Karneval im Kleiderschrank: Diese Faschingskostüme hat garantiert jeder zu Hause

  • Zu Rosenmontag erreicht die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt. Das muss gefeiert werden – und zwar mit dem richtigen Kostüm.
  • Wer sein Faschingskostüm in diesem Jahr selber machen will und nach Ideen sucht, ist hier richtig.
  • Für unsere DIY-Karnevalskostüme genügt schon ein Blick in den Kleiderschrank.
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Hannover. Fasching, Karneval oder Fastnacht: So unterschiedlich die regionalen Begrifflichkeiten und Ausprägungen auch daherkommen, so teilen sie dennoch eine gemeinsame Geschichte. Unter Kulturwissenschaftlern kursieren zwei Annahmen. Ein Teil von ihnen ist der Meinung, Karneval hätte seinen Ursprung in Frühlingsfesten der alten Germanen. Sie trugen Masken und Tierfelle, um die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Ein anderer Teil der Forscher spricht von einer christlichen Prägung. Sie erklären, der Begriff „Karneval“ basiere aller Wahrscheinlichkeit nach auf den mittellateinischen Worten „carne“ und „levare“, was so viel wie „Fleisch wegnehmen“ bedeutet. Zum Verlauf würde diese Übersetzung zumindest passen, denn die Fastnacht leitet die 40-tägige Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern ein.

Kostüme für Karneval: Diese Verkleidungen hat jede Frau zu Hause

In wenigen Wochen erreicht die fünfte Jahreszeit auch in diesem Jahr ihren Höhepunkt – und lässt nicht nur die Herzen der Jecken und Narren hierzulande höherschlagen. Vor der Kulisse bunter Umzugswagen ziehen Jung und Alt mit dem Ziel, in ausgelassener Stimmung zu feiern, durch die Straßen. Das A und O der feiernden Menschenmasse: das Kostüm.

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Vom Piraten über den Engel bis hin zur Prinzessin ist alles dabei, was das Herz begehrt. Den Handel freut es, der Markt boomt. Das liegt mitunter daran, dass Karnevalfans für die Verkleidungen oftmals tief ins Portemonnaie greifen müssen. Eine Investition, die nicht jedermann jährlich tätigen kann und will. Selbst zusammengestellte Outfits schaffen Abhilfe. Keine Sorge: Nähkünste sind hierfür nicht vonnöten. Meist reicht ein Blick in den Kleiderschrank, um die Basis zu schaffen. Das macht DIY-Kostüme sowohl günstiger als auch individueller.

Faschingskostüm selber machen: Mary Poppins

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Eine charismatische Strenge, gekoppelt mit einer unverkennbaren Warmherzigkeit und der magischen Fähigkeit, mit einem aufgespannten Regenschirm zu schweben: Seit 1964 lässt die Geschichte der wundersamen Nanny Mary Poppins nicht nur Kinderaugen leuchten. Auch die Schwestern, Brüder, Tanten und Onkel dieser Welt lassen keine Gelegenheit aus, dem Disney-Klassiker in Form von Abendlektüren, Musicals und Neuverfilmungen zu huldigen.

Der Regenschirm darf bei dieser Neuinterpretation von Mary Poppins nicht fehlen. © Quelle: Jessica Orlowicz
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Einen Anlass mehr bietet Karneval. Und für die modische Mixtur aus Superheldin und Sozialarbeiterin braucht es keineswegs Zauberkräfte. Die Auswahl ist groß. Klassischerweise bedienen sich Verkleidungskünstlerinnen zunächst eines Regenschirms und eines mit Blumen verzierten Huts. Hinzu kommen eine rote Fliege oder Schleife und entweder eine Handtasche oder ein kleiner Koffer im selben Farbton. Ansonsten besteht das Outfit aus Basics wie einer Strumpfhose, einem dunklen Rock, einer langärmligen weißen Bluse und schlichten schwarzen Schuhen.

Kleiner Tipp: Wer dem Kostüm ein gewisses Extra verleihen will, kann zusätzlich zu einem eleganten Mantel greifen.

DIY-Faschingskostüm: Die Crazy Cat Lady

Anstatt sich zu sozialisieren oder einem Hobby nachzugehen, verbringt sie das Bisschen an Freizeit, das ihr neben der Karriere bleibt, zu Hause – oder aber sie ist bereits in Rente und potenziell verwitwet. Einsam ist die verrückte Katzenfrau allerdings nicht. Schließlich muss sie sich um ihre zahlreichen Stubentiger kümmern. Ein Klischee, das in der Gesellschaft spätestens seit Eleanor Abernathy, einer Nachbarin der Simpsons, die gerne mit ihren Haustieren um sich schmeißt, kaum wegzudenken ist. An Karneval wird aus der Verrückten eine Modeikone.

Je mehr Katzen, desto authentischer wird Eleanor Abernathy – die Crazy Cat Lady aus der Comicserie „Die Simpsons“. © Quelle: Jessica Orlowicz

Hierfür braucht es zunächst einen langen Bademantel, der mittels Klettband mit Plüschtierkatzen ausgestattet wird. Dabei gilt: Je mehr, desto besser. Wer tatsächlich mit Samtpfoten zusammenlebt, kann das Outfit außerdem um eine Streuschaufel und Leckerlis erweitern. Hinzu kommen Kuschelsocken, Hausschuhe, eine Tasse und eine Zeitung. Dann kann der Look mit einer Cat-Eye-Brille und einer passenden Frisur, zum Beispiel einem zerzausten Pferdeschwanz oder Dutt, abgerundet werden. Alternativ schaffen Lockenwickler in den Haaren Abhilfe.

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It's Britney, *itch!: Schulmädchen-Faschingsoutfit selber machen

Gelangweilt wartet sie im Unterricht auf den erlösenden Gong, um ihre Mitschüler anschließend in den Gängen des Schulgebäudes mit ihrer Performance zu überwältigen: Spätestens im Jahr 1998, als Britney Spears’ Video zum Klassiker „Hit Me Baby One More Time“ erschien, ist das Schulmädchenoutfit salonfähig geworden. Und bis heute bietet der Look eine Mixtur aus Verspieltheit, Sexappeal und Popkulturnote – wodurch er der fünften Jahreszeit würdig ist.

Das i-Tüpfelchen: Die Krawatte. © Quelle: Jessica Orlowicz

Dem Revival der Mode aus den Neunzigerjahren sei Dank hält der Kleiderschrank alles bereit, was es für eine Verkleidung als Schulmädchen braucht. Als Erstes greifen Karnevalliebhaberinnen zu einem weißen Hemd oder einer weißen Bluse, kombiniert mit einem dunkelfarbenen, in Falten gelegten Rock mit A-Linie. Hinzu kommen schlichte, flache Schuhe, eine graue Strickjacke und Overknees. Je nachdem, ob die Ausstattung es hergibt, kann das Outfit dann um eine passende Krawatte erweitert werden. Zuletzt wird die Frisur angepasst. Hierfür eignen sich spezielle Haargummis, sogenannte Scrunchies.