Nach Trennung: Drei Viertel verzichten auf Rache und Streit

  • Ist Rache wirklich süß? Das scheint nur ein Mythos zu sein.
  • Laut einer aktuellen Umfrage sinnt die Mehrheit eher nicht auf Revanche am oder an der Ex.
  • Die meisten gaben an, sie hätten Angst, den Schritt des Rachenehmens später zu bereuen.
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Hamburg. Wenn eine Partnerschaft zerbricht, verändern sich die Gefühle. Oft kribbelt es einem dann in den Fingern, der oder dem Verflossenen eins auszuwischen. Doch so süß scheint die Rache dann doch nicht: 71 Prozent sind nicht an Vergeltung interessiert. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship gemeinsam mit Innofact hervor. Befragt wurden 1037 Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren.

15 Prozent spielten Racheengel

Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) denkt, dass sie einen Schritt der Rache später bereuen würde. Sitzt der Schmerz aber richtig tief, würde ein Viertel (25 Prozent) Rache zumindest nicht ausschließen. Immerhin 15 Prozent haben bereits den Racheengel gespielt und Verflossene fürs Abservieren büßen lassen. Doch auch da hat die Hälfte (7 Prozent) die Revanche im Nachhinein bereut. Acht Prozent hingegen empfinden gar kein Mitleid, wenn sie den Ex-Partner für seine Taten bezahlen lassen.

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Indirekte Rache durch Sport und sexy Kleider

Dem oder der Ex zu zeigen, dass es einem ohne ihn oder sie besser geht - auch wenn es nicht stimmt - halten 27 Prozent dennoch für ein geeignetes Mittel. Gerade Frauen (31 Prozent) möchten dem Ex nach der Trennung zeigen, dass es ihnen besser geht als vorher. Knapp ein Fünftel (19 Prozent) der Befragten sehen aufreizende Kleidung oder sportliche Betätigung, um dem/der Ex zu zeigen, was ihm/ihr entgeht, als passendes Mittel der Wahl. Damit der Ex-Partner so richtig eifersüchtig wird, würden sich 15 Prozent sogar sofort in eine neue Beziehung stürzen.

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Experte warnt: Rache ist destruktiv

Zu den No-Gos zählt laut Umfrage, dem oder der Ex einen Streich zu spielen (vier Prozent) oder peinliche Fotos oder Geheimnisse von der vergangenen Liebe zu verbreiten – diesen Weg würden nur drei Prozent wählen. Mit zwei Prozent ist nur die Verbreitung falscher Gerüchte noch verpönter.

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Nach einer Trennung oder gar einem Seitensprung sitzt der Schmerz bei vielen oft tief – man möchte gerne mit dem Ex-Partner abrechnen. Parship-Psychologe Markus Ernst aber rät: „Keine Frage: Rache mag im ersten Moment zu einem Gefühl der Genugtuung und Handlungsfähigkeit führen und kurzfristig dem angeschlagenen Selbstwertgefühl gut tun. Gleichzeitig sollte einem aber immer auch bewusst sein, dass es sich um ein destruktives Verhalten handelt, welches einen selbst auf lange Sicht nicht weiterbringt und am Ende oft zu einem Gefühl der Reue führt.”

RND/dale/dpa

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