Ästhetische Äste: kreative Deko-Ideen aus Holz zum Selbermachen

  • Nachhaltigkeit spielt immer häufiger bei der Inneneinrichtung eine Rolle.
  • Ob ein knorriger, dicker Ast oder ein zarter Zweig: Daraus lassen sich individuelle Schmuckstücke für die Wohnung basteln.
  • Hier finden Sie Anleitungen für eine Kleiderstange, Wanddeko und einen Übertopf.
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Vom Baum gefallene oder abgebrochene Äste haben es nicht leicht. Bei einem Spaziergang durch den Wald werden sie selbst von Naturliebhaberinnen und ‑liebhabern meist links liegen gelassen. Während selbst das Laub noch manche Spaziergängerinnen und Spaziergänger zu begeistern vermag, fristet der Ast ein trostloses Dasein – unberührt, ungenutzt und dem natürlichen Verwesungsprozess überlassen, doch längst nicht unnütz.

Denn das Totholz im Wald ist ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes, es dient als Biotop zahlreicher Lebewesen und gilt als Nährstofflieferant für den Boden. Außerdem speichert es Feuchtigkeit und bietet Spaziergängerinnen und ‑gängern auf diese Weise Abkühlung an heißen Sommertagen.

Äste ohne Genehmigung sammeln

Einige Bundesländer, darunter Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein, verbieten es deshalb sogar, Äste und Hölzer ohne Genehmigung zu sammeln. In Mecklenburg-Vorpommern ist es erlaubt, den „eigenen Bedarf“ im Staatswald zu decken, Länder wie Bayern oder Baden-Württemberg haben Sonderregelungen zu sogenanntem Leseholz, also solchem, das von selbst zu Boden gefallen ist und sich nicht für den Verkauf eignet.

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Unabhängig davon lohnt es sich, im Wald einmal näher an das heranzutreten, was auf dem Boden liegt. Denn der Ast belohnt all jene, die seine verborgene Ästhetik zu schätzen wissen.

Und mit etwas Fantasie wird er zu einem echten Schmuckstück für die eigenen vier Wände. Ob aus einem knorrigen, dicken Ast oder einer Variation aus kleinen Zweigen – mit Holzstücken lassen sich vielfältige Dekoelemente gestalten.

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Klein, aber oho: So basteln Sie einen Übertopf mit Zweigen

Für manchen – eher ungeübten – Bastelfan eignen sich zum Einstieg vor allem Dekorationen mit filigraneren Hölzern. Eine einfache und schnell umzusetzende Idee ist der Übertopf mit Zweigen.

Sieht natürlich gut aus: ein Übertopf aus Stöcken. © Quelle: Jessica Orlowicz

So geht’s:

Wer sich daran versucht, benötigt für einen Blumentopf mit 15 Zentimetern Durchmesser rund 50 dünne, etwa gleich lange Holzstücke. Die finden sich entweder im eigenen Garten oder als Leseholz im Wald. Fallen diese beiden Optionen aus, sind die Zweige auch in Dekogeschäften, Baumärkten oder bei diversen Shops im Internet erhältlich.

Ist die Wahl der Blume getroffen und liegen die kleinen Äste bereit, benötigen Hobbybastlerinnen und ‑bastler nur noch doppelseitiges Klebeband, ein Gummiband oder wahlweise Draht, der die Zweige zusammenhält, und ein Dekoelement, das die Halterung verdeckt. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Schleifen, Seile oder Bänder ergeben ein stimmiges Gesamtbild, dem Verzierungen wie Muscheln einen persönlichen Touch verleihen.

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Zunächst wird der Blumentopf beziehungsweise das Gefäß mit der Pflanze mit Klebeband umwickelt, das von beiden Seiten haftet. Dann legen Bastlerinnen und Bastler das Gummiband oder den Draht um den Topf und fixieren die Zweige darunter. Abschließend versteckt das Dekoelement der Wahl die Konstruktion – und der selbst gemachte Übertopf für Naturfans ist fertig.

Aufwendig, aber originell: Die Kleiderstange aus Holz ist ein Blickfang

Ein größerer Ast lässt sich gut als Kleiderstange nutzen. Hierfür eignet sich Tot- oder Treibholz. Wichtig ist, dass der Ast möglichst gerade ist, sodass er parallel zur Wand hängen kann.

Ein abgeschliffener Ast taugt als Kleiderstange. © Quelle: Jessica Orlowicz

So geht’s:

Für die Umsetzung braucht es – neben dem Holz – nur wenige Materialien, die alle im Baumarkt erhältlich oder in jedem gut sortierten Heimwerker­haushalt ohnehin vorhanden sind: Etwa ein Dutzend Holz- sowie einige Hakenschrauben und zwei Gliederketten brauchen Bastlerinnen und Bastler für das Projekt.

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Sind die Vorbereitungen getroffen, kann es losgehen: Zunächst empfiehlt es sich, den Ast zu säubern, etwa mit einer Bürste. Mithilfe von Schmirgelpapier lassen sich hervorstehende Ecken und Kanten glätten. Wer seine neue Kleiderstange farblich der Einrichtung anpassen möchte, greift zu einem Lack.

Für alle anderen geht es direkt weiter mit dem Bohren. Die Holzschrauben kommen auf die obere Seite der Kleiderstange und fungieren als Halter für Bügel. In die untere Seite werden Löcher vorgebohrt und anschließend Rundhaken hineingedreht. Zwei davon müssen auch auf der oberen Seite montiert werden. Daran wird das Holz an zwei Gliederketten aufgehängt und mithilfe weiterer Rundhaken in der Decke befestigt.

Kurzlebig, aber vielseitig: So wird die Wanddeko aus Ästen zum nächsten DIY-Projekt

Bei einem Ast, der dekorativ an der Wand hängt, brauchen DIY-Fans etwas mehr Geschick. Doch die Mühe lohnt sich allemal: Hölzer, an denen verschiedene Verzierungen wie Blüten, Pflanzen oder Zweige baumeln, sind ein Blickfang in jedem Raum. Und nicht nur das Auge erfreut sich an ihnen, auch der Nase schmeichelt die Deko: Der Duft, den sie versprüht, sorgt sowohl bei Interieurliebhaberinnen und ‑liebhabern als auch bei Naturfans für Frühlingsgefühle.

Blumen, Grünes und ein Ast: Schon ist diese DIY-Idee komplett. © Quelle: Jessica Orlowicz

Ein Nachteil aber bleibt: Entscheiden sich Bastlerinnen und Bastler für eine lebendige Pflanze, ist das dekorative Holz an der Wand theoretisch kein dauerhafter Begleiter. Praktisch sind verwelkte Blüten aber austauschbar. Mancher DIY-Fan macht sich die Vergänglichkeit des Wohnaccessoires sogar zunutze und hängt seine Lieblingsblumen zum Trocknen an einen Ast.

So geht’s:

Vor allem Äste, die länger als 30 Zentimeter sind, eignen sich für das Projekt. In Abständen von etwa fünf Zentimetern werden Löcher hineingebohrt. Dort finden später entweder Rundhaken oder gleich die auserwählten Stängel Platz. Die deutlich einfachere Alternative ist, Blumen und Pflanzen mit Garn um das Holz zu binden.

Das wird ohnehin benötigt: Mit einer dickeren Schnur an beiden Enden des Astes, die oben zusammenläuft, befestigen Bastlerinnen und Bastler die Dekoration an der Wand. Als letzter Schritt gelten individuelle Verzierungen.

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