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Ziemlich köstlichste Doku – „Ottolenghi und die Versuchungen von Versailles“

  • Ein Film, der ein Fest für alle Leckermäulchen werden wird.
  • In „Ottolenghi und die Versuchungen von Versailles“ (Kinostart am 21. Oktober) erzählen die besten Patissiers der Welt unter Anleitung des genialen israelisch-britischen Meisters Yotam Ottolenghi die Geschichte des französischen Königshofs in ihren Kreationen.
  • Kinobesucher können schwelgen in Schönheit – nur mitschmausen können sie nicht.
Ernst Corinth
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Für seine zahlreichen Anhänger ist dieser Film ein Fest, eines, das unheimlich Appetit macht auf all die Leckereien, die in ihm zu sehen sind. Der Meister selbst hält sich indes zurück und lässt andere die köstlichen Dinge zubereiten. Die Rede ist von Yotam Ottolenghi – erfolgreicher israelisch-britischer Koch und Kochbuch­autor aus London und unübertrefflich, vor allem wenn es um ausgefallene Desserts geht.

Viel kann diesen umtriebigen sympathisch wirkenden 52-Jährigen nicht mehr überraschen, doch eine E-Mail des Metropolitan Museum of Art hat ihn dann doch verblüfft. Man wolle ihn für die Gestaltung des Dessert­buffets im Rahmen einer Ausstellung über Versailles engagieren, hieß es darin. Nach kurzer Überlegung sagte Ottolenghi zu und begab sich auf die Suche nach Spitzenköchen und -konditoren, die bereit waren, sich dieser Heraus­forderung zu stellen.

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Laura Gabberts Film „Ottolenghi und die Versuchungen von Versailles“ zeigt nun in mehreren Akten alle Schritte bis zur Fertig­stellung der süßen Kost­barkeiten. Und dabei wird vor allem erläutert, wie sich die Künstler in den Desserts mit dem Ausstellungs­thema auseinander­setzen. Dem zuzuschauen macht viel Spaß. Schade ist die kurze Laufzeit des Films, der eine Vertiefung in die jeweilige Kreation verhindert.

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Und natürlich bleibt eines auch außen vor. Heißt es doch: „The proof of the pudding is in the eating“ – auf Deutsch: Um den Pudding zu prüfen, muss man ihn essen. Da stößt das Kino dann doch – leider – an seine Grenzen.

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„Ottolenghi und die Versuchungen von Versailles“, Regie: Laura Gabbert, 75 Minuten, FSK 0

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