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Zwischen Luststeigerung und Anfang vom Ende

Ist es normal, in einer Beziehung an andere Frauen oder Männer zu denken?

Mit der Aufmerksamkeit woanders: Wer frisch verliebt ist, hat meistens nur Augen für die Auserwählte oder den Auserwählten. Gerade in einer Beziehung, die länger andauert, kann sich das schon mal ändern.

Mit der Aufmerksamkeit woanders: Wer frisch verliebt ist, hat meistens nur Augen für die Auserwählte oder den Auserwählten. Gerade in einer Beziehung, die länger andauert, kann sich das schon mal ändern.

Die meisten Menschen, die in einer Beziehung sind, sind seit deren Beginn glücklicher als zuvor. Das gaben 82 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer in einer Parship-Umfrage aus dem Jahr 2019 an. Aber was, wenn man plötzlich für jemand anderen schwärmt und sogar tiefere Gefühle entwickelt – ist das das Ende des Glücks?

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Beim Sex nicht an die eigene Partnerin oder den Partner zu denken ist vielleicht nichts, was man gerne kommuniziert – ungewöhnlich ist es aber nicht. In einer Studie gaben mehr als 60 Prozent der Frauen und mehr als 80 Prozent der Männer an, Sexfantasien mit anderen Menschen als der Partnerin oder dem Partner zu haben. Das heißt zwar nicht, dass die Beziehung am Ende ist – die Fantasie findet schließlich nur im Kopf statt. Wichtig ist aber, aus welchem Grund Mann oder Frau an jemand anderen denkt. Dient es der reinen Luststeigerung beim Sex, dürften die Fantasien in den meisten Fällen harmlos sein. An jemand anderen zu denken, weil man in der Beziehung nicht mehr glücklich ist, kann aber durchaus etwas bedeuten. Einer Umfrage im Auftrag des Magazins „Playboy“ zufolge haben nämlich vor allem Frauen (32,6 Prozent) außerhalb ihrer Beziehung Sex, wenn sie in der Partnerschaft unglücklich sind.

Partnerschaft muss nicht auf der Kippe stehen

Unabhängig von den Fantasien beim Geschlechtsverkehr mit der Partnerin oder dem Partner kann es gerade in längeren Beziehungen aber schon einmal vorkommen, dass man Gefühle für jemand anderen entwickelt. Laut einer Elite-Partner-Umfrage war jede oder jeder Zweite schon einmal fremdverliebt. Das Risiko dafür ist der Studie zufolge am Arbeitsplatz besonders hoch: 21 Prozent haben demnach trotz Beziehung schon einmal für einen Arbeitskollegen oder eine Arbeitskollegin geschwärmt. Das muss aber nicht in allen Fällen etwas bedeuten.

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„Es ist normal, sich während einer langjährigen Beziehung auch schon mal zu vergucken, das kommt schon mal vor“, sagt die Psychologin Sandra Jankowski. Das bedeute aber nicht, dass die Partnerschaft zwangsläufig auf der Kippe stehe oder man innige Gefühle zum Partner nicht wieder aufbauen könne. Forschende aus den USA behaupten, dass die Schwärmerei einer Partnerschaft sogar guttun kann – und nicht dafür steht, dass diese vorbei ist.

Offen mit dem Partner sprechen

Eine Umfrage unter 160 Frauen, die seit mindestens drei Jahren in einer stabilen Beziehung waren, zeigte zwar, dass 70 Prozent der Befragten sich während der Partnerschaft schon einmal in jemand anders verliebt hatten. Negative Auswirkungen hatte die Schwärmerei aber offenbar nicht – im Gegenteil. Den Forschenden zufolge hatten die Frauen in dieser Zeit nämlich mehr Sex – und zwar mit ihrem Partner. Begründet ist dies mit einer Übertragung der sexuellen Lust auf die eigene Partnerschaft. Für jemand anderen zu schwärmen oder auch beim Sex an jemand anderen zu denken ist also nichts Verwerfliches und muss auch nicht bedeuten, dass die eigene Partnerschaft nicht mehr ausreicht – oder vielleicht sogar am Ende ist. Vorsichtig sollte man dennoch sein. Nicht umsonst zeigt eine Parship-Umfrage aus dem Jahr 2019, dass der zweithäufigste Trennungs­grund bei Paaren das Fremdgehen ist.

Aber wie kommt es zu den plötzlichen Gefühlen für jemand anderen? „Meistens liegt es daran, dass wir etwas in unserer Partnerschaft vermissen“, erklärt Jankowski. Helfen könne dann, „sich darüber im Klaren zu werden und notfalls offen mit dem Partner zu sprechen“, sagt Jankowski. Denn nur wer offen und ehrlich zu sich selbst und zu seiner Partnerin oder seinem Partner ist, kann erwarten, dass sich auch etwas zum Positiven ändert.

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Die Psychologin Sandra Jankowski und ihre Praxis für Beratung, Coaching und Therapie sind zu erreichen unter www.zeuthen-psychotherapie.de.

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