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Umstrittener Autor Michel Houellebecq glaubt nicht an bessere Welt nach der Corona-Krise

  • Manche glauben, dass die Corona-Krise die Menschen zusammenrücken lassen und die Welt besser machen könne.
  • Der Meinung ist Autor Michel Houellebecq, der gern polarisiert, nicht.
  • “Es wird die gleiche Welt sein, nur ein wenig schlimmer”, so seine Prognose.
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Paris. Für den umstrittenen französischen Bestseller-Autor Michel Houellebecq (64) wird die Welt nach der Corona-Krise keine bessere sein. "Wir werden nach der Eindämmung nicht in einer neuen Welt aufwachen; es wird die gleiche sein, nur ein wenig schlimmer", schrieb er in in einem Brief an den Radiosender France Inter.

Der Schriftsteller ("Elementarteilchen"", "Unterwerfung") sieht eine Tendenz zur Beschleunigung von Vereinsamung und Entfremdung. "Seit einigen Jahren haben alle technologischen Entwicklungen, ob kleine (Video on Demand, kontaktloses Bezahlen) oder große (Telearbeit, Internet-Shopping, soziale Netzwerke) die Reduzierung materieller und insbesondere menschlicher Kontakte (als Hauptziel?) zur Folge." Die Pandemie diene als großartiger Vorwand für diesen folgenschweren Trend.

Houellebecq thematisiert Diskussion über Alter der Erkrankten

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Houellebecq thematisiert auch die Diskussion über das Alter der Erkrankten. "Bis wann sollten sie reanimiert und behandelt werden? 70, 75, 80 Jahre?" Noch nie sei mit einer solchen gelassenen Schamlosigkeit zum Ausdruck gebracht worden, dass das Leben aller Menschen nicht denselben Wert habe.

Der Brief wurde am Montag in dem Radiosender vorgelesen und ins Internet gestellt.

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RND/dpa

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