Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Klassentreffen der Bösewichte: doch der neue „Spider-Man“ will Versöhnung

Die Aufräumarbeiten haben begonnen: Tom Holland als Spider-Man/Peter Parker in einer Szene des Films „Spider-Man: No Way Home“.

Die Aufräumarbeiten haben begonnen: Tom Holland als Spider-Man/Peter Parker in einer Szene des Films „Spider-Man: No Way Home“.

Seine jugendliche Euphorie ließ Spider-Man stets als den zugänglichsten unter den Superhelden erscheinen. Um diese Qualität zu erhalten, durfte die Figur jedoch nicht zu sehr altern. Und so hat der Spinnenmann nun schon sein drittes Reboot erlebt. Nach Tobey Maguire schlüpfte Andrew Garfield für zwei Sequels ins knallrote Kostüm, bis 2017 der Brite Tom Holland übernahm.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Erfolgreich wurde in „Homecoming“ der visuelle Look für eine neue Zuschauer­generation aufgefrischt. Auch die jugendliche Fehlbarkeit des Helden wurde deutlicher heraus­gearbeitet, dessen Entscheidungen in guter Absicht oft in den Schlamassel führen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

„Spider-Man: No Way Home“: Worum geht es?

Ebenda befindet sich Peter Parker zu Beginn der dritten Folge „No Way Home“, nachdem der populistische TV-Mann J. Jonah Jameson (J. K. Simmons) die Identität Spider-Mans aufgedeckt hat. Hub­schrauber mit TV-Kameras umkreisen das Haus, in dem Peter mit Tante May (Marisa Tomei) lebt. An der Highschool muss er sich den Weg durch Mitschüler bahnen, die jeden seiner Schritte mit dem Smartphone filmen. Als auch seine Freundin MJ (Zendaya) und Kumpel Ned (Jacob Batalon) aufgrund der Vorkommnisse keinen Collegeplatz bekommen, nimmt Peter Kontakt zum Magier Dr. Strange (Benedict Cumberbatch) auf, der die Welt vergessen lassen soll, wer Spider-Man ist. Der Zauber läuft schief mit dem Ergebnis, dass Schurken aus den verschiedenen Zeitebenen des Multiversums auftauchen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Und so stehen plötzlich Willem Dafoes Green Goblin, Alfred Molinas Doctor Octopus und Jamie Foxx’ Electro auf der Platte, die sich seinerzeit mit Tobey Maguires oder Andrew Garfields Spinnenmann gemessen haben. Nachdem Peter alle wieder eingefangen hat, sollen die Häftlinge zurück in ihre Zeit geschickt werden und dort ihren Schurkentod sterben. Peter glaubt jedoch, in jedem dieser Bösewichte eine verletzte gute Seele zu erkennen, und will sie kurieren, anstatt dem sicheren Tod zu überlassen. Aber schon bald läuft das gut gemeinte Resozialisierungs­programm aus dem Ruder.

„Spider-Man: No Way Home“: Funktioniert die Vernetzung der Generationen?

Wirkt das Klassentreffen der Bösewichte anfangs etwas überdosiert, setzt die Vernetzung der verschiedenen Spider-Man-Generationen schon bald Unterhaltungs­effekte frei. Molina und Dafoe werfen sich nach zwanzig Jahren mit ungebrochenem Verve in ihre donnernden Schurkenrollen und werden durch weitere überraschende Gast­auftritte ergänzt. Trotz des multi­versellen Durch­einanders verliert Regisseur Jon Watts weder die herzallerliebste Liebes­geschichte der beiden Teenager noch die moralische Reifung des jugendlichen Helden aus den Augen, der im Alleingang das Rache­konzept aushebelt.

So wirkt dieser Spider-Man, der nicht auf Vernichtung, sondern Versöhnung setzt, wie der erste Superheld der Biden-Ära: Der US-Präsident arbeitet sich ganz ohne über­natürliche Fähigkeiten an der ähnlich schwierigen Aussöhnung der amerikanischen Gesellschaft ab.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Spider-Man: No Way Home“, Regie: Jon Watts, mit Tom Holland, Benedict Cumberbatch, Zendaya, 148 Minuten, FSK 12

Mehr aus Kultur

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen