13 oder doch eher drei? So viele Sexpartner vor einer festen Beziehung sind laut Umfragen ideal

  • Wie viele Sexpartner sind eigentlich akzeptabel? Es gibt auf jeden Fall ein zu wenig – und zu viel.
  • Laut britischer Umfrage ist die Antwort: 13 Partner sind ideal.
  • Das klingt nach einer Menge, dürften jetzt viele denken, und tatsächlich, eine weitere Studie widerspricht den Zahlen deutlich.
Alice Mecke
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Hannover. Die Frage ist ziemlich heikel, und in den meisten Beziehungen wird sie galant umschifft: Wie viele Sexualpartner hatte er oder sie eigentlich vor mir? Sich sexuell auszutoben scheint vielen Menschen wichtig zu sein, interessanterweise sind sich Männer und Frauen sogar einig: 13 Sexualpartner vor einer festen Beziehung werden als ideal angesehen. Zu diesem erstaunlich hohen Ergebnis kommt zumindest eine britische Umfrage.

Allerdings hat die Frage nach der Anzahl der vorpartnerschaftlichen Sexpartner das UK-Dating-Portal Illicit Encounters gestellt. Eine Plattform, die verheirateten Menschen beim Fremdgehen hilft – die Ergebnisse sollten also mit Bedacht interpretiert werden.

Dennoch: Bei etwa 1000 Männern und 1000 Frauen wurde nachgefragt, und 52 Prozent der Frauen UND Männer empfinden 13 verschiedene Sexpartner vor der Beziehung als angemessen – und sogar förderlich. In einer Pressemitteilung des Datingportals wurden Mitglieder zu den Ergebnissen befragt, für Grace (40) etwa scheinen eher zu wenig Partner ein Problem zu sein: „Ich würde mich unwohl fühlen, wenn ich mit einem Mann schlafe, der weniger Partner als ich hatte. Ich würde mir Sorgen machen, dass sie nicht wissen, was sie tun.”

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Doch es gibt natürlich auch Grenzen der sexuellen Umtriebigkeit: Ganze 73 Prozent empfinden mehr als 18 Sexpartner als zu viel. Ab dieser Anzahl scheinen die meisten misstrauisch zu werden, ob es der oder die Auserwählte wirklich ernst meint – oder ob er oder sie nur das eine will und dann wieder weg ist.

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Weniger ist mehr: Diese Studie spricht eine andere Sprache

Der zugegeben hohen Anzahl von 13 Sexpartnern widerspricht eine weitere Studie aus Großbritannien aus dem letzten Jahr. Männer und Frauen wünschen sich der Umfrageergebnisse zufolge, dass ihre Partner vor ihnen mit zwei oder drei anderen Partnern geschlafen haben, so britische Forscher in einer Studie im Fachmagazin „Journal of Sex Research“.

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Die Bereitschaft der Probanden, eine Beziehung mit einem Menschen einzugehen, ist zudem am höchsten, wenn dieser vorher zwei Sexualpartner hatte. Bei drei Ex-Partnern sei sie etwas geringer, und bei mehr als vier Sexpartnern sinkt die Attraktivität sogar. Mit Personen, die mit mehr als 15 Personen Sex hatten, will kaum jemand eine Partnerschaft eingehen. Die Studienautoren fanden aber auch Unterschiede heraus: Menschen, die Sex und Liebe trennen, wünschen sich Beziehungspartner, die viel Erfahrung im Bett haben. Wer Sex und Liebe nicht trennt, wünscht sich demnach einen Partner mit wenig Erfahrung in Sachen Sex.

Doch die Befragten konnten dem Wunsch nach möglichst wenig Sexpartnern selbst nicht erfüllen. Die befragten Frauen hatten im Durchschnitt 6,8 Sexpartner, die Männer brachten es auf 8,4 Ex-Sexpartner.

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67 Prozent der Frauen flunkern bei der Anzahl

Zurück zur Studie des Fremdgehportals: Hier zeigte sich ein deutlicher Unterschied, ob ein Mann oder eine Frau viele Sexpartner hatte. Denn sehr viel mehr der befragten Frauen flunkern, wenn es um die tatsächliche Anzahl geht. 67 Prozent, also zwei Drittel der Frauen, schrauben die tatsächliche Zahl eher herunter, wohingegen nur 13 Prozent der Männer bei der Frage lügen. Für die Autoren der Studie zeigt sich, dass Frauen im Zweifel lieber etwas konservativer erscheinen wollen, weil das nach wie vor häufig besser ankommen würde, während Männer sich mit ihren intimen Heldentaten eher brüsten und ein anerkennendes Schulterklopfen dafür erwarten würden.

Männer finden zu viele Sexualpartner bei Frauen unattraktiv

Warum die Frauen lieber konservativ erscheinen wollen, zeigt die Umfrage ebenfalls. 59 Prozent der befragten Männer halten Frauen mit einer hohen Anzahl von Sexualpartnern für weniger begehrenswert, bei Frauen sind es 43 Prozent, was die Männer betrifft. Das deute ebenfalls darauf hin, dass es immer noch eine unterschiedliche Wahrnehmung von Promiskuität zwischen den Geschlechtern gibt, interpretieren die Studienautoren.

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Doch ganz so konsequent scheinen die befragten Männer dann doch nicht zu sein, wohingegen die Frauen an ihrer Exklusivität arbeiten wollen: 77 Prozent der Männer gaben an, beim ersten Date schon Sex haben zu wollen, wenn die Chemie stimme, verglichen mit 39 Prozent der Frauen, was ungefähr die Hälfte ausmacht.

Über die Verflossenen wollen die wenigsten Bescheid wissen

Während manche neugierig auf die vergangenen sexuellen Abenteuer der Partner sind, ist es für viele ein rotes Tuch. In der Umfrage gaben nur 31 Prozent der befragten Männer und Frauen an, über die Vorgeschichten Bescheid wissen zu wollen. Wirklich alles teilen zu wollen hat also in vielen Partnerschaften noch seine Grenzen.

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