DIY: So bastelt und bindet man schöne Schreibtisch-Organizer selbst

  • Eine gute Organisation kann dabei helfen, Aufgaben schneller zu erledigen und Fristen einzuhalten.
  • Mit Stiftehalter, Fächermappe und Notizheft in Pastelltönen klappt die Arbeit am Schreibtisch gleich viel besser.
  • Hier kommen drei Schritt-für-Schitt-Anleitungen zum Nachbasteln.
Michèle Förster
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Hannover. Allzu oft nehmen wir uns Dinge vor, die wir sowieso nie einhalten werden oder können. Dazu zählt auch, Ordnung auf dem Schreibtisch zu halten. Denn obwohl wir heute ständig online sind und unser E-Mail-Postfach so aufgeräumt ist wie der Schrank in einer Bundeswehrkaserne, sammeln sich auf unserem analogen Schreibtisch beständig neue Dinge an.

Doch gerade für Freiberufler, Selbstständige oder Studenten ist ein gut organisierter Schreibtisch wichtig, denn es ist ihr Ort zum Lernen, Arbeiten und Kreativsein. Eine gute Organisation kann Ihnen nicht nur dabei helfen, Ihre Aufgaben schneller zu erledigen und Fristen einzuhalten. Sie sorgt außerdem dafür, dass Sie am Ende des Tages mehr Zeit für andere Dinge haben. Obwohl sich vieles bereits digital organisieren lässt, landen Rechnungen, Kontoauszüge oder Verträge in Papierform nach wie vor in unserem Briefkasten.

Die Frage nach der richtigen Selbstorganisation stellt sich also nicht nur Freiberuflern im Homeoffice. Unsere drei Ideen zum Selbermachen schaffen nicht nur Ordnung auf Ihrem Schreibtisch, sondern sorgen auch dafür, dass Sie den Kopf für die wichtigen Dinge frei haben.

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Stiftehalter

Ein praktischer Stiftehalter hilft dabei, Ordnung auf Ihrem Schreibtisch zu halten. Mit unserer einfachen DIY-Anleitung gestalten Sie eine moderne Stiftebox nach ihren Vorstellungen.

So geht’s: Auf die Pappe in der Farbe Ihrer Wahl wird die auseinandergeklappte Form des Stiftehalters aufgezeichnet. Der Behälter in unserem Beispiel hat einen Boden mit einer Fläche von 6 x 6 Zentimetern und Seitenwände mit dem Maß 6 x 9 Zentimeter. An den drei freien Seiten des Bodens sowie an einer Seitenwand wird jeweils ein halber Zentimeter Klebefläche zugegeben. Die aufgezeichneten Linien mit Lineal und Cutter leicht einritzen, aber nicht durchschneiden. Diese Seite der Pappe wird nun zur Innenseite des Stiftehalters. Falten Sie die Pappe an den eingeritzten Linien nach innen und tragen Sie den Kleber außen an den vier Klebeflächen auf. Den Behälter an den Klebestellen kurz zusammendrücken und trocknen lassen. Wenn der Kleber getrocknet ist, können Sie den Stiftehalter mit Acrylfarbe verzieren. Geometrische Muster in Pastelltönen wie grau, weiß, rosa oder mintgrün wirken gleichzeitig unaufgeregt und stylisch.

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Das wird gebraucht: Schere, Bastelkleber, Bleistift, Geodreieck, Cutter, Pappe in der Farbe Ihrer Wahl, Pinsel und zwei Acrylfarben.

Das Grundraster für den Stiftehalter wird mit zusätzlichen Klebeflächen aufgezeichnet und ausgeschnitten. © Quelle: Michèle Förster/RND
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Fächermappe

Gefährlich hohen Zettelstapeln sagen Sie mit dieser praktischen Fächermappe ab sofort den Kampf an. Durch die verschiedenen Fächer können Sie Ihre Dokumente leicht ordnen und haben Wichtiges immer schnell griffbereit.

