Das liebe Geld: Warum es in der Beziehung für viele Paare noch eine Rolle spielt

  • Das Thema Geld ist nicht sonderlich romantisch – in einer Beziehung aber trotzdem von Bedeutung.
  • Eine Umfrage zeigt, dass es drei Viertel der Frauen wichtig ist, dass ihr Mann über ein ausreichendes Einkommen verfügt.
  • Je nach Alter variiert die Einstellung allerdings.
Alice Mecke
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Hannover. In einer Beziehung sind viele Aspekte entscheidend, damit sie als harmonisch gilt. Der Punkt „Geld“ ist zwar wenig romantisch, kann aber umso mehr für Zündstoff sorgen – und ist daher durchaus wichtig. Das zeigt auch eine aktuelle Umfrage des Vergleichsportals Verivox und der Online-Partnervermittlung Parship unter 3000 Parship-Mitgliedern. Die zentrale Frage lautete: „Kannst du dir eine Beziehung vorstellen, in der dein Partner oder deine Partnerin über viel mehr oder viel weniger Geld verfügt als du selbst?“

Die Antworten zeigen: Geld ist nur der Hälfte der Befragten in einer Beziehung generell egal. Frauen ist die finanzielle Lage ihres Partners allerdings deutlich wichtiger als Männern.

Über 70 Prozent der Frauen achten aufs Geld des Partners

Fast drei von vier befragten Frauen (72 Prozent) gaben an, beim Partner aufs Geld zu schauen. Jeder dritten Befragten (37 Prozent) ist es dabei wichtig, dass in der Beziehung beide über ähnlich viel Geld verfügen. Ein Drittel der Frauen (33 Prozent) kann sich durchaus eine Beziehung vorstellen, in der der Partner über deutlich mehr finanzielle Mittel verfügt. 28 Prozent gaben an, dass es für sie keine Rolle spiele, über wie viel oder wenig Geld der Partner verfüge.

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Männern ist Geld relativ egal

Die Umfrage zeigt auch, dass Männern die finanzielle Situation ihrer potenziellen Partnerin weniger wichtig ist. Demnach spielt es für drei Viertel der männlichen Befragten generell keine Rolle, wie viel Geld die Partnerin besitzt. Nur für etwa jeden Sechsten (17 Prozent) sollten sich die finanziellen Mittel in einer Beziehung in etwa die Waage halten.

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Für Jüngere ist Geld weniger wichtig

Interessant ist auch, dass für eine Mehrheit der Jüngeren unter 30 Jahren Geld in einer Beziehung keine Rolle spielt. 72 Prozent der jüngeren Befragten ist es ganz egal, wie finanzstark der Partner oder die Partnerin ist. Von den Befragten unter 30 Jahren legen 13 Prozent Wert darauf, dass in der Partnerschaft beide finanziell ungefähr gleich ausgestattet sind. Nur für 12 Prozent der Jüngeren wäre es ein Problem, mit jemandem zusammen zu sein, der deutlich weniger Geld hat als sie selbst.

Mit dem Alter ändert sich die Einstellung zum Geld

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Die Einstellung zum Verdienst des Partners oder der Partnerin ändert sich allerdings mit dem Alter: In der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen spielt Geld für die Hälfte der Befragten in der Beziehung keine Rolle und bei den Menschen über 60 Jahren sind es noch knapp 39 Prozent. Bei den über 60-Jährigen (38 Prozent) wird in einer Beziehung Wert auf ausgeglichene Vermögens­verhältnisse gelegt und für ein Fünftel wäre es zumindest ein Problem, wenn der oder die andere deutlich weniger Geld hätte als sie selbst.

Frauen verdienen 18 Prozent weniger als Männer

„Die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen könnte eine Ursache dafür sein, dass vor allem viele Frauen einen Partner suchen, der ihnen finanziell wenigstens ebenbürtig ist“, sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. Denn auch im Jahr 2021 ist ein gleiches Gehalt von Männern und Frauen noch nicht die Regel. Laut Statistischem Bundesamt verdienten Frauen in Deutschland 2020 im Durchschnitt 18 Prozent weniger als Männer. Frauen erhielten demnach im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 18,62 Euro brutto pro Stunde 4,16 Euro weniger als Männer (22,78 Euro).

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Dass Männer und Frauen dem Thema Geld in der Partnerschaft unterschiedliche Bedeutung beimessen, könne laut Maier auch an „traditionellen Rollenbildern“ liegen.

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