„Bist du sicher?“: Tinder fragt jetzt bei unangebrachten Nachrichten nach

Die Dating-App Tinder erfreut sich in Zeiten der Pandemie großer Beliebtheit: Im Februar 2021 wurden pro Tag 19 % mehr Nachrichten gesendet als im Februar 2020.

Die Dating-App Tinder erfreut sich in Zeiten der Pandemie großer Beliebtheit: Im Februar 2021 wurden pro Tag 19 % mehr Nachrichten gesendet als im Februar 2020.

Ob ein anzüglicher Spruch, eine unangemessene Bemerkung oder ein freizügiges Bild, nach dem eigentlich keiner gefragt hat: Um das virtuelle Gegenüber von sich zu überzeugen, setzt mancher Single bei der Nutzung von Dating-Plattformen auf Kreativität. Feingefühl ist dabei selten angesagt – was bei Empfängerin oder Empfänger nicht selten zu Empörung führt. Dieser Problematik nimmt sich nun die Dating-App Tinder an: Ziel eines neuen Features namens „Are you sure?“, also „Bist du sicher?“, ist, Belästigungen in der App zu unterbinden. In Deutschland hat das Rollout für die neue Funktion bereits begonnen.

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„Are you sure?“ – das steckt hinter der neuen Tinder-Funktion

Laut Tinder Deutschland handelt es sich um eine künstliche Intelligenz (KI), die den Inhalt von Nachrichten überprüft. Erscheinen die Nachrichten der KI unangemessen, fordert sie Absender oder Absenderin dazu auf, den Inhalt zu überdenken. Das Ziel: Verfasserin oder Verfasser Zeit geben, zu reflektieren. Doch woher weiß die „Are you sure?“-Funktion, wo sich ein Einschreiten lohnt? Im Vorfeld wurden einige Nutzerinnen und Nutzer der App gebeten, Nachrichten, die sie als „unangebracht“, „beleidigend“ oder „verstörend“ empfanden, zu melden. Die KI basiert auf den in der Vergangenheit gemeldeten Reports und wird laut Tinder „im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt und verbessert“.

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Die Funktion erweitert das Angebot der sogenannten „Trust & Safety“-Tools der Anwendung. Denn in den USA hat sich das Pendant, ein Feature namens „Does this bother you?“, bereits 2020 seinen Weg in die App gebahnt. Es erlaubt Userinnen und Usern, unangebrachte Inhalte sofort nach Erhalt einer Nachricht zu melden: Auch in diesem Fall erkennt die KI eine unangemessene Wortwahl. Nach Deutschland hat es „Does this bother you?“ bislang jedoch nicht geschafft. Zu den „Trust & Safety“-Tools gehören auch Funktionen wie die Foto-Verifizierung, der Video-Chat oder das Melden von Profilen.

Tinder: Sicherheitsfunktionen zeigen erste Effekte

Laut Tinder zeigen erste Ergebnisse, dass die Sicherheitsfunktionen zu einem rücksichtsvolleren Miteinander beitragen: Demnach wurden Mitglieder, die eine „Are you sure?“-Aufforderung bekommen haben, im darauffolgenden Monat seltener wegen unangebrachter Nachrichten gemeldet. Diejenigen, die mit der „Does this bother you“-Funktion nach ihrem Befinden gefragt wurden, nehmen die Möglichkeit, jemanden zu melden, der Auswertung nach eher wahr: Reports über unangemessene Nachrichten nahmen um 46 Prozent zu.

Bereits Anfang des Monats erklärte Udi Milo, Vice President Product bei Tinder beim Launch der Vibes-Funktion, 2021 stünden noch einige Neuerungen in der Anwendung an, „damit auf der Plattform alle mehr von ihrem individuellen Charakter zeigen können“. Welche Features das sind und ob es sich dabei um dauerhafte Änderungen oder In-App-Events handelt, ist noch unklar.

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