Entspannt und weniger gestresst: Darum ist Liebe gesund

  • Verliebt sein ist wohl eines der schönsten Gefühle der Welt.
  • Das Gefühl von Geborgenheit und innerer Ruhe ist aber keineswegs nur subjektives Empfinden.
  • Eine Studie beweist: Die Liebe wirkt sich tatsächlich positiv auf den Blutdruck aus.
Luisa Ziegler
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Klimawandel, Kriege, Gewalt, Angst, Streit und Hass - tagtäglich werden wir mit den negativen Seiten unserer Welt und der Menschheit bombardiert. Auch privat ist im Alltag oft eine Menge los. Stress bei der Arbeit, finanzieller Druck und die ständige Erreichbarkeit über Smartphones und Co., all das kann extrem belastend sein. In einer Zeit, in der leicht mal alles zu viel zu werden kann, kann die Liebe helfen. Natürlich wäre es naiv zu glauben, dass Liebe ein Wundermittel ist. Ein Kuss oder eine Umarmung kann weder den Klimawandel stoppen noch einen verständnisvolleren Arbeitskollegen zaubern. Aber die Liebe macht nicht nur glücklich, sondern bewiesenermaßen auch gesund.

Liebe ist gesund

Mit dem Partner an der Seite fühlen sich viele Menschen sicher und geborgen. Auf die ersten Schmetterlinge folgt meist ein Gefühl von Verständnis und innerer Ruhe. Stressige Situationen werden dann oft als weniger anstrengend erfunden, und alles scheint ein bisschen leichter zu gehen. Dieses Gefühl ist nicht nur eine subjektive Wahrnehmung. Eine Studie von Psychologen der University of Arizona hat nun auch bewiesen, dass die Liebe tatsächlich einen positiven Effekt auf unsere psychische und physische Gesundheit hat.

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In der Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie sich Liebe auf unser Stressempfinden auswirkt. Dazu konfrontierten sie die 102 Teilnehmer mit einer stressigen Situation. Die Teilnehmer mussten einen Fuß in eiskaltes Wasser tauchen. Alle von ihnen befanden sich in einer festen Beziehung und wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen aufgeteilt. In einer Gruppe waren die Partner bei dem Experiment anwesend und saßen still im selben Raum. Die zweite Gruppe sollte während des Experiments an ihren Partner denken, die dritte Gruppe dachte an eine Alltagssituation. Die Psychologen maßen derweil den Blutdruck und den Puls der Teilnehmer vor, während und nach der Aufgabe.

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Schon der bloße Gedanke an der Partner beruhigt

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Das Ergebnis: Sowohl die Anwesenheit des Partners als auch der bloße Gedanke senkte den Blutdruck der Teilnehmer in der Stresssituation. Ob der Partner tatsächlich anwesend war, machte dabei keinen Unterschied. Schon die Vorstellung des Partners reichte aus, um die Reaktion des Körpers auf die Stresssituation zu mindern. Die dritte Gruppe reagierte dagegen mit einem höheren Blutdruck auf den Stress. "Dies verdeutlicht, dass eine Beziehung die Gesundheit unter anderem positiv beeinflussen kann, indem sie Menschen hilft, mit Stress besser umzugehen. Und es scheint, dass der Gedanke an den Partner ebenso effektiv ist wie seine Anwesenheit", erklärt der Leiter der Studie, Kyle Bourassa, auf der Website der Universität.

In stressigen Situationen die Ruhe bewahren

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Die Studie zeigt also: gerade in stressigen Zeiten kann die Liebe uns gesund halten. "Es gibt viele Situationen - zum Beispiel bei der Arbeit, in einer Klausur oder sogar bei einer medizinischen Behandlung - in denen wir davon profitieren, unseren Blutdruck zu senken. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Beziehungsansatz dabei sehr hilfreich sein kann", so Bourassa. Weniger Schwankungen des Blutdrucks sowie ein niedrigeres Stressrisiko senken wissenschaftlich belegt die Anfälligkeit für in diesem Kontext stehende Krankheiten. Liebe ist also tatsächlich nicht nur ein wunderschönes Gefühl, sondern macht auch noch gesund.

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