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Comeback der Plateausohle

Diese Schuhe sind nichts für Menschen mit Höhenangst

Für ein langes, schlankes Bein: Plateausohlen sind die etwas bequemere Alternative zu High Heels und in diesem Jahr wieder schwer angesagt. Hier trägt sie Schauspielerin Florence Pugh.

Es geht modisch betrachtet nicht gerade leichtfüßig in die nächste Saison: Ob Pumps, Sandaletten, Mary Janes, Sneaker oder Stiefel – die Damenschuh­mode 2022 ist nichts für Menschen mit Höhenangst oder einer Aversion gegen die Neunziger­jahre­mode. Die Plateausohle ist zurück.

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Neben den turmartigen Modellen sehen leider auch die schönsten Ballerinas unscheinbar aus. Immerhin: Die neuen breiten Monsterabsätze sind eine Alternative zu den vergleichsweise unbequemen High Heels, wenn es um optische Beinverlängerung geht. Gerade im Frühjahr und Sommer, wenn wir uns luftiger und lockerer kleiden, kann so ein Klotz am Fuß allerdings ganz schön schwer zu (er)tragen sein.

„Emily in Paris“ als Vorbild

Wer hat das den Frauen nur wieder eingebrockt? Die Spice Girls und Destiny’s Child müssen schon für das Revival von Hüftjeans und bauchfreien Tops, die sie vor dreißig Jahren als Girlbands populär machten, Schelte der Bodypositivity-Bewegung einstecken. Zwar trugen Beyoncé Knowles und Victoria Beckham und ihre Kolleginnen bei ihren Auftritten damals auch Plateausohlen, doch zum jüngsten Comeback dieser Schuhmode hat nicht zuletzt offenbar eine einflussreiche Fernsehserie beigetragen: die Netflix-Produktion „Emily in Paris“.

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Was die Hauptcharaktere um die von Lily Collins gespielte Titelfigur tragen, wird seit der ersten Folge der bislang zwei Staffeln lebhaft im Netz diskutiert – und in der realen Welt auch gern kopiert. Für die TV-Fashionshow verantwortlich ist unter anderem Patricia Field, die schon für die Erfolgsserie „Sex and the City“ als Kostümdesignerin an Bord war.

Brautkollektion mit Plateausneakern von Buffalo

Zu den gefragtesten Schuhmodellen, die in „Emily in Paris“ zu bewundern sind, zählen schwarze Mary Janes mit den charakteristischen Riemchen und in diesem Fall statt mit einfachem Blockabsatz mit solider Plateausohle der italienischen Marke Nodaleto. Andere Labels wie etwa Ganni aus Dänemark oder Chloé aus Frankreich sprangen auf den Zug auf und lancieren für dieses Jahr ähnliche Modelle in allen möglichen Farben. Auch die einstige deutsche Kultmarke Buffalo, die in den Neunzigerjahren für ihre Turnschuhe mit besonders fetten Sohlen gehypt wurde, hat sich neu aufgestellt und unter anderem auch eine Brautkollektion mit Plateausneakern im Sortiment.

Aufsehenerregende Sneaker bieten außerdem Isabel Marant mit ihrem Keilabsatz­turnschuh Balskee oder auch Stella McCartney, die laut ihrem Onlineshop „nachhaltiges Holz“ für ihr Plateaumodell Elyse verwendet. Das begründet zumindest ein neues Niveau in Sachen Plateau.

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Plateaurevival wird von Influencerinnen befeuert

Historisch betrachtet war die Plateausohle schon in den Neunzigerjahren keine Neuheit: Während des Zweiten Weltkriegs waren Plateaupumps und massige Korksandalen ein Hit in den USA. Kork als Streckmaterial für die Sohle kannte man bereits im 16. Jahrhundert.

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Befeuert wird das aktuelle Plateaurevival auch von Influencerinnen und Filmstars wie Lucy Williams oder Florence Pugh („Little Women“), die bevorzugt dicke Absätze tragen. Pugh postete jüngst ein Foto, das sie in Stiefeln aus Kalbshaar mit Acht-Zoll-Absatz und Vier-Zoll-Plateau, kreiert von Designer Harris Reed, zeigt. Reed ließ sich bei dem Modell eigenen Angaben zufolge von der Glam­rock­ära der Siebzigerjahre mit David Bowie und Marc Bolan beeinflussen. Da sind derartige Schuhe eigentlich auch gut aufgehoben.

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