Tätowiert und Katzenbesitzer – welche Merkmale die Dating-Chancen mindern

  • Sich in Zeiten der Onlinepartnersuche ein Date zu verschaffen, scheint auf den ersten Blick nicht schwierig.
  • Und doch will es mit der Liebe bei dem einen oder anderen nicht klappen.
  • Einer aktuellen Studie zufolge könnte das Dating-Pech an einer Tätowierung oder am falschen Haustier liegen.
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Hannover. Für die aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov in Kooperation mit Statista wurden 2.043 Deutsche ab 18 Jahren dazu befragt, welche Eigenschaften des potenziellen Partners sie dazu verleiten, einem Date zuzustimmen – und welche eher abschrecken.

Pluspunkte gibt es für ein eigenes Auto oder Haus

Es mag daran liegen, dass Autos und Häuser als Geldanlage gelten und damit finanzielle Stabilität oder Sicherheit zu gewährleisten scheinen. Fakt ist aber: Symbole solider Bürgerlichkeit erhöhen die Dating-Chancen der Umfrage nach enorm. Für etwa die Hälfte aller befragten Frauen und Männer macht ein eigenes Haus das Gegenüber interessanter. Gleiches gilt für 40 Prozent der Frauen und 54 Prozent der Männer für den Besitz eines eigenen Autos. Und kaum jemand gab an, die beiden Statussymbole würden die Chancen eines potenziellen Partners schwächen.

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Der Partner in spe besitzt keinen Hund, sondern eine Katze

Hoch im Kurs stehen beim Dating bei jeweils einem Drittel der Befragten (31 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen) Hundebesitzer. Gleichzeitig gab etwa ein Fünftel der Probanden an, der flauschige Vierbeiner würde die Chancen auf Erfolg verringern. Viel abschreckender wirken allerdings – einem verrückte-Katzenlady-Image sei Dank – diejenigen, die Katzen als Haustiere halten. Ihre Chancen auf ein Date sind für 20 Prozent der Frauen und 26 Prozent der Männer geringer. Und auch sonstige Haustiere, etwa Meerschweinchen oder Kaninchen, sind nicht gern gesehen.

Vom Kinderwunsch sprechen ist tabu

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Dass das Verlangen nach Nachwuchs nicht beim ersten Date thematisiert werden sollte, ist für viele selbstverständlich. Entgegen des Stereotyps finden aber mehr Frauen (36 Prozent) als Männer (27 Prozent) es unattraktiv, wenn der Partner in spe seinen Kinderwunsch thematisiert. Ähnlich nachteilig sind der Befragung zufolge bereits vorhandene Kinder. Sie mindern für 39 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer die Dating-Chancen.

Teurer Schmuck und Luxusuhren schrecken ab

Obwohl Statussymbole wie Autos oder Häuser der Studie nach als erstrebenswert gelten, gaben 17 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer an, dass teurer Schmuck die Chancen eines potenziellen Partners schmälert. Ähnliches gilt für wertvolle Uhren: Sie kommen bei 17 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer nicht gut an.

Das größte Ausschlusskriterium: Tätowierungen und Piercings

Obwohl es sogar ganze Singlebörsen für Menschen gibt, die tätowiert oder gepierct sind, scheint die Allgemeinheit noch immer an alten Schönheitsnormen festzuhalten. Mehr als die Hälfte der Männer (51 Prozent) finden Piercings beim potentiellen Partner abschreckend. Frauen sind mit 47 Prozent ähnlicher Meinung. Die kleinen Stecker sind damit das größte Ausschlusskriterium der Befragten. Und auch Tätowierungen sind wenig beliebt. Sie verringern für 34 Prozent der Frauen und 39 Prozent der Männer die Chancen auf ein Date.

Nicht zu vernachlässigen: Das Alter der Befragten

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Dass die Ergebnisse der Studie ein recht konservatives Bild erzeugen, könnte am Alter der Befragten liegen. Nur 9 Prozent der Teilnehmer waren zwischen 18 und 24 Jahre alt, die Generation Y war mit 15 Prozent vertreten. Der Anteil der Personen zwischen 45 und 54 Jahren hingegen lag bei 20 Prozent – und 41 Prozent der Befragten waren mindestens 55 Jahre alt.

Viele Einschätzungen teilten alle Altersgruppen. Jedoch waren zum Beispiel vorhandene Kinder besonders für die beiden jüngsten Altersgruppen ein Ausschlusskriterium. Bei Tätowierungen wiederum verhielt es sich umgekehrt: Während die Ü55er die Körperkunst als deutliches Manko sahen (49 Prozent), war die U25-Fraktion weniger abgeneigt (32 Prozent).