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Weg mit dem Stempelkartenkuss

Flirtexperte gibt Tipps: Das sind die Dos und Don’ts beim Küssen

Küssen will gelernt sein: Flirtexperte Horst Wenzel sieht nicht nur bei Unerfahrenen, sondern auch bei vielen langjährigen Paaren Verbesserungsbedarf in Sachen Knutschen.

Die Lippen nähern sich, die Herzen schlagen schneller – und wenn der Kuss kommt, bleibt die Zeit für einen Moment stehen. Wenn sich zwei Menschen küssen, knistert es spürbar in der Luft. Nicht von ungefähr gilt Küssen als Sprache der Liebe. Der internationale Tag des Kusses am 6. Juli ehrt das leidenschaftliche Lippenspiel und erinnert uns daran, warum Küssen so gesund und wichtig ist. Schließlich ist Küssen etwas sehr Intimes – und lässt Glückshormone durch den Körper fluten.

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Doch so schön Küssen auch ist, kann es mitunter beim Dating auch zu einer eher unangenehmen Erfahrung werden. Zu viel Zunge, zu wenig Gefühl: Es gibt viele Gründe, warum ein Kuss auch mal in die Hose gehen kann. Dass Anfängerinnen und Anfänger oft Probleme beim Küssen haben, liegt meist an ihrer Nervosität, erklärt Flirtcoach Horst Wenzel. Daher laufe der erste Kuss meist ein wenig holprig. „Ein Kuss sollte nie von null auf hundert geschehen. Wer zu ruckartig und hektisch küsst, gibt dem Gegenüber selten ein gutes Gefühl“, betont der Experte von der Dating­schule Flirtuniversity.

Bei Kerzenlicht oder beim Sonnenuntergang: Auf die richtige Stimmung kommt es an

Zu viel Enthusiasmus gehe somit beim ersten Kuss oft nach hinten los. Besser sei es, sich vorsichtig heranzutasten – und vor allem sich in das Gegenüber hineinzufühlen. „Viele sind beim Küssen zu sehr bei sich selbst. Dabei ist es immer viel leidenschaftlicher, wenn ich bei meinem Gegenüber bin – und ihm oder ihr sozusagen mit den Lippen zuhöre“, erklärt Wenzel. Geschmäcker sind schließlich verschieden: Manche mögen es, beim Küssen zart an den Lippen zu knabbern, andere bevorzugen dagegen etwas mehr Zunge. Um das herauszufinden, muss man laut Wenzel die Erkundungstour wagen.

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Genauso wichtig wie die Technik sei die richtige Stimmung beim Küssen. „Kerzenlicht, Sonnenuntergang und leidenschaftliche Musik sind wahre Romantikbooster. Wenn die Stimmung passt und beide unter sich sind, klappt es mit dem Küssen schon viel besser“, betont Wenzel. Ein guter Zeitpunkt für den ersten Kuss beim Date sei daher auch der Moment, wenn die Stimmung spürbar einen Hochpunkt erreicht hat.

Mal sanfter, mal wilder: beim Küssen das Tempo variieren

Bei einem guten Kuss kommt es auch darauf an, wie man die Kusspartnerin oder den Kusspartner anfasst. Auch das vernachlässigen laut Wenzel zu viele. „Wenn ich mein Gegenüber in den Arm nehmen, ihr oder ihm mit der Hand über das Gesicht streiche oder durch die Haare fahre, fühlt sich das Küssen romantischer und leidenschaftlicher an“, sagt der Experte.

Wenn es zum Kuss kommt, spiele auch das Tempo eine wichtige Rolle: „Der Trick ist dabei, den Rhythmus zu variieren. Wenn ich zum Beispiel das Tempo entschleunige, ist der Kuss oft besonders romantisch.“ Auch zärtliche Pausen können beim Küssen die Erregung steigern, solange die Technik stimmt. „Wenn man die Lippen leicht wegzieht und dem Gegenüber tief in die Augen schaut, wollen beide immer mehr. Viele küssen jedoch so lange, bis die oder der andere schon genervt ist“, sagt Wenzel.

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Horst Wenzel ist Flirtcoach. In seiner Flirtuniversity hilft er Singles in Seminaren beim Daten.

Horst Wenzel ist Flirtcoach. In seiner Flirtuniversity hilft er Singles in Seminaren beim Daten.

Der Zungenkuss ist besonders intim und herausfordernd

Beim Knutschen dürfe es aber auch mal etwas wilder zugehen – auch hier sei es wichtig, die Vorlieben der oder des anderen zu berücksichtigen. Als besonders aufregend, intim und herausfordernd zugleich gilt der Zungenkuss. Wenn man dabei zu viel Zunge einsetzt oder zu hektisch küsst, geht schnell die Leidenschaft verloren. „Auch beim Zungenkuss gilt es, sich langsam heranzutasten. Anfangs reicht es schon, den Mund nur leicht zu öffnen und sanft zu beginnen“, rät Wenzel.

Küssen erfordert laut Wenzel viel Mut – und viel Erfahrung. Und wenn es beim Date beim Küssen zunächst noch nicht so knistern sollte, sei das noch kein Weltuntergang. Küssen sei zwar eine Art Kompatibilitätstest, mit dem zwei Menschen herausfinden können, ob sie zueinanderpassen. „Es sind aber auch viele schon zusammengekommen, bei denen es erst beim dritten Kussversuch geklappt hat“, betont der Experte.

Der Stempelkartenkuss: Wenn Küssen bei Paaren zur Routinehandlung wird

Interessanterweise ist Knutschen mitunter nicht nur für unerfahrene Küsserinnen und Küsser ein Problem. Wenzel sehe auch bei vielen Paaren Verbesserungsbedarf. „In vielen Beziehungen ist das Küssen zu einer Routinehandlung geworden, dadurch gibt es bei vielen Paaren nicht mehr als einen Stempelkartenkuss“, sagt Wenzel. Darunter sind kurze und unleidenschaftliche Küsse zu verstehen, die so unromantisch und hektisch wie das Ein- und Auschecken mit der Stempelkarte bei der Arbeit sind. „Es ist immer schlecht, wenn eine Monotonie einkehrt – das ist ähnlich wie beim Sex. Paare können die Routine durchbrechen, wenn sie sich mehr Zeit für leidenschaftliche Küsse nehmen oder auch etwas Neues ausprobieren,“ so der Flirtcoach.

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Es gebe auch Beziehungen, in denen das Paar überhaupt nicht gern miteinander knutscht. „Das liegt häufig daran, dass sie sich nie auf ihre individuellen Kussvorlieben eingestellt haben“, sagt Wenzel. Wenn es mit dem Küssen nicht klappt, rät der Experte dazu, das Gespräch zu suchen – sowohl in Beziehungen als auch beim Date. „Geschmäcker sind ganz unterschiedlich, also ist es völlig okay, wenn man über sie spricht. Wenn man es mit stümperhaften Küsserinnen und Küssern zu tun hat, hilft es oft schon, ihnen zu sagen, dass sie die Lippen entspannen sollen – das kann ihnen auch die Nervosität nehmen“, sagt Wenzel.

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