Jetzt wird es schmutzig: Dirty Talk – Die besten Tipps für Anfänger

  • Der Dirty Talk ist dafür bekannt, das Sexleben (wieder) anzuheizen. Doch viele Menschen haben dabei noch Hemmungen.
  • Anfänger sollten langsam mit dem Dirty Talk starten und sich nicht davor scheuen, den Partner nach seinen Vorlieben fragen.
  • Denn bestimmte Ausdrücke und Sprüche sind für manche Menschen richtige Abturner, meint Singlecoach Nina Deißler.
Ben Kendal
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Hannover. Schmutzig, aufregend und direkt: Dirty Talk kann das Sexleben (wieder) in Fahrt bringen. Darunter sind versaute Ausdrücke zu verstehen, mit denen man seinen Partner verführt. Doch der Dirty Talk fällt vielen Menschen ziemlich schwer: Oft ist unklar, auf welche Ausdrücke der Partner wirklich steht und welche Sprüche tabu sind. Auch Pornos sorgen in dieser Hinsicht Verwirrung, weil auch hier häufig nicht klar ist, ob die schmutzigen Worte auch in der Realität gut ankommen – oder besser im Film bleiben sollten. „Viele Menschen kommen sich auch selbst komisch vor, wenn ihre Sprache plötzlich so ganz anders ist, als im Alltag“, sagt Singlecoach Nina Deißler aus Hamburg.

Scham und (schlechte) Porno-Beispiele: Viele Menschen haben Scheu vor Dirty Talk

Hemmungen sind meist dafür verantwortlich, dass sich viele Menschen nicht so richtig trauen, mal etwas Schmutziges zu ihrem (Sex-)Partner zu sagen. „Man möchte sich auch nicht vergleichen mit Leuten, die man vielleicht in Pornos gesehen hat: Sätze oder Worte, die man in einem Porno gehört hat, will man deshalb eigentlich nicht genau so wiederholen“, sagt Deißler. Anfängern rät sie, ganz sanft anzufangen und dem Partner zu sagen, was sie besonders schön oder aufregend finden.

Der ideale Moment sei nach dem Sex: „In diesem Zustand ist man im Allgemeinen noch erregt und dabei sehr entspannt und damit ist dies der beste Moment, um über sexuelle Wünsche und eben auch Dirty Talk zu sprechen“, betont Deißler. „Trauen Sie sich, nach und nach auch etwas zu fordern, wie beispielsweise ‚Los zeig mir..…!‘“, rät der Singlecoach.

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Dirty Talk und Sexting können das Sexleben verbessern

„Gerade in einer längeren Beziehung oder auch bei Partnern, die häufig durch Geschäftsreisen getrennt sind, können Begriffe, die man beim gemeinsamen Sex mit Dirty Talk etabliert hat, wie eine Art ‚Zünder‘ wirken“, meint Deißler. Dirty Talk löse dabei auch in ganz alltäglichen Situationen Gefühle der Erregung und Lust aus – etwa, wenn der Partner schmutzige Kosenamen ins Ohr flüstere oder per Sprachnachricht schicke. So kann das Sexleben auch vom Sexting profitieren, also dem Dirty Talk beim Chatten: „Es kann als eine Art Vorspiel verwendet werden, um den Partner wissen zu lassen, dass man Lust auf sie oder ihn hat und abends Sex haben möchte“, sagt Deißler, „es kann aber auch den Sex ersetzen, wenn man sich eine Weile nicht sehen kann.“

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Ein guter Dirty Talk beginnt langsam und passt sich der Situation an

Was macht aber einen guten und aufregenden Dirty Talk aus? Das kommt laut Deißler auf die jeweilige Phase und den Menschen an: „Was in der Phase großer Erregung als ‚extrem heiß‘ empfunden wird, kann zehn Minuten früher der totale Abturner sein“, betont sie. Bevor man etwas überstürzt, solle man lieber mit dem Partner über die Vorlieben sprechen. Denn manche Menschen reagieren ganz allergisch auf Ausdrücke wie „Du geile Sau“, finden aber etwa „Besorg es mir“ erregend.

In anderen Fällen kann es ganz anders sein. Der Dirty Talk sollte sich also der Situation anpassen. „Er beginnt langsam und mit eher allgemeineren oder zärtlichen Worten und steigert sich passend zur ‚Erregungskurve‘ dann nach und nach in ‚schmutzigere‘ Ausdrücke“, so die Expertin.

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Vergleiche mit ehemaligen Sexpartnern und unpassende Ausdrücke sind beim Dirty Talk tabu

Auch bei Partnern, die auf den Dirty Talk stehen und gerne auch mal besonders schmutzige Ausdrücke hören, gibt es Grenzen. Etwa sind laut Deißler Vergleiche mit anderen Sexpartnern wie „Der Sex mit dir ist viel geiler als mit meinem Ex“ tabu. „Wichtig ist, dass die Beteiligten sich darüber einig sind, welche Begriffe sie auch im Zustand höchster Erregung nicht mögen, denn das kann den Sex komplett kaputt machen“, so Deißler.

Auch die Situation sollte richtig gewählt sein, denn wer beim Kuscheln „Das macht mich geil“ ruft, wird womöglich den Moment ruinieren. „In dieser Situation ist es eher wahrscheinlich, dass sie Empfindungen wie ‚Du riechst so gut‘ oder ‚Ich liebe deine weiche Haut‘ oder ‚Deine Küsse machen mich verrückt‘ als passend und anregend empfinden werden“, sagt die Expertin.

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