Nackt und nachhaltig: Das verbirgt sich hinter „Green Sex“

  • Ob Obstnetze, Secondhandware oder Naturkosmetik: Dass Umweltbewusstsein im Trend liegt, äußert sich in vielen Bereichen.
  • Mit „Green Sex“ wird jetzt auch die schönste Nebensache der Welt umweltfreundlich.
  • Die Anhänger der Bewegung achten darauf, dass Unterwäsche, Sexspielzeuge und Co. schadstofffrei sind.
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Hannover. Der Drang, etwas Nachhaltigkeit in seinen Alltag zu bringen, ist heutzutage längst keine Seltenheit mehr und trifft die unterschiedlichsten Bereiche. Mit „Green Sex“ wird jetzt auch die schönste Nebensache der Welt umweltfreundlich – denn die Anhänger der Bewegung achten darauf, dass Unterwäsche, Sexspielzeuge und Co. nicht der Umwelt schaden, wie die Szeneplattform Utopia.de schildert. Wir haben fünf Tipps für ein nachhaltigeres Liebesleben zusammengestellt.

Verhütung ohne Schadstoffe oder Hormone: Nachhaltige Kondome

Vor drei Jahren lösten die Kondome der Marke Einhorn einen Hype in den sozialen Netzwerken aus. Das lag wohl einerseits daran, dass sie „magischen Spaß“ garantieren. Zum anderen versprechen die Hersteller der nachhaltigen Kondome, 50 Prozent ihrer Gewinne in soziale oder ökologische Projekte zu investieren.

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Mittlerweile gibt es sowohl in Drogerien als auch online zahlreiche umweltfreundliche Produkte, die ausschließlich aus fair gehandeltem Naturkautschuklatex bestehen und frei von Farbstoffen und Aromen sind. Und: Die Kondome sind sogar biologisch abbaubar.

Aloe vera: Ein Gleitmittel aus der Natur

Ob biozertifiziert und vegan oder nicht: Gleitmittel sind regulär in kleinen Plastiktuben zu kaufen – und durch den entstehenden Verpackungsmüll wenig umweltfreundlich. Zudem werden viele handelsübliche Gleitmittel auf Silikonbasis hergestellt. Als nachhaltiger gelten Produkte auf Wasser- oder Ölbasis – wobei hier die Inhaltsstoffe entscheidend sind. Denn oftmals ist in den Gleitgelen Glycerin enthalten, das Pilzinfektionen begünstigen kann.

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Und: Gleitmittel auf Ölbasis müssen nach dem Sex mit Seife entfernt werden, damit die Scheidenflora nicht angegriffen wird. Sonst kann eine Blasenentzündung die Folge sein. Außerdem greift Öl Latexkondome an, beides sollte nicht kombiniert werden.

Wer in Sachen Nachhaltigkeit sichergehen möchte, kann sein Gleitgel auch selbst herstellen. Hierfür wird ein Aloe-vera-Blatt abgeschnitten und ausgedrückt. Der Saft der Pflanze soll außerdem gegen vaginale Trockenheit helfen.

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Schluss mit Silikon: Vielfältige Sexspielzeuge aus Holz

Dieses Jahr hat die Stiftung Warentest erstmalig Sexspielzeug getestet, darunter Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringe. Das Ergebnis war nur wenig befriedigend: Viele der Spielzeuge waren mit gefährlichen Schadstoffen belastet. Und wer sich von seinen Silikonprodukten trennen will, steht prompt vor dem nächsten Umweltproblem. Denn nur wenige Firmen in Deutschland bieten ein Recycling für Silikonprodukte an – und so landen die meisten Spielzeuge früher oder später im Restmüll.

Ein Problem, das mit Sextoys aus Holz umgangen werden kann. Das deutsche Familienunternehmen WaldMichlsHoldi beispielsweise verwendet ausschließlich zertifiziert nachhaltiges Odenwälder Fichtenholz. Die Plugs, Dildos und Vibratoren sind mit Farben auf Wasserbasis beschichtet, die nach der deutschen Kinderspielzeugverordnung zugelassen sind.

Fair und sexy mit nachhaltigen Dessous

Auch konventionelle Unterwäsche ist oft mit schädlichen Chemikalien belastet. Daher haben sich einige Unternehmen der Nachhaltigkeit verschrieben und stellen anziehende Unterwäsche aus Biobaumwolle oder etwa Tencel, einer Eukalyptusfaser, her.

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Für Entspannung zu zweit: Selbst gemachtes Massageöl

Für eine sinnliche Massage braucht es kein Massageöl aus dem Handel – denn ein wohlriechendes Öl selbst herzustellen ist nicht schwierig. Im Prinzip braucht es nur zwei Zutaten. Als Basis kann Kokus-, Sesam-, Mandel-, Avocado- oder Olivenöl verwendet werden. Hinzu kommt ein ätherisches Öl, zum Beispiel Lavendel- oder Zitronenöl. Über das Mischverhältnis lassen sich Experimentierfreudige am besten im Reformhaus beraten. Grundsätzlich gilt: Ungefähr zehn Tropfen auf 100 Milliliter Basisöl.