Bei Hitze joggen – das kann nicht gesund sein, oder doch? Tipps vom Sportexperten

  • Ausreden gibt es viele: Mal ist es zu kalt, mal zu nass – oder eben zu heiß. Eignet sich Joggen wirklich bei jedem Wetter?
  • Sportwissenschaftler Prof. Ingo Froböse meint: „Wer gut trainiert ist, kann problemlos auf die Strecke gehen!“
  • Es gibt allerdings ein paar Dinge, die man bei hohen Temperaturen beachten muss: Der Experte hat fünf Tipps, damit es gut läuft.
Katrin Schreiter
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Köln. Der Sommer lockt nach draußen – auch die Sportler und Sportlerinnen, die gern draußen joggen. Doch plötzlich klettern die Temperaturen in die Höhe. Ist Hitze ein triftiger Grund, lieber nicht zu laufen? „Nein“, sagt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. „Wer gut trainiert ist, kann problemlos auf die Strecke gehen!“ Trotzdem sollte man bei Hitze einiges bedenken.

Fünf Tipps für joggen an heißen Tagen

  1. Trinken: „Der persönliche Wassertank muss gefüllt sein. Am besten, man trinkt noch kurz vor dem Loslaufen ein Glas.“
  2. Kleidung: „Wichtig ist eine Kopfbedeckung – wenn es richtig heiß ist, kann man sie vorher auch nass machen. Außerdem sollten die Schultern bedeckt sein.“
  3. Zeit: „Nicht in der Mittagshitze joggen. Das Training sollte man für die Morgen- oder die späten Abendstunden planen.“
  4. Laufpensum: „Alles ein wenig ruhiger angehen. Die Hitze ist kein guter Motor für Bestzeiten.“ Denn der Körper brauche durch die hohen Temperaturen bereits zusätzliche Energie.
  5. Laufstrecke: „Wenn möglich, joggt man am besten in Wassernähe – oder zumindest im Schatten. Keinesfalls aber auf Asphalt, denn der gibt in der Regel zusätzliche Hitze ab.“
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Alternative walken, spazieren gehen

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Und wer soll das Joggen lieber bleiben lassen? „Wer Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte möglichst generell keinen Sport in großer Hitze machen“, rät Froböse. Er empfiehlt, lieber zu walken oder spazieren zu gehen. „Auch Untrainierte sollten nicht joggen, wenn es draußen total heiß ist, sondern sich lieber aufs Fahrrad setzen – da gibt es immer auch noch ein wenig Fahrtwind.“

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