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Veranstaltungsbranche kritisiert: Kultur hat offenbar nicht die gleiche Bedeutung wie der Sport

Events mit bis zu 25.000 Zuschauern sollen trotz der zunehmend grassierenden Delta-Variante des Coronavirus unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich werden. Zumindest mit Blick auf große Sportveranstaltungen (Symbolbild).

Events mit bis zu 25.000 Zuschauern sollen trotz der zunehmend grassierenden Delta-Variante des Coronavirus unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich werden. Zumindest mit Blick auf große Sportveranstaltungen (Symbolbild).

Hannover. Verhalten reagiert der Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) auf einen Beschluss der Chefs der Länderstaatskanzleien, der Großveranstaltungen wieder möglich machen soll. Es sei zu begrüßen, „dass endlich Bewegung in die Durchführbarkeit von Großveranstaltungen gekommen ist“, sagte BDKV-Präsident Jens Michow dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Gleichzeitig betont er, dass die vorliegende Beschlussfassung für Kulturveranstaltungen mit mehr als 5000 Anwesenden aus Sicht des Forums Veranstaltungswirtschaft, zu dem der BDKV gehört, „ziemlich enttäuschend“ sei.

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Laut dem Beschluss der Chefs der Staatskanzleien sollen große Sportveranstaltungen mit bis zu 25.000 Zuschauern unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich werden. Für Kulturveranstaltungen sollen dagegen auf Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Kontaktnachverfolgung, Einlassmanagement, Testerfordernisse und Abstands- und Maskenregelungen getroffen werden. „Insofern gibt es für den Kulturbereich also nach wie vor keine konkreten Vorgaben, die es den Veranstaltern erlauben, endlich konkret den Herbst zu planen“, kritisiert Michow.

Ratlosigkeit bei Veranstaltern hinsichtlich Herbstplanung

Für Michow macht der Beschluss ein weiteres Mal deutlich, „dass der Kulturbetrieb in unserem Land offenbar nicht die gleiche Bedeutung hat wie der Sport. Bei den Rahmenbedingungen für Kulturveranstaltungen tappen wir also weiterhin im Dunkeln – die Veranstalter sind ratlos, wie sie mit den zigtausend im Herbst geplanten Veranstaltungen umgehen sollen.“

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Das Forum Veranstaltungswirtschaft, der Zusammenschluss der maßgeblichen Verbände des Wirtschaftszweigs, kämpfe bereits seit Januar darum, „dass die Politik endlich Rahmenbedingungen nennt, bei deren Vorliegen wirtschaftliche Veranstaltungen – also Veranstaltungen ohne Abstandsregeln – wieder möglich sein werden“, so Michow. Seit Dienstag liege nun endlich ein Beschluss vor, „der zumindest erkennen lässt, in welche Richtung die Reise gehen könnte“. Allerdings befasse sich dieser konkret nur mit der Zulassung von Großveranstaltungen im Bereich des Sports, kritisiert Michow.

Laut Michow müsste die Belastung des Gesundheitswesens Maßstab für die Durchführung von Kulturveranstaltungen sein, nicht Inzidenzwerte. Ansonsten würden „Tourneeveranstalter wieder mit einem Flickenteppich konfrontiert sein, der jede Tourneeplanung unmöglich macht“.

Die Neuregelung ist zunächst für den Zeitraum bis zum 11. September vorgesehen – so lange ist derzeit auch die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite befristet, die dem Bund in der Pandemie weiterreichende Kompetenzen verschafft.

RND/liz

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