Single und glücklich: Warum man keine Angst davor haben sollte, Dinge alleine zu machen

  • Als Single sollte man unbedingt Dinge alleine unternehmen.
  • Konzerte oder Kinovorstellungen alleine zu besuchen, fällt den meisten etwas leichter.
  • Eine größere Überwindung ist es hingegen, ganz alleine zu verreisen.
Michèle Förster
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Viele Menschen, die single sind, werden für diesen Zustand bemitleidet. Dabei ist doch eigentlich überhaupt nichts verkehrt daran, alleine durchs Leben zu gehen. Denn so hat man die Möglichkeit, Dinge viel intensiver zu erleben, die einem in Gesellschaft anderer entgehen würde. Dafür muss man manchmal nur tief Luft holen, über den eigenen Schatten springen und die Komfortzone verlassen.

Denn klar ist, wer Dinge bewusst alleine unternimmt, muss sich etwas trauen. Und wird dafür auch belohnt: Wer Neues wagt, erlebt Abenteuer, lernt neue Menschen kennen und stärkt sein Selbstbewusstsein. Fünf Vorschläge.

Alleine Essen gehen

Ob auf Geschäftsreise, im Auslandssemester oder auch in der eigenen Stadt: Alleine Essen zu gehen, kostet anfangs Überwindung. Meistens kann man mit einem Smartphone oder Buch den Zustand des Alleinseins noch kaschieren. Aber das ist Quatsch: Als Single muss man sich nicht hinter übergroßen Zeitungsseiten verstecken und verschämt den doppelten Espresso trinken.

Stattdessen sollten Singles die Situation im Restaurant ganz bewusst erleben und auch genießen. Die halbe Speisekarte bestellen und hemmungslos all die leckeren Gerichte probieren, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen, ist nämlich großartig. Deshalb: Gehen Sie ruhig alleine ins Restaurant – das Leben ist zu kurz, um sich zu verstecken.

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Konzert, Museum oder Kino

Allein die neue Fotoausstellung besuchen oder auf einem Konzert seiner Lieblingsband tanzen? Ja, warum denn nicht? Wieso sollte man immer nur zu zweit oder mit einer Gruppe etwas unternehmen? Für einen Besuch im Museum braucht man ebenso wenig eine Begleitung, wie für einen Konzertabend. Denn es geht schließlich um die Kunst. Oder um einen guten Abend. Dafür braucht man nicht unbedingt Gespräche. Sondern nur den Mut, aus voller Kehle mitzusingen und den Moment zu genießen.

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Noch besser ist dieses Gefühl sogar im Kino. Wenn von den Freunden niemand den neuen Wes-Anderson-Film sehen will und kein Partner zur Stelle ist, bedeutet das nicht, auf den Kinobesuch zu verzichten. Ehrlich gesagt ist so ein Filmerlebnis sogar intensiver, wenn weder halblaute Gespräche noch wildes Geknutsche einen vom Geschehen auf der Leinwand ablenken. Wer sich traut und diese Dinge alleine unternimmt, wird schnell feststellen, wie schön es sein kann. Und auch, dass man dabei eigentlich niemanden vermisst hat.

Solo-Sex

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Singles hätten mehr Sex. Dass das nicht der Fall ist, wird einem jedoch relativ schnell klar, wenn man in besagter Situation ist. Zumindest, was den Sex mit anderen angeht. Aber ist das ein Grund, um auf Orgasmen zu verzichten? Definitiv nicht! Deshalb leidet beim Sex in Phasen des Single-Daseins höchstens die Quantität, nicht aber die Qualität.

Das hat auch der Schweizer Musiker Faber erkannt und elegant in einen Songtext verpackt. "Kennst dich mit dir am besten aus, Wenn du dich dann nachts berührst, Und du deine Nähe spürst, Denn du weißt wie's dir gefällt, Wie du es dir machst, Macht es dir niemand auf der ganzen Welt", heißt es im Lied "Alles Gute". Schließlich sollte die Befriedigung der eigenen Lust immer eine Priorität sein, egal ob mit oder ohne Partner.

In die Bar

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Wenn man als Single schon erfolgreich alleine Essen war, dann wird es Zeit für die nächste gesellschaftliche Herausforderung! Und zwar den Besuch einer Bar, ganz alleine. Denn der bedeutet: Ich bin unabhängig und brauche keine Bestätigung von anderen. Doch erstaunlicherweise fällt das gerade Frauen auch heute immer noch schwer. Sie wollen nicht verzweifelt wirken oder wie eine, die leicht zu haben ist.

Dabei sind die Tresen dieser Welt der perfekte Ort, um sich selbst besser kennen zu lernen. Wie fühlt man sich in dieser Situation? Macht es einem etwas aus, was andere über einen denken könnten? Und wenn der innere Monolog langsam so abgestanden ist wie das Craft Beer vor einem, gibt es ja auch noch die Gespräche der anderen.

Alleine Verreisen

Zugegeben, auf eigene Faust zu verreisen erfordert viel Mut. Niemand ist da, wenn man nicht weiß, welche Metro die richtige ist. Niemand ist da, um den Stadtplan richtig zu lesen. Und niemand ist da, um in einer anderen Sprache Essen zu bestellen. Aber eigentlich stimmt das nicht, denn man selbst ist ja da. Und das sollte genügen.

Außerdem ist es unglaublich befreiend, in die Welt hinauszugehen und auf niemanden warten zu müssen, mit Fremden zu sprechen und alles zu tun, worauf man Lust hat. Denn einige der besten Erinnerungen entstehen dann, wenn man alleine etwas wagt. Denn nie ist man so offen für neue Eindrücke, Erlebnisse und Menschen, wie wenn man alleine unterwegs ist.

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Deshalb: Verzichten Sie nicht auf Dinge, die ihre Freunde nicht machen wollen. Gehen Sie in die Ausstellung, die Sie schon so lange sehen wollten. Und buchen Sie diesen Urlaub, auch wenn Sie keinen Partner haben, der mit Ihnen verreist. Verpassen Sie nichts im Leben, um auf andere zu warten. Haben Sie den Mut, Dinge alleine zu machen.