Studie: Jeder dritte Single fühlt sich in Corona-Krise einsam

  • Laut einer Studie von der Partnervermittlung Parship macht vielen Singles die Einsamkeit in diesen Zeiten schwer zu schaffen.
  • Gut jeder Dritte fühlt sich in der Corona-Krise allein und vermisst seine Freunde oder Familie.
  • Auch die “Me-Time” ist nur ein schwacher Trost: Nur die wenigsten sehen dies als positiven Aspekt der Pandemie.
Ben Kendal
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Hamburg. Aufgrund der Corona-Krise verbringen die meisten Menschen mehr Zeit zu Hause. In der Innenstadt shoppen, ins Kino gehen, im Club die ganze Nacht durchfeiern: All das ist nicht mehr möglich. Vor allem Singles haben mit den Maßnahmen ordentlich zu kämpfen, wie eine neue Studie der Online-Partnervermittlung Parship verrät. Gut jeder Dritte leidet unter Einsamkeit in der Corona-Krise (37 Prozent). “Gerade für Singles können Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen sehr schwer und kräftezehrend sein", sagt Single-Experte und Parship-Coach Eric Hegmann.

Junge Menschen fühlen sich besonders einsam in Corona-Zeiten

42 Prozent der befragten Männer gaben an, sich aktuell einsam zu fühlen. Zum Vergleich: Bei den Frauen waren es nur 33 Prozent. Besonders große Unterschiede zeigten sich auch zwischen den Generationen: Fast jeder Zweite zwischen 18 und 29 Jahren fühlt sich demnach allein und einsam (49 Prozent). Bei den über 60-Jährigen gaben dies nur 32 Prozent an. Wichtig sei laut Hegemann, der Einsamkeit nicht das Ruder zu übergeben und sich nicht in den eigenen vier Wänden einzuigeln. “Nutzen Sie die Zeit für Dinge, die Sie immer aufgeschoben haben: Sprachen lernen, endlich das Endlevel des neuen Games schaffen oder das Bücherregal aussortieren”, sagt der Experte. Denn etwas für sich zu tun, stärke das Selbstbewusstsein und schaffe Optimismus.

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“Me-Time” nur schwacher Trost: Singles vermissen Freunde und Familie

Doch anscheinend können viele Singles mit der dazu gewonnenen Zeit für sich selbst nichts anfangen: Die “Me-Time” mit Netflix und Co. haben nur die wenigsten Singles als positiven Aspekt der Corona-Krise genannt (acht Prozent). Am stärksten sehnen sich die Befragten nach dem Freundeskreis (59 Prozent). Von den Frauen gaben 62 Prozent an, ihre Freunde in der aktuellen Krise in die Arme schließen zu wollen. Jeder Dritte der 4100 Befragten vermisst seinen besten Freund oder seine Eltern. Bei den 30- bis 49-jährigen ist die Sehnsucht nach der Mutter und dem Vater besonders groß: Fast jeder Zweite würde seine Eltern gerne besuchen gehen.

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Singles chatten und telefonieren laut Parship-Studie häufiger

Laut Single-Experte Hegmann ist aktuell ganz wichtig: “Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Freunden, gerade Video-Telefonie schafft jetzt emotionale Nähe.” Das hat immerhin schon fast jeder Zweite der Befragten getan: 48 Prozent der Singles gaben an, dass sie nun häufiger Messengerdienste nutzen. 42 Prozent telefonieren zudem häufiger, um die Stimme und Freunden und Familie zu hören. Jeder Fünfte nutzt häufiger Video-Chats, um mit seinen Liebsten in Kontakt zu bleiben. Auch interessant: Obwohl Dates momentan kaum zu realisieren sind, nutzen 13 Prozent der Singles noch häufiger und intensiver Datingportale im Netz.

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