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Inklusive Rezept

Chicken Tikka Masala: Dieses britische Nationalgericht wurde aus der Not heraus geboren

Chicken Tikka Masala: Das britische Nationalgericht wird am besten mit Reis serviert.

Chicken Tikka Masala: Das britische Nationalgericht wird am besten mit Reis serviert.

Es ist eigentlich kein Wunder, dass Chicken Tikka Masala über Jahrzehnte als eines der beliebtesten britischen Nationalgerichte galt. Mutmaßlich jedes indische Restaurant im Vereinigten Königreich serviert es bis heute. Auch viele Pubs bieten diesen Klassiker an, und selbstverständlich gibt es in Supermärkten auch die Tiefkühlvariante. Gegrillte marinierte Hähnchenstücke in einer würzigen Tomaten-Sahne-Soße: Ein zeitloses Gericht, das vor vielen Jahren in einer britischen Umfrage schon mal zum beliebtesten Essen schlechthin gekürt wurde – vor Fish and Chips!

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Chicken Tikka Masala ist der wohl beste Beweis dafür, dass die Insel so multikulturell ist wie kaum ein anderes Land in Europa. Dabei stammt dieses Gericht streng genommen gar nicht aus Indien, selbst wenn es auch dort längst Einzug gehalten hat. Erfunden aber wurde es tatsächlich in Großbritannien.

Aus der Not heraus: Nationalgericht ist ein Improvisationsprodukt

Es gibt, wie so oft, unterschiedliche Legenden zur Entstehungsgeschichte, im Kern ähneln sie sich jedoch: Ein indischer Koch in England oder Schottland soll einem englischen Gast indisch zubereitetes Hähnchen serviert haben – scharf gewürzt und ohne Soße. Der Gast habe sich daraufhin beschwert, dass ihm das Ganze zu trocken sei, und deswegen nach einer Soße verlangt. Der Koch soll sich daraufhin eine Dose Tomatensoße aus dem Supermarkt geschnappt und den Inhalt mit Joghurt, Sahne und ein paar Gewürzen verfeinert haben. Fertig war das Nationalgericht.

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Selbstverständlich beanspruchten im Laufe der Jahre gleich mehrere Menschen, ebenjener Koch gewesen zu sein. Doch am Rest der Story ließ sich kaum noch rütteln. Wer auch immer es am Ende war, der mal eben aus Versehen ein Nationalgericht kreierte – so schnell wie bei der ersten Zubereitung geht das Ganze inzwischen nicht mehr. Denn die Rezepte sind über die Jahre immer ausgefeilter geworden. Und feiner.

Tipps für die Zubereitung des Hähnchens

Dieses Rezept reicht für vier Portionen: 500 bis 600 Gramm Hähnchenbrustfilet in Stücke schneiden und am besten über Nacht im Kühlschrank in einer Marinade ziehen lassen. Für diese zwei Teelöffel Paprikapulver, zwei Teelöffel Kreuzkümmel, zwei Teelöffel Garam Masala (eine indische Gewürzmischung, gibt es in den meisten Asialäden), zwei Teelöffel Salz, einen Teelöffel klein gehackten Koriander, 40 Gramm klein gehackten Ingwer, zwei klein gehackte Knoblauchzehen und 250 Gramm Joghurt vermischen.

Die gut durchgezogenen Hähnchenstücke (idealerweise aufgespießt wie ein Schaschlik) rund zwölf bis 15 Minuten bei 250 Grad im Ofen grillen, bis sie gar, aber nicht trocken sind.

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... und der Soße

Für die Soße drei bis vier Esslöffel Pflanzenöl erhitzen, anschließend eine große Zwiebel, zwei Teelöffel Ingwer und zwei Knoblauchzehen, alles klein gehackt, glasig dünsten. Dann je zwei Teelöffel Kreuzkümmel, Koriander, Paprikapulver, Chilipulver, Garam Masala und Kurkuma hinzugeben und alles gut verrühren. Mit 700 Gramm passierten Tomaten und 300 Millilitern Wasser auffüllen und rund fünf Minuten kochen lassen. Anschließend 250 Milliliter Sahne einrühren und schließlich die zuvor gegrillten Hähnchenstücke (ohne Holzspieß!) hinzufügen. Zusammen noch mal kurz aufkochen. Mit Basmatireis servieren – und idealerweise auch mit indischem Naanbrot.

Das Hähnchen lässt sich auch ersetzen durch ebenfalls zuvor in derselben Soße marinierten Tofu, gebratene Kartoffelhälften oder Ersatzhähnchenstücke aus Soja. Auch Stücke eines festen weißen Fischfilets passen als Alternative – bei ihnen genügt es, wenn sie nur eine Stunde im Kühlschrank mariniert werden.

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