Micro-Dating: Durch Mini-Momente die Liebe erhalten

  • Gerade Paare mit Kindern haben teilweise nicht viel Zeit füreinander.
  • Micro-Dating soll dafür sorgen, dass man auch wenig Zeit richtig nutzt.
  • Wichtig ist, dass das Handy auch mal in der Tasche bleibt.
Heidi Becker
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Unsere Tage sind leider oft dermaßen vollgepackt, dass uns nicht einmal auffällt, dass wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr mit unserem Partner ausgegangen sind oder auch nur ein längeres Gespräch mit ihm geführt haben. Eine Umfrage des Finanzunternehmens Legal & Generell zeigt, dass 67 Prozent aller befragten Eltern denken, dass Dating auch in einer Beziehung noch sehr wichtig ist. Doch wie findet man dazu die Zeit? Micro-Dating könnte die Lösung sein.

Die Zeit ist da – man muss sie nur finden

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Beim Micro-Dating geht es darum, die kleinen Momente, die man für sich und seinen Partner nutzen kann, zu erkennen und mehr davon zu schaffen. Die Suche nach diesen Mini-Momenten dauert auch gar nicht lange: Was spricht etwa dagegen, morgens nach dem Klingeln des Weckers noch zwei Minuten länger liegen zu bleiben und zu kuscheln, anstatt direkt aufzuspringen und das Frühstück für die Kinder vorzubereiten?

Kleine Augenblicke machen uns glücklicher

US-Wissenschaftler veröffentlichten im Fachmagazin "American Psychological Association" eine Studie, die zeigt, dass Paare, die in ihrer Beziehung kleine Augenblicke bewusst zusammen genießen, zufriedener und glücklicher sind.

Kleine Gesten, wie etwa das Berühren des Armes seines Partners, das Erzählen eines Witzes oder auch ein Kuss auf die Wange können den Unterschied zwischen Leben-auf-Autopilot und einer glücklichen Beziehung trotz stressigem Alltags ausmachen. Wer es einmal geschafft hat zu erkennen, dass auch für diese kleinen Momente Platz ist, hat den ersten Schritt gemacht.

Wichtig: Das Handy sollte in der Tasche bleiben

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Und wenn es diese Zeit wirklich gibt, gibt es dann nicht auch Zeit für mehr? Sind morgens vor der Arbeit nicht fünf Minuten Zeit für einen Kaffee übrig? In diesen fünf Minuten sollte das Handy aber in der Tasche und das Radio ausgeschaltet bleiben.

Bei manchen mag es selbst diese fünf Minuten morgens nicht geben. Wie wäre es dann damit, den Partner auf der Arbeit zur Mittagszeit mit einem Kaffee zu überraschen oder nach der Arbeit abzuholen? Wer sich zutraut, bewusst nach freien Minuten zu suchen, wird diese auch finden.

Super Mario zocken und auf dem Boden sitzen

Für diejenigen, die trotzdem noch Probleme haben, die freien Minuten zu finden, hat Legal & General einige Tipps zusammengestellt.

Um neue glückliche Momente zu erschaffen, kann man versuchen, an die Vergangenheit anzuknüpfen. Wenn die Eltern früher etwa gerne Videospiele gespielt haben, spricht doch nichts dagegen, abends, wenn die Kinder schlafen, eine Stunde Super Mario zu zocken. Richtig authentisch wird es, wenn man auf dem Boden vor dem Sofa sitzt.

Videoanrufe in der Mittagspause

Bei Eltern, die beide arbeiten, kann es auch eine schöne Idee sein, die Mittagspausen abzugleichen und mit einem kurzen Videoanruf zu verbinden. Man sieht sich kurz und bringt sich auf den neuesten Stand – und das ohne Stress.

Wer sich erst am Ende des Tages sieht, kann sich etwas überlegen, was den Tag für beide abschließt. Wie wäre es denn mit einer fünf-Minuten-Routine, die man gemeinsam entwickelt, die etwa eine Schulter-Massage einschließt?

Und wenn die Kinder zufrieden sind …

Um Zeit für sich zu finden, muss man den Kindern nicht unbedingt immer entkommen. Wer etwa ein Spieleparadies findet, in dem die Kinder auch unbeaufsichtigt spielen können, hat genügend Zeit für Kaffee und Kuchen, während auch die Kinder Spaß haben und zufrieden sind. Zeit für Micro-Dates findet sich überall.