“Wild Rose”: Sehnsuchtsort in Tennessee

  • Ein Kinodrama mit viel Herz und noch mehr Countrymusik: “Wild Rose”.
  • Allein schon die charismatische Hauptdarstellerin Jessie Buckley lohnt das Zuschauen.
  • Regisseur Tom Harper zeichnet das Porträt einer eigenwilligen Heldin.
Margret Köhler
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Wer Countrymusik im Blut hat, den treibt es nach Nashville, dem Mekka des Sounds von Johnny Cash und Dolly Parton. Auch Rose-Lynn (Jessie Buckley) träumt davon, dort als Countrysängerin entdeckt zu werden. Die 23-Jährige kommt nach einem Jahr aus dem Gefängnis.

Muttersein und künstlerische Erfüllung

Ihre Mutter (Julie Walters) hat sich um die zwei Kinder gekümmert und verlangt, dass ihre Tochter Verantwortung übernimmt. Doch Rose-Lynn tingelt durch Glasgower Clubs und versucht, Geld für den Nashville-Trip zu sparen. Erst am Sehnsuchtsort wird sie erkennen, dass Muttersein und künstlerische Selbsterfüllung kein Gegensatz sein müssen.

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Countryfan Tom Harper erzählt nicht die typische Story vom erfolgreichen Underdog, auch wenn sich das befreiende Happy End andeutet, sondern zeichnet das Porträt einer eigenwilligen, nicht immer sympathischen Heldin, die nur beim Singen mit sich im Reinen ist.

Allein das ungeschliffene Energiebündel Jessie Buckley mit ihrer rohen und charismatischen Stimme lohnt schon den Kinobesuch. Die Stimme der Irin, die auch am fabelhaften Soundtrack beteiligt ist, erinnert an die anarchische Kraft einer Janis Joplin. Ein Drama mit Herz, menschlich und mitreißend.

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„Wild Rose“, Regie Tom Harper, mit Jessie Buckley und Julie Walters, 101 Minuten, FSK 12

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