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Unterhaltungs- und Filmgewerkschaft in den USA droht mit Streik

Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld (Symbolbild).

Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld (Symbolbild).

New York. Film- und Fernsehproduktionen in den USA droht ein erzwungener Stillstand. Eine überwältigende Mehrheit von fast 99 Prozent der teilnehmenden Mitglieder der Filmcrew- und Unterhaltungsgewerkschaft IATSE sprach sich in einer Abstimmung zum ersten Mal in der 128-jährigen Geschichte für einen Streik aus, wie die Gewerkschaft am Montag bekanntgab. Fast 99 Prozent der registrierten und teilnehmenden Mitglieder - insgesamt 25.706 Personen - hätten sich dafür ausgesprochen, hieß es.

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Strittig sind in den festgefahrenen Verhandlungen etwa die Arbeitsbedingungen für Handwerker, Techniker und Arbeiter, die für Streamingdienste wie Netflix, Apple und Amazon arbeiten. Die Gewerkschaft fordert unter anderem bessere Bezahlung, angemessene Ruhezeiten und garantierte Pausen.

Gewerkschaftsführer: „Der Ball liegt in ihrem Feld“

„Ich hoffe, dass die Studios die Entschlossenheit unserer Mitglieder sehen und verstehen“, erklärte Gewerkschaftsführer Matthew Loeb. „Der Ball liegt in ihrem Feld. Wenn sie einen Streik vermeiden wollen, müssen sie zum Verhandlungstisch zurückkehren und uns ein vernünftiges Angebot machen.“

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Die letzte Vereinbarung zwischen der Gewerkschaft und dem Verband der Filmstudios (AMPTP) mit einer dreijährigen Laufzeit war im Juli ausgelaufen. Neuverhandlungen kamen nach vier Monaten ohne Ergebnis am 20. September, dem Tag nach der Emmy-Preisverleihung, zum Stillstand.

Es sei völlig unverständlich, erklärte die IATSE, dass die AMPTP, in der Mediengiganten vereinigt seien, die zusammen Billionen von Dollar schwer seien, erklären würden, sie könnten den Mitarbeitern hinter den Kulissen nicht die menschlichen Grundbedürfnisse von genügend Schlaf, Essenspausen und einem Lohn, der den Lebensunterhalt deckt, bieten.

Die AMPTP erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme, sie sei weiter daran interessiert zu einer Vereinbarung zu kommen, die der Industrie ihre Arbeit ermögliche, besonders nach den ökonomischen Einbußen durch die Pandemie.

RND/AP

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