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Wie Angst unsere Emotionen blockieren kann – und wie wir dies verhindern

Angst führt dazu, dass wir neuen Kontakten mit emotionalen Mauern begegnen.

Liebe gibt es zum Glück nicht nur in romantischen Beziehungen. Tatsächlich habe ich manchmal den Eindruck, dass gerade in romantischen Beziehungen Liebe oft verwechselt wird mit Hormonen, Ego, Kontrolle, Bedürftigkeit und vielem mehr. Trotzdem ist für uns eine Beziehung oft der „heilige Gral“. Der Ort, wo wir uns nicht nur Geborgenheit und Ankommen wünschen, sondern auch die Heilung von alten Wunden. Tatsächlich reißen Beziehungen aber oft alte Wunden auf – vor allem toxische Beziehungen.

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Menschen nehmen viel hin, um nicht allein zu sein

Nach einer tollen Verliebtheitsphase kommen dann alle möglichen Probleme ans Licht. Wir werden vielleicht belogen, betrogen, beschimpft – alles im Namen der Liebe. Es ist unglaublich, was Menschen hinnehmen, nur um in einer Beziehung bleiben zu können. Wenn man sich dann irgendwann unter großen Schmerzen trennt – und auch den Liebeskummer irgendwie überstanden hat –, zeigt sich etwas, was man nur schwer wieder loswird: Angst.

Aus Angst können emotionale Mauern wachsen

Erst ist es vielleicht nur die Angst vor dem Alleinsein – wobei die schlimmsten Einsamkeiten eigentlich innerhalb von unglücklichen Beziehungen entstehen. Aber auch die vergeht mit dem Rest vom Liebeskummer, und wir finden meist wieder ganz gut in unseren Alltag.

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Die Zeit verstreicht und plötzlich trifft man wieder jemanden. Vielleicht beim Onlinedating, vielleicht an der berühmten Käsetheke. Nun wollen wir natürlich alles anders machen. Wir wollen uns wappnen, aufpassen, schützen. Wir daten ganz vorsichtig, stellen tausend Fragen. Doch wenn wir ehrlich sind, dominiert hier eines: die Angst. Und diese total verständliche Angst führt dazu, dass wir mit emotionalen Mauern in den neuen Kontakt gehen.

Negative Erwartungshaltung führt zu negativen Glaubenssätzen

Dating mit Mauern ist keine gute Idee. Der andere spürt die Mauern, wird vielleicht auch vorsichtig und fährt seine eigenen Mauern hoch. Der andere könnte auch verlustängstlich und schmerzvoll reagieren – und schon schließt sich der Teufelskreis.

Diese negative Erwartungshaltung ist nichts anderes als ein negativer Glaubenssatz. Und genau diese Glaubenssätze entfalten Stück für Stück unsere Realität. Man kann es auch eine sich selbst erfüllende Prophezeiung nennen. Die Angst führt also dazu, dass auch die neue Beziehung sich nicht so entfaltet, wie man eigentlich möchte.

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Mit Vertrauen und wach in einen neuen Kontakt gehen

Warum versuchen wir es nicht einmal andersherum und malen uns eine schöne neue Datingerfahrung aus? Warum nicht einfach mal mit Vertrauen ins Leben und wach in einen neuen Kontakt gehen? Probier es aus, ganz bewusst und klar. Und erforsche dabei auch, ob es nicht noch viel mehr Denkmuster gibt, die dich für neue Erfahrungen blockieren.

Natürlich heißt das auf gar keinen Fall, dass wir blind vor Verliebtheit sein sollen. Das heißt auf keinen Fall, dass wir klare Grenzüberschreitungen akzeptieren sollten. Es ist eine ganz feine Grenze dazwischen, von Angst gesteuert und blauäugig zu sein.

Bauchgefühl nicht unterschätzen und wahrnehmen

Aber wir können wach und klar in neue Kontakte gehen, ohne uns gleich komplett abzuschotten. Im Zweifelsfall hilft übrigens das altbekannte, aber oft sehr unterschätze Bauchgefühl weiter.

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Es ist ein unschlagbares Frühwarnsystem. Dieses Bauchgefühl kommt leise daher, aber wenn wir es genau und ehrlich befragen, wird es uns sagen, ob die aktuell beginnende Liebessituation wirklich so gut ist, wie es die Hormone sagen. Man kann übrigens üben, dies wahrzunehmen. Alles geht über das Gefühl im weiteren Sinne.

Der Autor und seine Kurse sind zu erreichen über www.liebeschip.de. Das Buch „Der Liebescode“ ist im Luther-Verlag erschienen.

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