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Verstorbener James Dean kehrt in neuem Film zurück – Kollegen entsetzt

  • Dank altem Filmmaterial und moderner Technik soll James Dean 64 Jahre nach seinem Tod wieder eine Filmrolle übernehmen.
  • Der Film „Finding Jack“ mit Dean in der Hauptrolle soll 2020 in die Kinos kommen.
  • Die Ankündigung sorgt teils für Entsetzen.
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Los Angeles. James Dean (1931–1955) gehört 64 Jahre nach seinem Tod zur Besetzung eines Films, der in der Zeit des Vietnam-Krieges spielen soll. Der Star aus „... denn sie wissen nicht, was sie tun“ kam 1955 im Alter von 24 Jahren bei einem Autounfall ums Leben. Nun gab die Produktionsfirma Magic City Films laut „The Hollywood Reporter“ bekannt, dass Dean die zweite Hauptrolle im Film „Finding Jack“ übernehmen wird. Er soll eine Figur namens Rogan verkörpern, der Film 2020 in die Kinos kommen.

Die Regisseure des Projekts, Anton Ernst und Tati Golykh, haben dem Bericht zufolge die Rechte an Bildmaterial des Schauspielers von der Familie Deans erworben. Die Filmemacher wollen vorhandenes Filmmaterial und Fotos verwenden, um mithilfe modernster Technik eine CGI-Version von Dean zu erstellen. Ein anderer Schauspieler werde die Stimme beisteuern, hieß es.

„Das ist schrecklich“

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Ernst erklärte dem „Hollywood Reporter“, sie hätten lange nach der perfekten Besetzung für die Rolle gesucht. „Nach monatelanger Recherche haben wir uns für James Dean entschieden.“ Dass Deans Familie sie unterstütze, sei eine große Ehre, sagte er weiter. „Die Familie betrachtet dies als seinen vierten Film, einen Film, den er nie drehen durfte. Wir haben nicht vor, seine Fans zu enttäuschen.“

Dennoch wird die Entscheidung nicht nur bejubelt. In den sozialen Medien gibt es bereits Kritik. „Ich habe seit JAHREN mit Freunden darüber gesprochen, und niemand hat mir jemals geglaubt, dass die Branche diesen Tiefpunkt erreichen würde, sobald die Technologie besser wird“, twitterte Zelda Williams, die Tochter des verstorbenen Filmstars Robin Williams. Dies schaffe einen „so schrecklichen Präzedenzfall für die Zukunft“.

Schauspieler Chris Evans schließt sich dem an: „Das ist schrecklich“, schrieb er. „Vielleicht können wir uns von einem Computer einen neuen Picasso malen lassen. Oder ein paar neue Stücke von John Lennon schreiben lassen. Der völlige Mangel an Verständnis hier ist beschämend.“

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RND/hub/spot