Diese sieben Dinge vermeiden glückliche Paare

  • Manche Paare scheinen glücklicher zu sein als andere – denn sie befolgen gewisse Beziehungsregeln.
  • Als oberster Grundsatz gilt, den Partner nicht für das eigene Glück verantwortlich zu machen.
  • Außerdem gilt: Kleine Gesten und Zeit mit Freunden erhalten die Liebe.
Michèle Förster
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In jeder Beziehung gibt es hin und wieder Phasen, in denen nicht alles rosig aussieht. Dann ist es besonders verlockend, die glücklichen Paare neidisch zu betrachten und sich zu fragen: Was genau machen die denn eigentlich anders? Und warum sind wir nicht so glücklich?

Neben Vertrauen und guter Kommunikation gibt es noch weitere Aspekte, die für die Zufriedenheit in einer Beziehung wichtig sind. Dabei geht es weniger um Dinge, die man für sein Glück tut, als vielmehr um diejenigen, die man besser unterlässt.

1. „Ich liebe dich“ sagen, statt es zu zeigen

Kleine Aufmerksamkeiten und herzliche Gesten erhalten die Liebe – sogar viel mehr, als ein reines „Ich liebe dich“ es könnte. Glückliche Paare müssen sich diese bedeutungsschwangeren Worte nicht täglich sagen, um sich an ihre Liebe zu erinnern. Stattdessen zeigen sie dem Partner ihre Zuneigung, indem sie zum Beispiel seine Lieblingseissorte vom Einkaufen mitbringen, die neue Netflix-Serie nur schauen, wenn er dabei ist oder einen Zettel mit einer Liebesbotschaft an den Kühlschrank kleben.

Sich füreinander Zeit zu nehmen ist ebenfalls eine Art, dem Partner Aufmerksamkeit zu schenken. Und das gilt besonders in Zeiten der digitalen Kommunikation. Glückliche Paare legen öfter das Smartphone aus der Hand und unterhalten sich darüber, was sie momentan beschäftigt. So verbringen sie die Zeit tatsächlich mit ihrem Partner statt mit einem Bildschirm.

Bringen Sie Ihrem Partner Blumen, Eis oder Karten für einen Kinofilm mit. Kleine Aufmerksamkeiten erhalten die Liebe. © Quelle: Icons8 Team/Unsplash
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2. Den Partner für das eigene Glück verantwortlich machen

Menschen in einer glücklichen Beziehung erwarten von ihrem Partner nicht, etwas gegen die eigene Unzufriedenheit zu tun. Denn niemand ist für Ihr Glück verantwortlich außer Ihnen selbst.

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Will Smith wurde in einem Interview einmal gefragt, wie er es schafft, seine Frau Jada Pinkett auch nach 22 Jahren Ehe noch glücklich zu machen. Er antwortete: „Ich bin nicht für ihr Glück verantwortlich. Sie sollte glücklich sein und ich unabhängig davon auch. Wenn wir zusammen sind, teilen wir unser Glück. Jemand anderen für sein Glück verantwortlich zu machen, wenn man es aus eigenen Stücken nicht schafft, ist egoistisch."

3. Über Kleinigkeiten streiten

Streit ist in einer Beziehung nicht nur völlig normal, sondern auch ein Zeichen dafür, dass es zwischen zwei Menschen funktioniert. Denn: Wer streitet, kommuniziert. Anstatt den Frust über Dinge, die nicht nach der eigenen Vorstellung laufen, in sich hineinzufressen, teilen sich glückliche Paare diese Dinge mit.

Damit ein Streit nicht eskaliert, sollten Sie folgenden Grundsatz beachten: Lassen Sie den Ärger vergehen und diskutieren Sie erst dann über das Problem. So können Sie auch vermeiden, sich über unwichtige Kleinigkeiten aufzuregen. Bleiben Sie auch bei einem Streit fair und nicht beleidigend. So vermeiden Sie große Beziehungsdramen und haben mehr Energie für schöne Dinge.

4. In Routinen verfallen

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Ganz egal, ob Sie jeden Morgen mit einem gemeinsames Frühstück in den Tag starten, sonntags immer den Tatort schauen oder ein Hobby teilen: Gemeinsame Rituale sind wichtig und können Ihre Beziehung stärken. Ganz im Gegensatz zu sich einschleichenden Routinen, die tödlich für die Leidenschaft sind.

Um kleine Momente, die trotz Alltag und Zeitmangel die Beziehung beleben, geht es beim Micro-Dating. Denn amerikanische Psychologen haben herausgefunden, dass Paare, die in ihrer Beziehung kleine Augenblicke bewusst zusammen genießen, zufriedener und glücklicher sind.

Schleichen sich in Ihrer Beziehung allmählich Routinen ein, sollten Sie etwas dagegen unternehmen. © Quelle: Khadeeja Yasser/Unsplash

5. Verallgemeinern

Gegenseitige Vorwürfe können eine Beziehung auf Dauer zerstören. Vor allem, wenn Sie dabei verallgemeinernde Ausdrücke verwenden. Dem Partner vorzuwerfen, er würde sich „nie“ für die Gefühle anderer interessieren oder „immer“ nur seine Interessen verfolgen, hat in der Praxis wenig Erfolg.

Fragen Sie sich stattdessen, welche konkrete Handlung Sie verletzt hat oder welches Gefühl ein Verhalten in Ihnen auslöst – und kommunizieren Sie offen und geradeheraus, was Sie stört. Sie können dann gemeinsam überlegen, wie Sie dieses Problem lösen können.

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6. Mit anderen Paaren vergleichen

Jede Beziehung hat ihre Höhen und Tiefen. Doch auch, wenn in Ihrer Partnerschaft gerade nicht alles nach Plan läuft, sollten Sie nicht damit beginnen, sich mit anderen Paaren zu vergleichen. Denn besonders in Zeiten von Social Media ist es verlockend zu schauen, wie andere ihr Leben führen. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass die schlechten Zeiten dort nicht dokumentiert werden.

Wenn also auf Instagram das nächste Foto von einem romantischen Pärchenurlaub auftaucht, sollten Sie es einfach ignorieren. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen, denn jedes Paar hat seine eigene Chemie – und das ist auch gut so.

7. Alles zu zweit machen

Nichts ist schlimmer als Kaugummipaare, die jede Sekunde zusammen verbringen und Sätze nur noch mit „Wir“ beginnen. Denn so schön es auch ist, sich mit dem Partner wohlzufühlen – die eigene Identität sollte man dabei trotzdem nicht verlieren. Bei glücklichen Paaren ist der Partner zwar gleichzeitig der beste Freund, aber eben nicht der einzige.

Denn neben einem Wir sollte immer noch ein Ich existieren. Dem Partner Freiräume zu gewähren stärkt das gegenseitige Vertrauen und belebt auch die Beziehung durch neue Impulse. Also: Verabreden Sie sich doch mal wieder zum Mädelsabend oder buchen Sie einen Wochenendtrip mit den Jungs.

Ein Abend mit Freunden tut auch Ihrer Beziehung gut. Wer hätte das gedacht?. © Quelle: Kelsey Knight/Unsplash