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Das sind die Huttrends im Sommer 2021: „Große Krempen, natürliche Materialien“

  • Die Royal-Ascot-Rennwoche in Großbritannien, die am Dienstag begonnen hat, ist berühmt für die ausgefallenen Hutkreationen ihres Publikums.
  • Für den Alltag stehen weniger möglichst auffällige Designs als hochwertige Materialien und guter Sonnenschutz im Vordergrund.
  • Die Hutdesignerin Nicki Marquardt erklärt die Huttrends für Herren und Damen im Sommer 2021.
Kristina Auer
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München. Schrill, schriller, Royal Ascot – das alljährliche Event auf der Ascot-Pferderennbahn westlich von London ist berühmt für die ausgefallenen bis abgefahrenen Hutkreationen des Publikums. In diesem Jahr scheint es beim Schaulaufen der Hutmacherkunst jedoch etwas dezenter zuzugehen. Pastellfarben, florale Kreationen und zarte Federn schmücken die Köpfe vieler Gäste der Rennwoche, die am Dienstag begonnen hat.

Bunt und lebensbejahend, das sind auch für die Hutdesignerin Nicki Marquardt, die das Hutspektakel verfolgt, die wesentlichen Stichworte. Das spiegele sich auch in der Nachfrage ihrer Kunden und Kundinnen wider, berichtet Marquardt, die seit 25 Jahren ein Hutgeschäft in München betreibt.

Die Hutmode in diesem Sommer ist auch von der Erleichterung nach dem langen Corona-Lockdown geprägt, ist Marquardt überzeugt. „Es gibt auf jeden Fall ein großes Bedürfnis, dass man sich wieder zeigt.“ Der Hut im Sommer 2021 solle kein Understatement sein, sondern Farben- und Lebensfreude vermitteln.

Viele Hutkreationen beim diesjährigen Royal-Ascot-Rennen glänzen durch Lebensfreude und bunte Farben. © Quelle: Getty Images
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Der Strohhut bleibt im Sommer ein Klassiker

Schrill muss es deshalb aber nicht gleich werden. Denn auch ungefärbte Naturmaterialien, die etwa mit bunten oder gemusterten Kleidern kombiniert werden, sind laut Marquardt ein Hingucker. Der Strohhut bleibt der Klassiker unter den Sommerhüten, wobei es viele unterschiedliche Materialien gibt – etwa Weizen- und Reisstroh oder die Bananenfaser Abacá. Auch Hüte aus Papierstroh, dem sogenannten „toyo paper“, sind für den Sommer bestens geeignet. „Das sind ganz leichte Materialien, die man kaum spürt und außerdem knautschen kann“, erklärt die Hutdesignerin.

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Bei den Damen geht der Trend in diesem Sommer laut Marquardt definitiv zu großen Hüten. „Da sehen wir große Krempen, die gut Schatten spenden, es wird viel mit bunten Bändern gearbeitet, auch Schleifen sind ein Thema.“ Ebenso wie Gaucho-Hüte, die von folkloristischer Mode inspiriert sind. „Insgesamt kommt eine Verspieltheit in die Mode, die man auch sehr gut mit einem sportlichen Look kombinieren kann“, empfiehlt Marquardt. „So können Sie gleichzeitig Ihre lässige und Ihre sportliche Seite unterstreichen.“

Auch Nachhaltigkeit spielt bei den Huttrends eine Rolle

„Bei den Herren sehen wir eine Rückkehr der klassischen Herrenhutform und auch wieder etwas mehr Krempe“, sagt Marquardt. Besonders angesagt sei der Fedora-Hut mit einer Krempe von sechs bis sieben Zentimetern. Der kleine Trilby-Hut, der die letzten Jahre stark geprägt hat, sei jetzt passé. „Außerdem stellen wir fest, dass auch der Matelot oder die Kreissäge – also Hüte mit einem ganz geraden Kopf und Rand – allmählich wiederkommen.“

Auch Nachhaltigkeit spielt in der Hutmode 2021 eine Rolle. Beim Royal-Ascot-Pferderennen wurde sogar im Dresscode auf ethisch verantwortungsvolle und umweltschonende Labels verwiesen. Hutexpertin Marquardt findet, dass die Kundschaft verstärkt Wert auf hohe Qualität legt. „Ein maßgefertigter Hut hält ein Leben lang.“ Bei ungefärbten Naturmaterialien kommen zudem keinerlei Chemikalien zum Einsatz.

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