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  • Bouldern: Sportklettern erstmalig bei Olympia - auch als Breitensport beliebt

Trendsport Bouldern – Klettern ohne Seil und Angst

  • Sportklettern feiert bei den Olympischen Spielen in Tokio seine Premiere. Doch Klettern ist auch als Breitensport beliebt.
  • In Europa praktizieren es mehr als zwei Millionen Menschen, in Deutschland etwa 750.000. Vor allem das Bouldern boomt – das Klettern in Absprunghöhe.
  • Experte Thomas Bucher vom Alpenverein verrät, worauf es dabei ankommt und warum Frauen schneller Fortschritte machen.
Katrin Schreiter
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München. Die Olympischen Spiele in Tokio bringen vier neue Sportarten auf die größte Bühne der Welt: Karate, Skateboard, Surfen und Sportklettern.

Sportklettern? „Das kann auch dem Laien viel Spaß machen“, sagt Thomas Bucher, Pressesprecher beim Deutschen Alpenverein (DAV). Der DAV stellt zum einen Trainer, Kurse, und bietet zum anderen Trainingsmöglichkeiten in den Hallen. Ob In- oder Outdoor: „Das Klettern hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Breitensport entwickelt. Mittlerweile klettern in Europa mehr als zwei Millionen Menschen, in Deutschland etwa 750.000.“

Wer umgangssprachlich vom „Klettern“ spricht, meint in der Regel das Sportklettern – also das Klettern mit Seil: in der Halle an künstlichen Kletterwänden, in der Natur am Felsen oder in Steinbrüchen. „Um die Sicherheitstechnik zu erlernen, sollte man einen Kurs absolvieren“, rät DAV-Sprecher Bucher, der selbst jahrelang als Trainer gearbeitet hat. „Das ist aber keine Raketentechnik – das kann jeder lernen!“

Bouldern – Klettern in Absprunghöhe

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„Für Einsteiger eignet sich vor allem auch das Bouldern – das Klettern in Absprunghöhe“, weiß der Experte. „Dafür muss man kein Vorwissen mitbringen. Geeignet ist es übrigens auch für Leute, die ein wenig Höhenangst oder ein paar Kilo zu viel auf den Hüften haben.“ Denn: „Es geht nicht nur um Kraft, sondern auch viel um Technik und Strategie.“

Körperspannung, die jeden Muskel fordert: „Sowohl das Klettern mit Seil als auch das Bouldern trainiert den gesamten Körper“, erklärt DAV-Sprecher Bucher. „Und es fordert das Denken – schließlich gilt es an der Wand immer wieder die eine neue Rätselfrage zu lösen: Wie gelange ich zu meinem anvisierten Ziel?“ Frauen würden zu Beginn oftmals schneller Fortschritte machen als Männer, weiß Bucher. „Weil sie sich nicht nur auf ihre Kraft verlassen.“

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Spezielle Schuhe, Magnesiabeutel

Ohne Ausrüstung kein Erfolg: „Egal, wo geklettert wird: Man braucht dafür spezielle Schuhe und in der Regel einen Magnesiabeutel. Fürs Seilklettern in der Halle benötigt man außerdem noch einen Gurt, ein Seil und ein Sicherungsgerät“, sagt der Kletterexperte. Und er rät vor allem den Boulderneulingen: „Keine Angst haben! Einfach ausprobieren. Der Spaß stellt sich schnell ein.“

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