So geht’s: Für den Einband der Mappe ist eine dickere Pappe ideal. Die Graupappe im Maß 30,5 x 21,5 Zentimeter zuschneiden, sodass zwei Rechtecke entstehen. Diese bilden später die Deckel und Rückseite der Mappe. Die beiden Stücke Graupappe mit dem Marmorpapier beziehen. Dazu die Pappe mit Bastelkleber bestreichen und mittig auf den größeren Bogen Marmorpapier legen. Das Papier soll auch auf die Innenseite umgeschlagen werden, damit die Kanten der Mappe ebenfalls marmoriert sind. Anschließend mit einem Cutter in den bezogenen Rücken der Mappe zwei kleine Schlitze schneiden. Durch diese Schlitze wird die Gummilitze von außen nach innen gezogen, die später als Verschluss dient. Die Enden des Gummibands auf der nicht vollständig bezogenen Innenseite des Rückens festkleben. Nun verbinden Sie Deckel und Rückseite der Mappe mit dem selbstklebenden Gewebeband. Legen Sie die beiden Pappen mit einem Zentimeter Abstand hin und beginnen auf der Außenseite. Danach wenden Sie die Pappen und drücken das Gewebeband mit dem Finger in die Lücke zwischen Deckel und Rückseite. So entsteht genügend Platz für Ihre Fächereinlage. Falten Sie nun das schwarze Papier im Abstand von etwa drei Zentimetern, sodass eine Ziehharmonika entsteht. Kleben Sie jeweils zwei der Ziehharmonikas zusammen, sodass zwei lange gefaltete Stücke entstehen. Diese werden später die oberen und unteren Kanten der Fächer. Kleben Sie nun die acht Bögen des schwarzen Kartons in die Lamellen der ersten Ziehharmonika. Achten Sie beim Einkleben darauf, den Karton nicht bis in den Knick, sondern circa drei Millimeter davorzusetzen. Auf diese Weise verlängern Sie die Fächer der Mappe, sodass später DIN-A4-Dokumente bequem hineinpassen. Schneiden Sie eventuell zu viel gefaltete Lamellen ab. Wiederholen Sie das Einkleben des Kartons mit der zweiten Ziehharmonika. Diese bildet die Unterseite der Fächer. Wenn die Fächer getrocknet sind, bestreichen Sie die Innenseite ihrer Mappe mit Kleber. Legen Sie die Fächer bündig in die Mappe und schließen Sie den Deckel. Beschweren Sie die Mappe mit Gewichten und lassen Sie sie einige Minuten trocknen.

Das wird gebraucht: Geodreieck, Bleistift, Schere, Bastelkleber, schwarzes Gewebeband, Graupappe in DIN-A2-Größe, vier DIN-A4-Bögen schwarzes Papier, acht DIN-A4-Bögen schwarzer Karton, zwei DIN-A3-Bögen weißes Marmorpapier und schwarze Gummilitze mit einer Breite von sieben Millimetern.

Für das Innenleben der Fächermappe werden die einzelnen Bögen des Kartons in die gefaltete Ziehharmonika eingeklebt. © Quelle: Michèle Förster/RND
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Notizheft

Ideen und To-do-Listen sollten nicht nur als digitales Moodboard angelegt, sondern auch in einem richtigen Notizheft festgehalten werden. Das Buch mit Stichheftung wird nach einer klassischen Buchbindetechnik hergestellt, für die nur Werkzeuge aus dem Haushalt gebraucht werden.

So geht’s: Die zehn Papierseiten als Stapel übereinander legen und in der Mitte falten, sodass ein Buchblock im DIN-A5-Format entsteht. Mit dem Finger oder einem Lineal die Kante nachfalzen. Den farbigen Karton falten Sie auf dieselbe Weise, dieser wird später der Umschlag Ihres Notizhefts. Legen Sie den Heftblock in den Umschlag, klappen Sie das Heft in der Mitte auf und richten Sie die Seiten richtig aus. Beschweren Sie mit einem Gewicht oder dicken Buch das aufgeklappte Heft auf einer Seite, sodass Papier und Umschlag nicht mehr verrutschen können. Schieben Sie die unbeschwerte Hälfte des Notizhefts über die Tischkante, sodass die Heftmitte bearbeitet werden kann. Stechen Sie nun in der Falte mit der Nähnadel von innen nach außen drei Löcher durch die Seiten. Ein Loch markiert die Mitte, die anderen werden etwa zwei Zentimeter von der oberen und unteren Kante entfernt gesetzt. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Gewicht dabei liegen bleibt und sich die Seiten nicht verschieben. Fädeln Sie das Garn in die Nadel und führen sie die Nadel von innen nach außen durch das mittlere Loch. Gehen sie von außen nach innen durch das obere Loch zurück und durch das untere Loch wieder nach außen. Führen Sie die Nadel von außen nach innen durch das mittlere Loch zurück und verknoten Sie die Fadenenden, nachdem Sie den Faden straff gezogen haben. Schneiden Sie die Enden ab. Nun können Sie das Notizheft schließen und die überstehenden Seiten mit der Schere anpassen. Die vordere Umschlagseite können Sie zusätzlich mit einem Schriftzug verzieren.

Das wird gebraucht: Schere, Nähnadel, Garn, farbiger Karton im DIN-A4-Format und zehn Seiten naturweißes DIN-A4-Papier.

Mit nur drei Stichen entsteht eine einfache Bindung für das Notizheft. © Quelle: Michèle Förster/RND
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