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“Dirty Talk“ per Smartphone: Beim Sexting geht es um mehr als nur um Sex

Eine Untersuchung der University of Arizona hat ergeben, dass heterosexuelle Frauen oft anzügliche Nachrichten verschicken, damit ihr Liebster nicht das Interesse verliert.

Eine Untersuchung der University of Arizona hat ergeben, dass heterosexuelle Frauen oft anzügliche Nachrichten verschicken, damit ihr Liebster nicht das Interesse verliert.

Hannover. In einer aktuellen Studie der Texas Tech University haben sich die Forscher Kassidy Cox und Joseph Currin näher mit den Beweggründen für das Vorspiel per Smartphone auseinandergesetzt. Hierfür wurden 160 Probanden im Alter von 18 bis 69 befragt, die entweder in einer Beziehung gelebt oder einvernehmlich gesextet haben. Das Ergebnis: Für zwei Drittel der Teilnehmer kristallisierten sich drei Gründe heraus.

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58 Befragte gaben an, dass sie Sexting als Teil des Vorspiels nutzen. 54 der restlichen Probanden verschickten anzügliche Nachrichten, um die Verbindung zu ihrem Partner auf Beziehungsebene zu stärken. Und ganze 48 Teilnehmer tun es lediglich, um dem Empfänger einen Gefallen zu tun. Es geht also einerseits um Sex und andererseits um Intimität und Emotionen – und das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Die Ergebnisse sind den Forschern nach unabhängig von Geschlecht, Altersklasse oder sexueller Orientierung.

“Das könnte nahelegen, dass manche Menschen sexten, obwohl sie es lieber nicht täten – um dadurch entweder Bestätigung ihrer Beziehung zu erhalten, Ängste zu beruhigen oder später etwas Konkretes, Nicht-Sexuelles als Gegenleistung zu bekommen”, heißt es auf der Website der Universität.

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Anzügliche Selfies verschicken, damit der Partner interessiert bleibt

Eine vorherige Untersuchung der University of Arizona hingegen hat ergeben, dass hauptsächlich heterosexuelle Frauen anzügliche Nachrichten verschicken, damit ihr Liebster nicht das Interesse verliert. Die Soziologie-Doktorandin Morgan Johnstonbaugh erklärt, der Druck auf Frauen sei hinsichtlich gesellschaftlich verankerter Rollenbilder größer. Andererseits würden einige, zum Beispiel durch das Verschicken von reizvollen Fotos, sexuelle Ermächtigung empfinden.

Studie: Sexting steigert die Beziehungsqualität

Im Rahmen einer weiteren Studie, die 2018 im Magazin “Computer in Human Behavior” erschien, wurde die Zufriedenheit der Menschen, die regelmäßig sexten, untersucht. Sie seien insgesamt zufriedener mit ihrem Liebesleben. Aber: Diejenigen, die besonders viele anzügliche Nachrichten verschickten, schnitten in puncto Beziehungszufriedenheit schlechter ab.

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