Adventskranz basteln: drei originelle Dekotipps für die Weihnachtszeit

  • Vier große Kerzen und Tannengrün: So sieht der klassische Adventskranz aus.
  • Bis heute ist er beliebt und verschönert in der Weihnachtszeit das Zuhause.
  • DIY-Fans aufgepasst: Es gibt mittlerweile aber auch zahlreiche moderne Varianten.
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Nur noch kurze Zeit bis zum ersten Advent: Wer keine Lust auf einen klassischen runden Kranz aus Tannenzweigen hat, kann die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest zur Abwechslung einmal auf andere Art verschönern. Dabei ist die Urform des klassischen Adventskranzes jedem und jeder bekannt.

Sie entstand im Jahre 1839 und geht auf den Theologen und Sozialpädagogen Johann Hinrich Wichern zurück: Um den Kindern in einem sogenannten Rettungsdorf in Hamburg die Wartezeit bis Weihnachten zu verkürzen, nahm er ein Wagenrad und bestückte es mit zwanzig kleinen roten und vier großen weißen Kerzen. Die kleinen Kerzen standen jeweils für einen Werktag, die großen für die vier Adventssonntage. Ab 1860 schmückte man den Lichterkranz zudem mit Tannenzweigen.

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Die vier großen Kerzen und das Tannengrün sind bis heute geblieben und verschönern jedes Jahr bei vielen Menschen das Zuhause. Darüber hinaus gibt es mittlerweile aber auch zahlreiche moderne Varianten in allen Farben und Formen. Doch Achtung: Egal, für welchen Adventskranz man sich letztlich entscheidet – um zu verhindern, dass in der Vorweihnachtszeit zu Hause etwas in Brand gerät, sollte der Adventskranz in keinem Fall unbeaufsichtigt brennen.

An den Klassiker angelehnt sind etwa runde Halter aus Holz, Metall oder Beton für vier Kerzen. Andere Modelle setzen auf eine längliche Form, bei der die Kerzen nicht im Kreis angeordnet, sondern nebeneinander aufgereiht sind. Und neben Stumpenkerzen sind nun auch Stabkerzen oder Teelichter gern gesehene Lichtquellen. Kennen Sie schon diese drei Interpretationen?

Adventskranz mal anders: gegossen statt gesteckt

Diese moderne Interpretation kommt ohne Kranz oder Schale aus – die Hauptrolle spielen dabei vier kleine Betonsäulen mit integriertem Teelicht.

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Gegossen statt gesteckt: Diesen Adventskranz kann man jedes Jahr wiederverwenden. © Quelle: Helene Kilb

Als Gießformen dienen vier leere Getränkekartons, zum Beispiel von Milch oder Saft. Diese etwa auf halber Höhe abschneiden, den unteren Teil auswaschen und gut trocknen lassen. Dann die Zahlen von eins bis vier auf ein Papier aufzeichnen oder am Computer erstellen und ausdrucken. Grob ausschneiden und auf Moosgummi kleben. Die Zahlen aus dem Moosgummi ausschneiden und in jede Getränkekartonhälfte eine mit der Moosgummiseite nach innen hineinkleben.

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Dann Bastelbeton nach Packungsanleitung anrühren und in die Kartons einfüllen, sodass die Zahlen nicht mehr zu sehen sind. Aus vier großen Teelichtern das Wachs herausnehmen und je eine Aluhüllen oben auf den noch flüssigen Beton stellen. Etwas hineindrücken und gegebenenfalls beschweren. Den Beton komplett durchtrocknen lassen, erst dann vorsichtig die Getränkekartons entfernen. Unebenheiten mit einem scharfen Cuttermesser oder Schleifpapier glätten. Die Kerzen wieder einsetzen.

Aufwändige Adventskranzvariation: selbst modellieren

Nach und nach gehen im Dorf die Lichter an. Zwar handelt es sich um eine recht aufwendige Variation eines Adventskranzes, doch der Anblick am Ende ist alle Mühe wert.

Der Aufwand lohnt sich: Bei diesem Adventsgesteck leuchtet am Ende ein ganzes Dorf. © Quelle: Helene Kilb

Für jedes Haus zwei Schablonen herstellen: Die erste Schablone ist für die Vorder- und Rückseite des Hauses gedacht und besteht aus einem Rechteck mit aufgesetztem Dreieck, das oben spitz zuläuft. Die zweite besteht aus einer Seitenfläche plus Dachfläche. Lufttrocknende Modelliermasse einen halben Zentimeter dick ausrollen. Die Schablonen auflegen und die Masse entsprechend zurechtschneiden. Da das Haus aus vier Teilen besteht, braucht es für jede der beiden Schablonen je zwei Modelliermassenabbilder.

Aus den Teilen Fenster und Türen herausschneiden, mit Plätzchenausstechern Motive und gegebenenfalls die Zahlen von eins bis vier hineinstechen. Alle Teile antrocknen lassen, sodass sie sich nicht mehr so stark verformen. Bei den größeren Teilen das Dach leicht umbiegen. Aus kleinen Modelliermassestücken und Wasser eine Art Schlick anrühren und damit das Haus zusammensetzen. Durchtrocknen lassen, auf Wunsch anmalen und alles dekorieren.

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Weihnachten vorab: Adventskranz mit Geschenken

Wer nicht abwarten kann, bis die Gaben unter dem Weihnachtsbaum liegen, kann sich mit diesem Adventskranz schon einmal auf die Bescherung einstimmen. Darüber hinaus lassen sich mit dieser Variante Verpackungsmaterialien und Geschenkpapierreste prima verwerten.

Die ganze Adventszeit Bescherung: Das geht mit diesem Kranz. © Quelle: Helene Kilb

Die vier Päckchen bestehen aus Styroporplatten, wie sie manchmal in Versandkartons zur Polsterung benutzt werden. Andernfalls findet man Styroporplatten im Bastelbedarf. Für jedes Päckchen zwei bis drei rechteckige Stücke mit dem gewünschten Maß aus einer Platte schneiden. Die Stücke übereinanderlegen und mit Paketklebeband zu einem kompakten Quader zusammenkleben. Das so entstandene „Präsent“ mit Geschenkpapier verpacken und eine Kordel darum binden.

Vier gleiche Kerzen mit den Zahlen von eins bis vier beschriften – das funktioniert am besten mit einem speziellen Wachsliner. Einen kleinen Zahnstocher vorsichtig in die Kerzenunterseite stecken. Falls das schwer geht, am besten mit einem langen Nagel vorstechen. Die so präparierten Kerzen mittig durch die kleinen Päckchen stechen. Zuletzt alle Päckchen zusammen mit einigen grünen Zweigen in einer länglichen Dekoplatte arrangieren.

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