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Theaterschließung: Dieter Hallervorden will keine Hilfe der AfD

  • Dieter Hallervorden legte einen Plan zur schrittweisen Wiedereröffnung der Theater vor.
  • Nun bekommt er Unterstützung von der AfD.
  • Doch von dieser Partei wolle er sich nicht instrumentalisieren lassen, sagt er.
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Berlin. Kürzlich wandte sich Schauspieler Dieter Hallervorden, der das Schlosspark-Theater in Berlin betreibt, in einem offenen Brief an den Kultursenator Berlins. Er machte darin Vorschläge, wie schrittweise kleinere Theater unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen könnten, die durch die Corona-Krise derzeit geschlossen sind.

Dass nun aber ausgerechnet die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus einen Antrag einbringt, der diese Ideen aufgreift, kommt bei dem 84-Jährigen gar nicht gut an. “Auch wenn der Herr Kultursenator mich keiner Antwort für würdig hielt, möchte ich eines ganz deutlich klarstellen: Ich lasse mich nicht vor den Karren einer Partei spannen, die von politischer Kultur so viel versteht wie ein Friseur von der Fußpflege”, schreibt der Schauspieler nun auf seiner Facebook-Seite. Und weiter: “Applaus aus der AfD-Ecke wäre für mich ein falsches Signal an die Öffentlichkeit.”

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Bei seinen Facebook-Fans kommt die Ansage weitestgehend sehr gut an. “Chapeau Herr Hallervorden. Diese Art der Abgrenzung und Ansage würde ich mir öfter wünschen”, schreibt etwa ein Mann. Eine Frau kommentiert: “Großer Mann, große Persönlichkeit, starke Ansage. Respekt Herr Hallervorden! Danke, dass Sie so ein tolles Vorbild sind.” In den ersten 19 Stunden hatte der Beitrag bereits 10.000 “Gefällt mir”-Klicks bekommen und wurde fast 900 Mal kommentiert.

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Hallervordens Ideen sahen Vorführungen mit wenig Zuschauern und erheblichen Kosten vor. Er bezeichnete es als einen sanften Wiedereinstieg. Er bot an, jede zweite Zuschauerreihe freizulassen und in den besetzten Reihen immer zwei Plätze zwischen den Zuschauern freizulassen. Die Zuschauer sollten auch nur einzeln ins Theater gelassen werden, hierfür würde das Einlasspersonal aufgestockt. Am Eingang würden zudem Gesichtsschutzmasken verteilt werden. Schauspieler sollten sich selbst schminken und Stücke müssten gegebenenfalls umgeschrieben werden, um den Abstand zu wahren.

RND/msk


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