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Spanische Filmemacherinnen kritisieren Auszeichnung für Johnny Depp

Der Verband der spanischen Filmemacherinnen hat das Filmfestival von San Sebastián wegen einer geplanten Auszeichnung für Hollywood-Star Johnny Depp kritisiert.

Der Verband der spanischen Filmemacherinnen hat das Filmfestival von San Sebastián wegen einer geplanten Auszeichnung für Hollywood-Star Johnny Depp kritisiert.

Madrid. Der Verband der spanischen Filmemacherinnen hat das Filmfestival von San Sebastián wegen einer geplanten Auszeichnung für Hollywood-Star Johnny Depp kritisiert. Der Verband erklärte am Dienstag, die Ehrung von Depp mit dem Donostia Award im kommenden Monat schade dem Ruf des Festivals. Ein britischer Richter hatte im vergangenen Jahr erklärt, Vorwürfe von häuslicher Gewalt gegen den Star seien im Wesentlichen korrekt.

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Verbandspräsidentin Cristina Andreu erklärte, die Ankündigung vom Montag habe sie sehr überrascht. „Dies wirft ein sehr schlechtes Licht auf das Festival und seine Leitung und vermittelt der Öffentlichkeit eine schreckliche Botschaft: "Es ist egal, ob du ein Missbrauchstäter bist, solange du ein guter Schauspieler bist"“, sagte Andreu der Nachrichtenagentur AP. Der Verband erwäge nun seine nächsten Schritte. Der Donostia Award ist die höchste Auszeichnung des Festivals und wird für herausragende Lebensleistungen vergeben.

Das Internationale Filmfestival von San Sebastián findet Ende September in der baskischen Stadt Donostia-San Sebastián statt. Es wurde erwartet, dass Depp die Auszeichnung am 22. September persönlich entgegennimmt.

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Im vergangenen Jahr verlor Depp einen Verleumdungsprozess gegen eine britische Zeitung, die ihm häusliche Gewalt gegen seine frühere Ehefrau Amber Heard vorwarf. Der Richter entschied, dass die Anschuldigungen „im Wesentlichen richtig“ seien. Im März verweigerte ein Gericht ihm die Möglichkeit, Berufung einzulegen, mit der Begründung, sein Versuch, das Urteil zu kippen, habe keine Aussichten auf Erfolg.

Depp verklagt Heard außerdem im US-Staat Virginia auf 50 Millionen Dollar wegen eines Meinungsartikels in der „Washington Post“, den sie über häusliche Gewalt schrieb. Der Prozess in diesem Fall wurde kürzlich auf April 2022 verschoben.

RND/AP

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