Richter: Bushidos Album steht zu Recht auf dem Index

  • Ein Album des Rappers Bushido wird als jugendgefährdend eingestuft.
  • Es folgt ein langer Rechtsstreit, jetzt gibt es ein Urteil.
  • Das Bundesverwaltungsgericht sagt, dass „Sonny Black“ zu Recht als jugendgefährdend eingestuft worden ist.
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Leipzig. Bushidos Album "Sonny Black" ist nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zu Recht als jugendgefährdend eingestuft worden. Damit korrigierten die Richter am Mittwoch das Urteil der Vorinstanz und bestätigten die Entscheidung der Bundesprüfstelle, das Album auf den Index für jugendgefährdende Medien zu setzen. Bushido nahm an der Verhandlung selbst teil. Er sei "abgeschmiert auf ganzer Linie", sagte er nach der Urteilsverkündung.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Titel Gewalt "hemmungslos" darstellten. Seit 2015 darf das Album "Sonny Black" nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden.

Youtube sperrt 300 Videos zu Bushidos Album "Sonny Black"

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Jetzt hat auch Youtube Inhalte gesperrt, die Bushidos Album "Sonny Black" oder einzelne Tracks daraus verbreiten. Insgesamt sind 300 Videos entfernt worden. Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) teilte mit, dass das Album auch im Internet für Kinder und Jugendliche nicht frei zugänglich sein solle und meldete dies der Youtube-Muttergesellschaft Google Ireland Ltd..

Demnach seien entsprechende Videos für Nutzer in Deutschland nicht mehr aufrufbar. Wer allerdings danach sucht, findet noch immer Mitschnitte, die das Album "Sonny Black" von Bushido verbreiten.

RND/dpa