Umfrage: Singles fühlen sich in Gesellschaft von Paaren unwohl

  • Parship-Umfrage: Jeder zweite Single fühlt sich bei Feiern und Festen mit vielen Pärchen wie das fünfte Rad am Wagen.
  • Auch in Sachen Urlaub, Hausarbeit und Pärchenabende fühlen sich viele Singles benachteiligt.
  • Dass Paare beim Einkauf oder Restaurantbesuch geringere Kosten haben, stört hingegen die wenigsten Befragten.
Ben Kendal
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Wer ist schon gern das fünfte Rad am Wagen? Dieses Gefühl, fehl am Platz zu sein, ist für viele Menschen schwer auszuhalten. Für knapp jeden zweiten Single ist das ein bekanntes Problem: In einer Umfrage von Parship gaben 44 Prozent der befragten 4200 Singles an, dass sie sich bei Feiern und Festen mit vielen Pärchen unwohl fühlen. „In manchen Situationen hat man als Single das Gefühl, dass Paare gegenüber einem selbst bestimmte Vorteile genießen oder es hin und wieder leichter haben“, sagt Paarberater Markus Ernst. Das Gefühl der Benachteiligung erleben Menschen ohne Partner aber auch in anderen Situationen.

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Singles fühlen sich bei Urlaubsplanung benachteiligt

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Urlaub, Hausarbeit, Pärchenabende im Freundeskreis – für viele Singles sind das unliebsame Themen. In der Umfrage empfinden es 30 Prozent der Befragten als unfair, mehr für ein Einzelzimmer zahlen zu müssen als Pärchen. Für Frauen (36 Prozent) trübt diese finanzielle Mehrbelastung die Urlaubsplanung noch mehr als für Männer (24 Prozent). Auch bei der Hausarbeit sehen sich 17 Prozent gegenüber Paaren im Nachteil: Sie beklagen sich darüber, dass sich Paare und Familien Haushaltsaufgaben teilen können, Singles aber alles allein erledigen müssen. Und dann kommt noch das Dilemma im Freundeskreis hinzu: Fast ein Viertel der Singles gaben in der Umfrage an, dass sie zu Pärchenabenden gar nicht erst eingeladen werden. Und wenn sie doch mit von der Partie seien, dann fühlt sich jeder Fünfte außen vor. Denn oftmals würden zu diesen Anlässen Themen besprochen, die nicht zum Alltag eines Singles gehören.

Finanzielle Nachteile für die meisten Singles kein Problem

Doch nicht in jeder Hinsicht fühlen sich Singles benachteiligt. So löst der Bereich Einkauf nur wenig Protest aus: Dass Familienpackungen meist günstiger als Singlegrößen sind, empfinden nur 7 Prozent der Befragten als ungerecht. Nur 5 Prozent gaben zudem an, dass sie es im Restaurant unfair finden, dass sich Paare Gerichte teilen und somit auch mehr Leckereien probieren können. Ein weiterer Lichtblick: Immerhin jeder Fünfte ist laut der Umfrage voll und ganz mit seinem Singleleben zufrieden und sieht sich gegenüber Paaren und Familien nicht im Nachteil.

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Paarberater Ernst: Nicht auf Beziehungsstatus reduzieren – Gefühle offen ansprechen

Aber wie sollen Singles mit der Situation umgehen? Hierbei sei es wichtig, sich nicht tatenlos in diesen Empfindungen zu verlieren, meint Paarberater Ernst: „Reduzieren Sie sich nicht auf Ihren Beziehungsstatus, sondern verändern Sie die entsprechenden Situationen so, dass es Ihnen damit besser geht und Sie sich selbst wohlfühlen können.“ Denn das Gefühl von Benachteiligung in einem bestimmten Zusammenhang würden die meisten Menschen kennen – auch wenn sie in einer Beziehung leben. „Sprechen Sie im Zweifel offen Ihre Gefühle gegenüber Freunden und Familie an – nur so können diese dann auch besser auf Ihre Bedürfnisse eingehen“, so Ernst.