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Stefan Ruzowitzkys „Hinterland“ – Düsteres von Kriegsheimkehrern

  • Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg werden in Stefan Ruzowitzkys Noir-Krimi „Hinterland“ (Kinostart am 7. Oktober) ins Obdachlosenasyl verbannt.
  • Als ein Mord geschieht, nimmt einer der Männer seine alte Profession als Polizist wieder auf.
  • Der Regisseur schafft einen Noir-Krimi, der vor allem durch sein visuelles Konzept überzeugt.
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Düster und dreckig ist das Wien, in das Peter Perg (Murathan Muslu) mit einer Handvoll Kameraden zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zurückkehrt. Das Kaiserreich, für das er jubelnd aufs Schlachtfeld zog, gibt es nicht mehr. Die Republik Österreich feiert die Rückkehrer aus der russischen Gefangenschaft nicht als Helden, sondern verweist sie ans Obdachlosenheim.

Perg hat immerhin noch eine Wohnung. Frau und Kind haben sich aufs Land geflüchtet. Doch weiß der traumatisierte Soldat nicht, ob er noch hineinpasst in sein altes Leben. Dann fällt einer seiner Kriegskameraden einem Mord zum Opfer. Perg nimmt seinen früheren Job als Kommissar wieder auf. Schon bald findet man die verstümmelte Leiche eines weiteren Rückkehrers.

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In „Hinterland“ zeichnet Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher“) vor der Kulisse Wiens einen Noir-Krimi, der durch sein visuelles Konzept überzeugt. Im Stil expressionistischer Stummfilmklassiker wie Robert Wienes „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) oder F. W. Murnaus „Nosferatu“ (1922) entwirft er mit dem digitalen Tuschekasten ein artifiziell verfremdetes Wien, in dem die Fassaden in stürzenden Linien die finsteren Straßen säumen und Häuser bedrohlich Menschen überragen.

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Ganz und gar verschreibt sich der Regisseur der subjektiven Sicht des Ermittlers. Diese Nachkriegs-Murder-Mystery ist eine echte Augenweide, der Splatter-Momente hätte es nicht bedurft. Der Krimiplot entwickelt sich dagegen weniger spektakulär.

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„Hinterland“, Regie: Stefan Ruzowitzky, mit Murathan Muslu, Liv Lisa Fries, Maximilian von der Groeben, 98 Minuten, FSK 16

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