Tierischer Wingman: Warum Männer mit Hunden auf Tinder so erfolgreich sind

  • Der neue Datingtrend bei Tinder und Co. heißt Dogfishing.
  • Dafür posieren Männer auf ihrem Profilfoto mit einem Hund – der nicht unbedingt ihnen gehört.
  • Laut Studien soll das attraktiver machen und die Erfolgschancen beim Dating erhöhen.
Michèle Förster
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Wer als Single auf der Suche nach GIF-Flirts, unverbindlichen Dates an unmöglichen Orten oder schnellem Sex ist, nutzt meistens Tinder, Bumble und Co. Als Mann ist es auf den bekannten Plattformen jedoch gar nicht so einfach, an Likes und Matches zu kommen. Das erklärt wohl, warum die Männerriege mittlerweile zu drastischen Maßnahmen greift: Bildern mit niedlichen Hunden!

Denn was funktioniert besser als eine Aufnahme mit nacktem Oberkörper? Ein Bild, auf dem Mann einen Hund knuddelt – optional natürlich auch mit nacktem Oberkörper. Da heißt es tief durchatmen und die Hormone wieder ordnen. Denn gibt es den Mann wirklich im tierischen Doppelpack? Oder ist vielleicht alles nur Strategie?

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Dogfishing hat Erfolg

Dating und komische Trends gehören zusammen wie Weihnachten und Lebkuchen. Nach Lovebombing, Benching und Orbiting geht es jetzt also mit Dogfishing weiter. Der Begriff bezeichnet allerdings das Posieren mit Hunden, die eigentlich nur geliehen sind – mit dem einzigen Ziel, auf Datingportalen erfolgreicher zu sein.

Es ist ein schlauer Trick zum Steigern der eigenen Tinder-Attraktivität. Denn Hundebesitzer gelten gemeinhin als freundlich, zuverlässig, loyal und bodenständig. Eine im „Journal of Evolutionary Psychology“ veröffentlichte israelische Studie fand unlängst heraus, dass männliche Hundebesitzer von Frauen als wesentlich attraktiver wahrgenommen werden. Mit anderen Worten: Wer sich mit Hund zeigt, macht sich interessanter.

Dass es eigentlich nur der Hund der Kollegin ist, den man sich für ein Bild geliehen hat, ist ja im ersten Moment nebensächlich.

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Klappt das auch mit Stubentigern?

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Bilder mit Haustieren kommen auf Datingportalen definitiv gut an. Der Tierfutter-Onlineshop Webbox wollte wissen, ob ein vierbeiniger Wingman tatsächlich die Erfolgsaussichten erhöht. In einem Experiment versuchte der Kandidat sein Glück mit einem neutralen Profilfoto und danach mit einem mit Hund im Bild. Das Ergebnis: Mit Hund gab es beim Mann 30 Prozent mehr Matches, er bekam 200 Prozent häufiger ein Super Like und erhielt 75 Prozent mehr Nachrichten.

Nicht ganz so einfach sind hingegen Fotos mit einer Katze. Aus irgendeinem Grund sind die eigensinnigen Stubentiger von Selfies nicht so angetan wie Hunde. Aber die Bilder, die bei solchen verzweifelten Versuchen entstehen, sind dafür meistens viel lustiger.

Bilder mit Kindern kommen meistens nicht gut an

Der Zweck von Dating-Apps ist es, jemanden kennenzulernen. Um die Chancen auf Erfolg zu erhöhen, greifen manche Männer aber auch zu außergewöhnlichen Methoden: Fotos mit (fremden) Babys und Kindern sieht man immer häufiger. Aber so ein Bild kann natürlich schnell Verwirrung stiften: Ist das sein Kind? Wer hat das Sorgerecht? Oder sucht er nur einen Seitensprung? Will er vielleicht sehr bald Kinder und damit seine Vaterqualitäten unter Beweis stellen?

Definitiv zu viele Ungereimtheiten für ein Like. Wer also richtigen Erfolg auf Tinder und Co. haben will, sollte sich deshalb eher die nächste Katze auf der Straße für ein Foto schnappen – oder sich bei der besten Freundin mit Hund mal wieder zum Gassigehen andienen.