Me-Time? Fehlanzeige – Das nervt Paare am meisten, wenn sie zusammenziehen

  • Die Vorstellung ist romantisch, doch in der Realität kann das Zusammenwohnen mit dem Partner – vor allem am Anfang – auch ziemlich stressig sein.
  • Welche Macken und Eigenschaft besonders nerven, hat eine Umfrage herausgefunden.
  • Zu wenig Me-Time und fehlender Ordnungssinn stehen ganz oben.
Alice Mecke
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Hannover. Die erste gemeinsame Wohnung – für viele Paare setzt das Zusammenziehen der Beziehung die Krone auf. Doch plötzlich alles zu teilen kann auch so manch eine verborgene Macke des Partners aufzeigen und zu Spannungen führen. Die Onlinepartnervermittlung ElitePartner wollte wissen, was besonders stört und hat bei 4600 Liierten nachgefragt, von denen 88 Prozent zusammenwohnen.

Die Befragung zeigt zunächst, dass von den Paaren, die ein bis drei Jahre liiert sind, 59 Prozent bereits zusammenwohnen. Zwischen fünf und zehn Jahren Beziehung wohnen 87 Prozent in einer gemeinsamen Wohnung und ab zehn Jahren Partnerschaft leben nur noch etwa 5 Prozent in getrennten Wohnungen.

Die meisten der befragten Paare suchten sich gemeinsam eine neues Zuhause (65 Prozent), ansonsten ziehen Frauen (16 Prozent) etwas häufiger bei ihrem Partner ein, als Männer (zwölf Prozent) bei ihrer Lebensgefährtin. Nur ein Prozent der Paare hat zeitweise in einer gemeinsamen Wohnung gelebt, ist aber wieder auseinandergezogen.

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Zu wenig Zeit für sich

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So viel zum theoretischen Teil, doch wie sieht die Realität aus? Was nervt am Anfang am meisten? Laut der Umfrage vermissen Menschen vor allem ihre Me-Time, sie haben zu wenig Zeit nur für sich. Jede vierte Frau (27 Prozent) und mehr als jeder dritte Mann (36 Prozent) waren am Anfang von der Umstellung genervt. Vor allem Männer in ihren Dreißigern mögen es, Zeit für sich zu haben – 44 Prozent gaben daher an, sich erst einmal an die ständige Zweisamkeit gewöhnen zu müssen. Frauen im selben Alter haben damit offenbar weniger Probleme (20 Prozent).

Auf Platz zwei landet das Thema Schlaf – beziehungsweise die Störung desselben. Guckt der eine gerne bis in die Puppen Serien, während der andere üblicherweise um 22 Uhr schlafen möchte, führt das verständlicherweise zu Stress. So hatte jedes vierte befragte Paar anfangs Probleme mit unterschiedlichen Schlafrhythmen.

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Fehlender Ordnungssinn nervt

Auch das Klischee rund ums Thema Ordnung wurde in der Studie bestätigt. Für Frauen ist das Thema fehlende Sauberkeit der größte Störfaktor, wenn sie mit ihrem (unordentlichen) Partner zusammenziehen. 31 Prozent der befragten Frauen nervt nachlässiger Umgang mit Ordnung und Sauberkeit (Männer: 17 Prozent). Umgekehrt fühlt sich jeder siebte Mann (14 Prozent) gestresst von den hohen Ansprüchen, die die Partnerin beim Thema Ordnung an ihn stellt (Frauen: 8 Prozent).

Ständige Absprachen können anstrengend sein

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Ein weiterer Punkt, der Frauen interessanterweise stärker belastet als die Männer: Die ständigen Absprachen, die bei einem gemeinsamen Alltag plötzlich getroffen werden müssen. Mehr als jede vierte Frau nervt es, sich ständig zu Tagesplanung, Arbeits- und Essenszeiten austauschen zu müssen (28 Prozent). Nur jeder fünfte Mann fühlt sich hingegen davon genervt.

Männer fühlen sich beobachtet

Was Männer hingegen auf die Palme bringt ist, dass sie nun nicht mehr allzu „inkognito“ leben. Denn wenn die Herren nun den ganzen Tag zocken, in Jogginghosen rumhängen und schlichtweg faul sind, bekommt das der Partner früher oder später nun mal mit. Jeden sechsten Mann nervt das Gefühl, ihre Partnerin würde ständig bewerten, womit er seine Zeit zu Hause verbringt (15 Prozent). Dagegen nervt das nur jede zehnte Frau (10 Prozent).

Dafür sind Frauen (11 Prozent) häufiger von lauten Geräuschen wie geräuschvoller Hausarbeit, Poltern oder der lauten Stimme ihres Liebsten gestresst (Männer: 7 Prozent). Auch unterschiedlicher Musik-, Film- oder Seriengeschmack können zu Knatsch im Liebesnest führen (13 Prozent). Das Bad teilen zu müssen (7 Prozent), ein leerer Kühlschrank (7 Prozent) oder ständiger Besuch (6 Prozent) sind dagegen nur für wenige der befragten Paare ein Problem.

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„Bedürfnis-Management“ betreiben

Und wie lässt sich dieser Stress vermeiden? „Paare [sollten] vorher weitsichtiges Bedürfnis-Management betreiben, etwa offen in Gesprächen klären, welche Vorstellungen sowie Wünsche nach Nähe und Freiraum mit dem Zusammenleben verbunden sind, erklärt ElitePartner-Psychologin Lisa Fischbach. Zudem empfiehlt die Psychologin, besonders im ersten Jahr, einen regelmäßigen Austausch über das „aktuelle, persönliche Wohlfühlklima“.

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