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Rassismusvorwürfe gegen Karl May

Witwe von Winnetou-Darsteller findet Rassismusdebatte „sehr schade“

Hella Brice findet die Winnetou-Debatte „sehr schade“. „Ich kann diesen Vorwurf überhaupt nicht nachvollziehen“, sagte die 72-Jährige Witwe des Winnetou-Darstellers Pierre Brice zu den Rassismusvorwürfen gegenüber Karl May.

Hella Brice findet die Winnetou-Debatte „sehr schade“. „Ich kann diesen Vorwurf überhaupt nicht nachvollziehen“, sagte die 72-Jährige Witwe des Winnetou-Darstellers Pierre Brice zu den Rassismusvorwürfen gegenüber Karl May.

Berlin/Bad Segeberg. Hella Brice, die Witwe des legendären Winnetou-Darstellers Pierre Brice, ist Rassismus-Vorwürfen gegen den Schriftsteller Karl May entgegengetreten. „Ich kann diesen Vorwurf überhaupt nicht nachvollziehen“, teilte die 73-Jährige am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

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Wäre Karl May rassistisch gewesen, hätte er Winnetou und Old Shatterhand wohl kaum Blutsbrüderschaft schließen und Seite an Seite für das Gute kämpfen lassen.

Hella Brice,

Witwe des Winnetou-Darstellers Pierre Brice

Hella Brice nahm damit Stellung zu der derzeitigen Debatte um kulturelle Aneignung und Rassismus, die nach der Zurückziehung zweier Begleitbücher zu einem neuen Winnetou-Film für Kinder aufgekommen war. Die gebürtige Oberpfälzerin war mehr als 30 Jahre lang mit dem französischen Schauspieler verheiratet. Brice wurde in den 60er Jahren mit den Verfilmungen der Karl-May-Bücher als „Winnetou“ zur Kinolegende. Am 6. Juni 2015 starb er im Alter von 86 Jahren in Paris. Beerdigt ist er in Gräfelfing nahe München, wo Hella Brice heute lebt.

„Genau das Gegenteil war stets Pierres Wunsch“

„Ich finde es sehr schade, dass durch diese Diskussion die Botschaft Karl Mays und die Werte Winnetous in den Hintergrund rücken“, gab Helle Brice zu bedenken. Weder die Schauspieler des neuen Films „Der junge Häuptling Winnetou“ und die der vorigen Filme noch die Bühnen, die Karl May heute aufführten, hätten Negatives im Sinn, ganz im Gegenteil. „Mein Mann ist 1991 bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg von den Winnebagos zum Rainbow-Man ernannt worden.“ Sie hätten ihn als Ehrenmitglied in ihren Stamm aufgenommen. Das hätten sie sicher nicht getan, wenn sie sich durch die Darstellung und durch die Sprache Karl Mays angegriffen oder verletzt gefühlt hätten.

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„Genau das Gegenteil war stets Pierres Wunsch“, betonte Hella Brice. „Er wollte den Menschen die Kultur der Indianer näherbringen, die Verbundenheit zur Natur, der Wunsch nach Frieden, Freiheit, Toleranz und Respekt, weil das auch seine eigenen Werte waren, für die er sich sein Leben lang eingesetzt hat.“

RND/dpa

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