon mehr als tausend Einträge – und auch im Netz ist sie mit mehr als 700.000 Treffern nicht gerade ein Nischenprodukt.

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Erstaunlich ist die modische Aufwertung der Modelle: Man hüllt sich nun nicht mehr in Beige, sondern vorzugsweise in Grau. Es gibt aber auch bunte Versionen, und die Heizdecke rangiert immer öfter unter dem Oberbegriff „Homewear“. Im Tartanmuster, als XXL-Kimono oder gesteppt wie ein Daunenmantel, mit Punkten, geblümt oder fröhlich gestreift kommt sie daher. Für eine unkomplizierte Handhabung sollen eingebaute, wiederaufladbare Heizelemente sorgen. Hinzu kommen integrierte Timer und mehrere Temperaturstufen, teilweise mit Turbofunktion zum schnellen Aufwärmen. Lästige Kabel waren gestern, heute dominieren Akkus – und waschbar ist die elektrische Heizdecke im Idealfall obendrein.

Heizdecken: TÜV warnt vor Kurzschluss oder Stromschlag durch Feuchtigkeit

Für Käuferinnen und Käufer hat der TÜV jedoch einige Warnungen parat: Generell sollten Heizdecken nicht unbeaufsichtigt eingeschaltet sein und bei Gebrauch immer flach ausgebreitet werden. Feuchtigkeit kann einen Kurzschluss oder Stromschlag auslösen, ansonsten ist die Brandgefahr dank Abschaltautomatik bei heutigen Produkten eher gering. Darüber hinaus rät der TÜV laut Deutscher Presse-Agentur, auf das freiwillige GS-Zeichen für „geprüfte Sicherheit“ zu achten. Weil die Decke nah oder direkt an die Haut kommt, sollte außerdem zu Produkten mit Ökosiegel gegriffen werden. Naturfasern wird man kaum finden: Heizdecken bestehen in der Regel aus Polyester oder anderen Kunststoffen, sind also potenzieller Plastik- und Elektroschrott.

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Wenn schon zudecken, dann also besser mit einer kuscheligen Wolldecke. Falls vorhanden, nehmen Sie noch einen Lieblingsmenschen mit darunter. Das wärmt doppelt. Und falls nicht: Steigen Sie einfach aus dem Wettbewerb um das Nichtaufdrehen der Heizung aus.

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