Stiftung Warentest: Keine Daunendecke schneidet besser als „befriedigend" ab

  • Gemütlich, warm, atmungsaktiv: Daunendecken versprechen ein besonderes Schlaferlebnis.
  • Doch die Testergebnisse sind sehr durchwachsen und kein Produkt schneidet besser als „befriedigend“ ab.
  • Außerdem können nur drei von zehn Händlern die Herkunft der Daunen vollständig belegen.
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Unsere Bettdecken müssen täglich eine Menge aushalten: Wir produzieren in der Nacht jede Menge Schweiß, knautschen die Decke zusammen und stecken sie gelegentlich in die Waschmaschine. Weil sie im Winter richtig warm halten und besonders leicht sind, zählen Decken mit einem hohen Daunenanteil zu den beliebtesten Modellen. Doch in der Praxis können die meisten nicht überzeugen.

Das hat die Stiftung Warentest bei einem Vergleich von zehn Daunendecken herausgefunden („Test“-Ausgabe 11/20). Die Wintermodelle mit einem Daunenanteil von etwa 90 Prozent kosteten zwischen 100 und 450 Euro. Insgesamt kann keine der Decken wirklich überzeugen. Die Testnoten liegen allesamt zwischen „befriedigend“ und „mangelhaft“.

Probleme mit der Haltbarkeit

Am schlechtesten schneidet die Decke aus der „My-Home“-Kollektion des Händlers Otto ab. Sie ist nach drei Wäschen um ganze 20 Zentimeter eingelaufen. Probleme mit der Haltbarkeit haben auch viele der anderen Daunendecken. Denn nahezu alle Decken hielten nicht richtig dicht und mindestens jede Zweite büßte nach dem Waschen an Qualität ein – entweder verrutschte die Füllung oder die Decke lief ein.

Die Testwaschgänge haben der Füllung in den Kammern deutlich zugesetzt. Bei den Händlern Billerbeck, Ikea, dem Dänischen Bettenlager und Otto verrutschte die Füllung deutlich. Teilweise leerten sich einzelne Kammern fast vollständig. Im Haltbarkeitstest konnte die Tester am ehesten die Decke „Moments Winterbett warm“ von Centa-Star für 350 Euro überzeugen.

Nachweise für Tierwohl fehlen

Wesentlich schlechter schneiden die Produkte allerdings im Test zur Unternehmensverantwortung für das Tierwohl und den Umweltschutz in der Produktion ab. Kaum ein Anbieter konnte lückenlos belegen, woher die verwendeten Daunen kommen, so die Warentester. Das einzige „mangelhaft“ erhielt jedoch die „Daunen Kassettendecke warm“ von Badenia.

Im Test konnte keine der Daunendecken vollständig überzeugen. Sieben Decken schnitten im Test insgesamt mit „befriedigend“ ab, zwei erhielten die Note „ausreichend“ und eine nur „mangelhaft“. Wer auf das Daunengefühl jedoch nicht verzichten möchte, macht mit der Decke von Traumina für 450 Euro oder dem Modell von Allnatura für 290 Euro nichts verkehrt. Beide erhielten die Testnote „befriedigend“ und die Händler konnten die Herkunft der Daunen sehr gut nachweisen.

Als Alternative zu Daunendecken empfiehlt Stiftung Warentest Modelle mit synthetischer Füllung. Diese seien ähnlich warm wie die Daunendecken und schon ab 20 Euro zu haben.

RND/mf

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