Streitlustig, sozial oder einträchtig: Diese Beziehungstypen haben die größte Chance auf ewige Liebe!

  • Wer in einer Partnerschaft immer aufeinander hockt, kann auf Dauer doch nicht glücklich werden. Oder doch?
  • Forscher der Universität von Illinois haben herausgefunden, dass gerade dieser Beziehungstyp gute Chancen hat, zusammenzubleiben.
  • Ein gemeinsamer Freundeskreis kann unsere Beziehung ebenfalls stärken. Beziehungstypen können sich im Lauf der Jahre aber auch ändern.
Heidi Becker
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Wer Aufschluss über unterschiedliche Beziehungstypen haben will, der muss sich meist nur aufmerksam im eigenen Freundeskreis umschauen. Und sicher wird sich da auch das ein oder andere Pärchen finden, das aktuell im Fokus der Wissenschaft steht: Forscher der Universität von Illinois haben 376 Pärchen gebeten, neun Monate lang aufzuschreiben, wie sich ihr Engagement in punkto Heirat während dieser Zeit verändert und wann es das tat. Bei der Auswertung haben sie unter den Mittzwanzigern vier verschiedene Beziehungstypen ausgemacht: die Drama Kings und Queens, die Streithammel, die Socializer und die Zweisamen.

Drama Kings und Queens unternehmen nicht viel miteinander

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Die Drama Kings und Queens trennen sich den Forschern zufolge doppelt so häufig wie andere Pärchen. Sie haben viele Höhen und Tiefen und das Engagement zu heiraten oder auch nur zusammenzubleiben, schwankt sehr stark. Diese Beziehungen sind davon geprägt, dass mehr (allein) mit Freunden unternommen wird, als als Pärchen. Außerdem werden wichtige Entscheidungen oft nur auf der Grundlage von negativen Ereignissen getroffen.

Die Zweisamen könnten für immer glücklich sein

Die Zweisamen bleiben den Untersuchungen zufolge tatsächlich mit größter Wahrscheinlichkeit (im Vergleich zu den anderen Typen) zusammen und glücklich. Dieser Beziehungstyp ist sehr engagiert, fast schon voneinander abhängig und nutzt die tagtäglichen Erfahrungen, um die Beziehung voranzutreiben und zu vertiefen. Entscheidungen werden hier sehr vorsichtig getroffen und das auch erst nach reiflicher gemeinsamer Überlegung.

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Die Streithammel machen sich gegenseitig verrückt

Nicht ganz so einträchtig geht es bei den Streithammeln zu: Sobald sie anfangen sich zu zoffen, was oft vorkommt, sinkt direkt das Engagement für eine gemeinsame Zukunft. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Streithammel sich trennen.

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Typisch für diese Paare ist einerseits die starke Spannung innerhalb der Konflikte, die sie voneinander entfernt. Dem gegenüber steht aber auch die leidenschaftliche Anziehungskraft, die sie zusammenhält. Doch ist das ein Beziehungskonzept für die Ewigkeit? Den Forschern der Universität von Illinois zufolge wohl eher nicht - einfach weil man nach 30 bis 50 Jahren verrückter Leidenschaft ebenfalls verrückt werden dürfte.

Gemeinsame Freunde bringen uns näher zusammen

Die Socializer hingegen berichten - ebenso wie die Zweisamen - von einem hohen Zufriedenheitslevel und großer Stärke in ihrer Partnerschaft. Diese Paare teilen sich ein soziales Netzwerk und vertrauen so sehr auf dieses Netzwerk, dass sie es sogar bei wichtigen Entscheidungen einbinden. Langfristige Beziehungen sollten den Forschern zufolge bestenfalls auf freundschaftlicher Liebe beruhen - und gemeinsame Freunde geben uns das Gefühl, uns einander näher zu fühlen.

Beziehungstyp lässt sich wechseln

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Aber keine Angst. Selbst wenn Sie nun bemerken, dass Sie zu den Drama Kings und Queens gehören oder der Streit am gestrigen Abend den Streithammeln alle Ehre gemacht hat: Die Forscher der Universität von Illinois haben ebenfalls herausgefunden, dass ein Paar innerhalb der Beziehung auch zu einem anderen Beziehungstyp wechseln kann. Die Hochzeit kann also doch noch kommen. Und bis dahin: Denken Sie doch einmal darüber nach, ob die Art und Weise, wie Sie wichtige Entscheidungen innerhalb der Beziehung treffen, wirklich der richtige Weg ist.