Studien zeigen: Männer bevorzugen weniger intelligente Frauen

  • Lustig, sympathisch, verlässlich, gut aussehend, intelligent – klingt nach dem perfekten Partner, oder?
  • Für Frauen in der Tat.
  • Bei Männern ist das mit der Intelligenz allerdings so eine Sache.
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Die Liebe ist ein Buch mit sieben Siegeln. Tausende und Abertausende Studien haben sich schon mit ihr beschäftigt, aber komplett verstanden hat sie noch niemand. Allerdings sind sich Studien in einem Punkt ziemlich einig: Männer sagen zwar, dass sie sich eine intelligente Partnerin wünschen, handeln aber nicht so.

Forscher der Warsaw School of Economics haben in einer Studie 560 Singles von der Columbia University in New York zum Speeddating gebeten und die mehr als 4000 Vier-Minuten-Dates analysiert. Nach vier Minuten mussten die Teilnehmer ihr Gegenüber nach Aussehen und Intelligenz bewerten und dann entscheiden, ob sie ein zweites Treffen wollten oder eben nicht.

Männer legen mehr Wert auf Attraktivität als auf Intelligenz

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Bei den Befragungen wurde deutlich, dass Männer die Attraktivität ihres Gegenübers nicht nur höher bewerteten als die Intelligenz, sondern Frauen mit geringerem Intellekt sogar bevorzugten. Wenn eine Frau intelligent war, musste sie umso attraktiver sein, um diesen „Makel“ wettzumachen und die Chance auf ein zweites Date zu bekommen.

Bei Frauen sah es da ganz anders aus. Diese legten zwar auch Wert auf das Aussehen, allerdings konnte die Intelligenz der Männer mangelnde Attraktivität ersetzen. Wenn ein Mann gut aussehend und clever zugleich war, war er für die Frau ein Volltreffer.

Männer finden intelligente Frauen nur in der Theorie sexy

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In einer anderen Studie, die Forscher an der University of Buffalo durchführten, zeigt sich ein weiterer spannender Aspekt. Auf die Frage, ob Männer Intelligenz bei Frauen anziehend finden, lautete die Antwort meist Ja. Wenn sie der Frau allerdings näherkamen und sich mit ihr unterhielten, änderte sich ihre Auffassung.

Wenn die Frauen klüger als die Männer selbst waren, verging ihr Interesse. Kurioserweise war das besonders bei Männern zu beobachten, die im Vorfeld viel Wert auf diese Eigenschaft legten.

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Warum wollen Männer keine intelligenten Frauen?

Die Erklärungsversuche hierfür sind zahlreich, haben jedoch im Kern alle eines gemeinsam: das männliche Ego. Die polnischen Forscher sahen als Hauptgrund, dass sich Männer vor einer weniger cleveren Partnerin besser als Versorger und Beschützer präsentieren können, was dem typischen männlichen Rollenbild entspricht.

Die in Glasgow lebende Beziehungsexpertin Pauline Brown führte in der „Dailymail“ die Theorie aus, dass clevere Frauen einen Mann verunsichern und er sich selbst dadurch infrage stelle: „Er könnte sich fragen, ob er ihr Interesse aufrechterhalten kann, da Intelligenz einen großen Wissenshorizont, hohe Erwartungen und eine natürliche Neugierde impliziert.“

Psychologie-Professorin Lora Park von der Universität Buffalo stellt in einem Interview die These auf, dass Männer während der Interaktion mit einer Frau ihren Selbstwert neu beurteilen. Wenn das Gegenüber cleverer als er selbst ist, fühle sich der Mann weniger maskulin und somit weniger zu dieser Frau hingezogen.

Sapiosexualität: Ausnahmen bestätigen die Regel

Der Begriff der Sapiosexualität kommt vom lateinischen Wort „sapere“ für „wissen“. Menschen, die sich als sapiosexuell bezeichnen, fühlen sich erotisch enorm vom Intellekt einer anderen Person angezogen. Und das unabhängig von sonstigen Vorlieben oder sexueller Orientierung. Umgangssprachlich werden sie auch als „Nymphobrainiacs“ bezeichnet.

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