Semperoper will neuen Vertrag für Ball im eigenen Haus

  • Der Semperopernball hat dieses Jahr wegen der Ehrung des ägyptischen Präsidenten für Diskussionen gesorgt.
  • Die Semperoper, die sich von der Entscheidung distanzierte, fordert eine Anpassung des Vertrags mit dem Veranstalter.
  • Er entspreche nicht mehr heutigen Gegebenheiten.
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Dresden. Die Semperoper in Dresden möchte einen neuen Rahmenvertrag für den jährlichen Ball in ihrem Haus verhandeln. Der alte Vertrag mit dem Ballverein habe noch eine Laufzeit von zwei Jahren und sei vorsorglich gekündigt worden, teilte Intendant Peter Theiler am Dienstag mit. Unabhängig von den Vorfällen um den letzten Ball wünsche man sich eine Anpassung des Vertrages. Er entspreche nicht mehr heutigen Gegebenheiten, auch aus fiskalischen Gründen. Details nannte Theiler nicht.

Der von einem Verein ausgerichtete Semperopernball war in diesem Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil Ballchef Hans-Joachim Frey den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi mit einem Orden geehrt hatte. Die Auszeichnung von Al-Sisi, der nach einem Militärputsch an die Macht kam und mit harter Hand gegen Oppositionelle und Kritiker vorgeht, löste Empörung aus.

Viele Absagen für Semperopernball

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Mehrere Prominente sagten ihre Teilnahme am Ball ab. Der Orden wurde Al-Sisi wieder aberkannt, am Ende verzichtete man am 7. Februar ganz auf Preisverleihungen.

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Die Dresdner Semperoper missbilligte ausdrücklich die Entscheidung des Ballvereins und seines Vorsitzenden. Die Verleihung habe "zu einer massiven Irritation" im Haus geführt, sagte Intendant Theiler damals.

RND/dpa

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