Partnersuche: Darum ist die Liebe auf den zweiten Blick oft langlebiger

  • Wer sich zu schnell verliebt, der sollte sich in Acht nehmen.
  • "Liebe auf den ersten Blick" ist kein Garant für eine lange Beziehung.
  • Wer sich erst auf den zweiten Blick verliebt, erlebt oft glücklichere Bindungen.
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Hamburg. Wow, ich habe mich richtig verknallt! Und das gleich beim ersten Date. Wer auf Partnersuche ist und glaubt, dass einem nichts Besseres hätte passieren können, der irrt. "Das ist ein Zeichen, dass man vorsichtig sein sollte", warnt Psychotherapeutin Alexandra Widmer in der Zeitschrift "Emotion" (Ausgabe 10/2019).

Aus dem siebten Himmel fällt man besonders tief

In dem Falle würden nämlich häufig zwei extreme Beziehungstypen aufeinander prallen. Das sei zwar aufregend, aber langfristig zum Scheitern verurteilt. Wer im siebten Himmel ist, falle umso tiefer. Erfolgversprechender sei: "Lieber 80 Prozent verliebt sein und mal schauen, wie es bei den nächsten Dates so läuft", rät Widmer. Denn so entstünden oft gesündere und tiefere Beziehungen - und damit auch glücklichere. "Unterschätzen Sie niemals das Verliebtsein auf den zweiten Blick", so Widmers Rat.

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Die Liebe wissenschaftlich erklären?

Neurologen und Forscher versuchen schon lange herauszufinden, was in unserem Körper passiert, wenn wir uns verlieben. Eins ist klar: Das Belohnungszentrum im Gehirn wird beim Verliebtsein aktiviert und der Körper produziert Dopamin - das Glückshormon. Mittels MRT (Magnetresonanztomografie) lässt sich sogar klar erkennen, dass beim Verliebtsein die gleichen Gehirnareale aktiv sind, wie bei süchtigen Menschen, berichtet die Techniker Krankenkasse.

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Kennenlernen innerhalb von drei Sekunden?

Eine Datenanalyse der University of Pennsylvania stellte außerdem fest, dass die Liebe auf den ersten Blick fast ausschließlich von Äußerlichkeiten abhängt. Die Ergebnisse zeigten, dass Probanden ihre Auswahl innerhalb der ersten drei Sekunden treffen - in dieser Zeit fällt nun einmal nur das Aussehen auf. Selbst Punkte wie Religionszugehörigkeit, Ausbildung oder Einkommen spielten für die Teilnehmer der Untersuchung keine Rolle. Also: Ruhig noch ein zweites Mal hinschauen. Und ganz ehrlich: Wie langfristig kann Liebe auf den ersten Blick sein, wenn wir uns nur von hübschen Augen oder kräftigen Armen beeinflussen lassen und Sympathie unwichtig ist?

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RND/dpa/hb